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Eine Umfrage zum Klimawandel

  • Umfrage zum Klimawandel

     

    Mit Anderen über Klima und Umweltprobleme zu reden, ist sehr interessant. Dabei merkt man schnell, dass es sehr viele verschiedene Vorstellungen und ein weites Spektrum an Meinungen zu diesem Thema gibt. Deshalb habe ich eine Umfrage gestartet, um herauszufinden, was die Meinung verschiedenster Personen zur Klimakrise ist.

    Aufbau des Interviews:

    Um einordnen zu können, wer die Umfrage ausgefüllt hat, bezogen sich die ersten zwei Fragen auf das Alter und das Geschlecht der Teilnehmer. Anschließend wurden sechs weitere Fragen über den Klimawandel und Lösungsansätze, sowie eine Frage zu Protestbewegungen gestellt.

    Durchführung des Interviews:

    Die Umfrage wurde mit der online-Plattform umfrageonline.com erstellt. Der Link wurde über den Freundes- und Bekanntenkreis, sowie in der Familie verschickt, um ein möglichst durchmischtes Profil zu erlangen. Leider wurde mir erst später klar, dass in der kostenfreien Version nur eine begrenzte Anzahl an Antworten einsehbar ist. Deshalb konnte ich nur die Antworten von 33 der insgesamt 44 Teilnehmer auswerten.

    Ergebnisse von 32 Teilnehmern:

    An der Umfrage haben 44 Personen teilgenommen, durch die Beschränkung der gewählten Umfragesoftware waren die Ergebnisse von nur 33 Personen einsehbar. Von diesen 33 Personen hat eine Person die Umfrage nicht abgeschlossen. Sie hat nur ihr Geschlecht angegeben und alle übrigen Fragen unbeantwortet gelassen. Aus diesem Grund wurde diese Person aus der Umfrage rausgenommen, so dass im Folgenden die Ergebnisse von 32 Personen dargestellt werden.

    An der Umfrage nahmen 14 männliche, 17 weibliche und 2 diverse Personen teil. Tabelle 1 zeigt die Altersverteilung.

    unter 16: 5

    16  - 22:  5

    23 - 29:   1

    30  -39:   4

    40 - 49:   2

    50 - 59:   8

    60 - 69:   3

    Über 70:  4

    gesamt:  32 

    Die 32 Teilnehmer führten die Umfrage vom 21.4. – 23.4.2020 durch. Bis zum 9.5. 2020 nahmen noch 11 weitere Personen an der Umfrage teil, deren Antworten in der kostenfreien Version aber nicht mehr angezeigt wurden.

    Am wichtigsten war mir die Frage, wer der Meinung ist, dass der Klimawandel anthropogen (also vom Menschen verursacht) ist und wer anderer Meinung ist. Im Resultat ist zu erkennen, dass nur 5% (1x weiblich unter 16 Jahren und 1x divers unter 16 Jahren) nicht an einen anthropogenen Klimawandel glauben, 5% (2 männliche Teilnehmer zwischen 50 – 59 Jahren) angeben, es nicht zu wissen  und  28 der Befragten (90%) dem von Menschen gemachten Klimawandel Glauben schenken.

    Außerdem fühlen sich 59% der Befragten recht gut informiert und bilden zusammen mit jenen, die sich mäßig gut informiert fühlen, 90%.

    4. Inwiefern fühlen Sie sich gut informiert über den Klimawandel?

    sehr gut

    2

    6  %

    recht gut

    19

    59 %

    mäßig gut

    10

    31 %

    wenig

    1

    3 %

    gesamt

    32

    100 %

     

    Die Ideen für Lösungsansätze (Mehrfachnennung möglich) sind recht ausgeglichen. Die beiden mit jeweils (22) beliebtesten Lösungsansätze sind „Die Gesellschaft muss sich als Ganzes verändern.“ und „Die Politik muss Regelungen und Gesetze erlassen, welche für die Veränderungen sorgen.“ Minimal weniger populäre Ansätze mit (19) und (18) sind die Verhaltensänderung jedes Einzelnen und bessere Aufklärung über den Klimawandel. Für (16) Personen liegen die Lösungen in der Entwicklung neuer Technologien. 3 weitere Personen haben im Freitextfeld umfangreich geantwortet.

