Berichte

Glückstage - Gelebte Alternativen

  • LEBEN

    Im Rahmen der Glückswoche sollen in diesem Bericht gelebte Alternativen vorgestellt werden, die sich schon heute damit beschäftigen, eine Postwachstumsgesellschaft "erlebbar" zu machen.

    Transition Town

    Transition Town ist eine Bewegung, die von Rob Hopkins aus England initiiert wurde. Dabei sollen auf kommunaler Ebene Maßnahmen zum Klimaschutz umgesetzt werden. Vorschläge sind vielfältig: Oftmals wird eine lokale Währung eingeführt. Oftmals wird auch Obst und Gemüse in Gemeinschaftsgärten gepflanzt bzw. Lebensmittel in der Permakultur angebaut. Mehr Infos: https://transitionnetwork.org/

    Repair-Cafés

    Bei Repair-Cafés kann man seine kaputten Gegenstände mitbringen und erhält Unterstützung bei der Reparatur. Das ist umweltfreundlich und schont zudem den Geldbeutel. Dazu gehören Smartphones, Haushaltsgeräte oder auch Kleidung. Oft bezahlt man dann nur die Kosten für Ersatzteile. Dazu gibt es zum Teil Kaffee und Kuchen. Beim Kauf kann man bereits darauf achten, wie gut ein Gerät reparierbar ist (z.B. Fairphone). Repair-Cafés gibt es mittlerweile in vielen Städten, oft sind diese aber nur an einem Tag im Monat o.Ä. geöffnet. Informationen dazu gibt es Internet oder Lokalzeitungen.

    Quelle: flickr

    Wochenmarkt

    Auf dem Wochenmarkt können regionale und saisonale Produkte erworben werden. Die Produkte sind oft unverpackt und so kann Müll vermieden werden. Außerdem sind Lebensmittel oft frischer als im Supermarkt. In vielen Städten gibt es auch extra Bio-Wochenmärkte.

    Fairteiler

    Wenn man noch (gute) Lebensmittel übrig hat, für die man selbst keine Verwendung mehr hat, können diese an einem Fairteiler abgegeben werden. Im Gegenzug kann man sich dort kostenlos übrig gebliebene Lebensmittel der anderen mitnehmen. So kann Verschwendung vermieden werden. In Aachen gibt es z.B. 7 Fairteiler, Standorte können über die foodsharing Website nachgeschaut werden. Ggf. sind Öffnungszeiten zu beachten.

    Ganz ähnlich funktionierten auch öffentliche Bücherschränke.

    Quelle: pixnio.com

    Kleidertauschpartys

    In vielen Städten gibt es Container, in der alte Kleidung abgegeben kann. Besser ist es allerdings, Kleidung möglichst lange zu tragen. Außerdem ist es sinnvoll, seltener neue Kleidung zu kaufen. Neben Second Hand Läden, werden auch Kleidertauschpartys immer populärer. Wenn ich meine Kleidung nicht mehr trage, aber diese noch in einem guten Zustand sind, kann ich diese mitbringen. Und im Gegenzug kann man sich neue Kleidung wählen. So bekommt die Kleidung ein 2. Leben. Bei uns veranstaltet die Kirchengemeinde einen Kleidertausch gegen kleine Spende inkl. Kaffee und Kuchen. Die Kleidung hat ein Loch? Deswegen muss die Kleidung noch nicht gleich weggeworfen werden. Im Internet gibt es viele Anleitungen wie du deine Kleidung reparieren kannst. Du hast 2 linke Hände? Vielleicht bietet das Repair-Café vor Ort ja eine Reparatur an?

    Nachhaltig im Netz / Open Source

    Verwendet man bei der Suche im Netz ecosia, werden mit den Suchanfragen Bäume gepflanzt. Zudem weißt ecosia auf grünere und nachhaltigere Alternativen hin, indem entsprechende Suchergebnisse mit einem Symbol versehen werden. Bei posteo kann man sich eine nachhaltige Mail-Adresse erstellen. Transparenter als Apple, Google & Co. ist Open Source Software. Bei Open Source Software muss der Source Code herausgegeben werden, dem Nutzer werden meist mehr Rechte eingeräumt. Außerdem kann durch Verwendung von GIMP statt PhotoShop oder LibreOffice statt Microsoft Office auch Geld gesparrt werden.

    Grundeinkommen

    Wie sich unser Leben ändern könnte, wenn wir ein Grundeinkommen beziehen, damit beschäftigt sich der Verein "Mein Grundeinkommen". Dabei kann man Geld geben, dass dann wenn genügend Geld zusammen gekommen ist, an eine Person ein Grundeinkommen für ein Jahr verlost.

    Urban Gardening

    In Gemeinschaftsgärten werden Grünflächen in der Stadt dazu benutzt Lebensmittel anzubauen. In der "Essbaren Stadt" werden in Gemeinschaftsgärten Obst, Gemüse und andere Nutzpflanzen angebaut. Dadurch entsteht ein Aufenthaltsort im Grünen mitten in der Stadt. Außerdem können auf diese Weise Lebensmittel regional und ohne Verpackung erzeugt werden. Außerdem regen die Gärten dazu an, sich wieder mehr mit der Natur auseinander zu setzen. Dabei wird der Garten gemeinschaftlich bepflanzt und geerntet. Jeder ist eingeladen ohne finanzielle oder anderere Barrieren.

    Solidarische Landwirtschaft

    Bei der solidarischen Landwirtschaft wird ein Vertrag über in der Regel 1 Jahr abgeschlossen. Die Ernte wird dann unter den Mitgliedern verteilt. Dabei ist nicht im Vorhinein klar, wie groß die Ernte ausfallen wird. Das Risiko wird auf die Mitglieder verteilt. Auch wenn einige Lebensmittel zugekauft werden, sind die Lebensmittel überwiegend regional & saisonal. Außerdem bringen die Kund*innen ihre eigene Box mit, dadurch wird Verpackungsmüll vermieden. Bei einigen SoLaWis kann man auch selbst mit anpacken, dies ist aber normalerweise keine Pflicht.

    Ökodörfer

    In Ökodörfern leben Menschen gemeinsam und versuchen möglichst ökologisch zu leben. Was das konkret bedeutet unterscheidet sich sehr; in der Regel werden Lebensmittel selber angebaut und gemeinsam gekocht, einige teilen sogar ihr Einkommen.

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