    5. Welche der folgenden Lösungsansätze für den Klimawandel sind Ihrer Meinung nach die wichtigsten? (Mehrfachnennung möglich)

    Das Individuum muss sich ändern, jeder muss sein Leben selbst umstellen.

    19

    Der Einzelne muss aufgeklärt und informiert werden.

    18

    Die Gesellschaft muss sich als Ganzes verändern.

    22

    Die Politik muss Regelungen und Gesetze erlassen, welche für die Veränderungen sorgen.

    22

    Die weitere Entwicklung von Technologie bietet die Lösungen, die gebraucht werden.

    16

    freie Meinungsäußerung im Freitextfeld

    3

     

    Der Wille das eigene Verhalten zu ändern ist vorhanden. Leider hat bei dieser Frage die Mehrfachantwort im online Fragebogen nicht funktioniert. So mussten sich die Teilnehmer für eine Antwort entscheiden, auch wenn die Fragestellung als Mehrfachantwort geplant war. Am häufigsten wurde die Nutzung von Fahrrad und öffentlichen Verkehrsmitteln genannt, gefolgt von fleischarmer Ernährung.  Viele haben im Freitextfeld die fehlerhafte Angabe angemerkt und angegeben, dass sie weitere Bereiche benennen wollten. Somit muss die Antwort dieser Frage leider  als nicht repräsentativ und verzerrt klassifiziert werden.

     

     

    6. Welche Bereiche Ihres Lebens haben Sie oder könnten Sie sich vorstellen zu Gunsten des Klimas zu ändern? * Antworten auf Grund fehlerhafter Auswertung im online Tool nicht repräsentativ! 

    Ausschließlich ,,grünen'' Strom beziehen

    2

    Fleischarme Ernährung

    4

    Hauptsächliche Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel

    7

    Kauf einer Photovoltaik Anlage (Solar)

    2

    Kurze Distanzen hauptsächlich per Fahrrad oder zu Fuß zurückzulegen.

    8

    Nutzung eines E-Autos statt eines Autos mit Verbrennungsmotor

    2

    Umstellung auf CO_2 freie Wirtschaftsweise

    1

     

    Die Frage 7 konnte mit Freitext beantwortet werden. Die Antworten spiegeln, wie vielfältig die Lösungsansätze sind.

    7. Welche gesetzlichen Änderungen sind Ihrer Meinung nach nötig, um erfolgreiche Klimapolitik zu betreiben?

    Abschaffung der Kohlekraftwerke, Stärkung der erneuerbaren Energien….

    Reduktion von Verpackungen

    teurere CO_2 Zertifikate, Sektorkopplung, weg vom Erdöl und von der Kohle; CCS …

    Finanzielle Unterstützung der Öffis, Ausbau der Radwege, allgemeine Verkehrskonzepte, die Autos verdrängen

    Eine höher Produktion von grünem Strom, umweltfreundlichere Motoren und kürzere Lieferwege wie bei regionaler Produktion

    Wir brauchen keine Gesetze! Wir, jeder Einzelne sollte bewusster werden. Sein Verbrauch-Verhalten ändern! Weg von der Mentalität „Geiz ist GEIL“

    Energie verteuern

    Den Menschen bewusstes, verantwortungsvolles Leben nahe bringen und Gelder in eine sinnvolle, zukunftsträchtige Energie wie Wasserstoff und Fusion stecken.

    Düngemittel, Autoindustrie, öffentliche Verkehrsmittel, Verpackungen

    Die Gesellschaft „Zwingen“, erneuerbare Energien zu nutzen

    möglichst wenige Gesetze, die aber europaweit oder weltweit Geltung haben müssen (z.B. Emissionshandel)

    Politik muss sich bewegen...

    im Moment -wegen Corona- schwierig- grundsätzlich die im Pariser Abkommen von Deutschland versprochenen Ziele einhalten!

    weniger "freiwillige Selbstverpflichtungen" in der Industrie, die dann aber doch nicht eingehalten werden, oder so dehnbar formuliert werden, dass letztendlich keine spürbaren Veränderungen erfolgen

    Es geht im ersten Schritt erst einmal darum, dass alle an einem Strang arbeiten und nicht alle Parteien gegeneinander!

    Bei der Frage nach dem Einfluss der Corona-Krise auf das Klima wurde überwiegend (16) ein positiver Einfluss  gesehen. 9 Teilnehmer der Umfragen glauben, dass die Corona-Krise keinen Einfluss auf das Klima hat und 2 sind der Meinung, dass der Einfluss negativ sein wird.

    8. Glauben Sie, dass die Corona-Krise eine Auswirkung auf das Klima haben wird? Wenn ja, welche und warum? 

    nein

    9

    Ja, einen positiven, die Klimaerwärmung wird verlangsamt.

    16

    Ja, einen negativen, die Klimaerwärmung wird verstärkt.

    2

    Keine Angabe

    5

     

    Folgende Gründe warum ein positiver Einfluss vermutet wird, wurden genannt:

    weil weniger CO2 in die Luft gelangt

    Durch die heruntergefahrene Wirtschaft wird es weniger Emissionen geben.

    Ja, aber leider wird es nicht lange anhalten.

    Der Verkehr nimmt sehr stark ab, somit auch die ausgestoßenen Abgase.

    weniger Verkehr, Reisen, Home-Office

    Je länger Corona dauert, desto weniger Erdölverbrauch- dennoch: ob danach ein Umdenken- anderes Handeln erfolgen wird, wage ich zu bezweifeln! Leider eher nein!

    Mobilität im Beruf wird nicht mehr so wichtig sein (Home Office, Skype-Konferenzen, etc.)

     

    Folgender Grund warum ein negativer Einfluss vermutet wird, wurde genannt:

    Das Argument "unsere Wirtschaft hat so sehr gelitten" wird alle Klimaschutzbemühungen in den Schatten stellen.

     

    Die Mehrheit der Befragten (23) vertreten die Auffassung, dass sich Schüler richtig verhalten, wenn sie an Demonstrationen wie „Fridays for Future“ teilnehmen, 6 Teilnehmer finden, dass Schüler in den Ferien oder am Wochenende streiken sollten, und 3 Personen machten bei dieser Frage keine Angaben.

    9. Welche der folgenden Aussagen kommt Ihrer Meinung zu „Fridays for Future“ und Co. am nächsten? 

    Die Schüler verhalten sich richtig, indem sie ihr Demonstrationsrecht so ausüben, wie sie es tun.

    23

    Die Schüler sollten lieber in den Ferien oder am Wochenende streiken.

    6

    keine Angabe

    3

     

    Fazit:

    Obwohl die Gruppe recht klein ist, denke ich dennoch, dass sie repräsentativ ist, da verschiedenste Personen teilgenommen haben und das Teilnehmerprofil sehr vielfältig ist. Im Allgemeinen ist der Wille nach mehr Klimaschutz vorhanden, allerdings sind die Lösungsansätze so vielfältig wie die Teilnehmer. Meiner Meinung nach ist der beste Lösungsweg die Mischung all dieser Ideen und Meinungen.

Kommentare

2 Kommentare
  • LukasKnauer
    LukasKnauer Es scheint als wären mir die Tabellen beim Hochladen durch die Lappen gegangen... naja schade, aber es sollte dennoch lesbar sein.
  • Matilda
    Matilda Echt spannend zu sehen, was auch ein kleines Umfeld für Meinungen und Lösungsvorschläge zum Klimawandel hat. Danke fürs Aufbereiten!
    2. Juni