Berichte

Rückkehr auf Samtpfoten

  • In den vergangenen Jahrhunderten wurde der Luchs wegen seines begehrten Fells und als Räuber von Nutztieren gnadenlos gewildert. Bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts war er aus weiten Teilen Mittel- und Südeuropas verschwunden. Auch in Deutschland galt er bereits als ausgerottet.


    © Robert Günther / WWF

    Heute, am dritten Internationalen Luchstag zeigen die zahlreichen Wiederansiedlungsprojekte langsam ihre Wirkung. 137 Tiere streifen inzwischen wieder durch unsere Wälder.
    „Als Naturschützer freuen wir uns über die stabile Luchs-Population in Deutschland. Allerdings zeigen die Zahlen auch, wie langsam der Luchsbestand in Deutschland wächst. Ein Hauptgrund dafür ist die Zerschneidung der Lebensräume durch Siedlungen, Industriegebiete und Straßen. Acht von insgesamt 13 toten Luchsen sind im Monitoringjahr 2018/2019 durch den Straßenverkehr ums Leben gekommen, drei Luchse starben an natürlichen Ursachen und bei zwei weiteren ist die Todesursache unklar.“, sagt Moritz Klose, Programmleiter Wildtiere beim WWF Deutschland.


    © WWF

    Unser menschliches Eingreifen als aktive und passive Ursache für den Tod zahlreicher Lebewesen ist auch in Deutschland bittere Realität. Viele haben bei den Begriffen "Wilderei" und "Artensterben" immer direkt Nashörner, Tiger oder andere exotische Tiere vor Augen. Dabei vergessen einige, dass sich all das auch direkt vor unserer Haustür abspielt. Auch in unserer Heimat wird die Heimat zahlreicher Lebewesen zerstört.


    © Global Warming Images / WWF

    Der Luchs als Einzelgänger benötigt ein Revier von der Größe Bremens. Da sie vorrangig zusammenhängende Waldgebiete bevorzugen, ist es für sie nicht einfach einen geeigneten Lebensraum zu finden. Oftmals durchschneiden Straßen oder Industriegebiete die Waldstücke, sodass sie Lärmbelästigung und dem unbarmherzigen Verkehr ausgeliefert sind.  
    Da sich ihre Streifgebiete häufig über Ländergrenzen hinweg erstrecken, arbeitet der WWF deshalb grenzübergreifend mit Interessensgruppen um Lösungen für Konflikte rund um den Luchs aufzuzeigen. Das Projekt 3Lynx wurde 2018 vom WWF ins Leben gerufen. In Deutschland, Tschechien, Österreich, Italien und Slowenien veranstalten die Projektpartner und einige Naturschutzorganisationen öffentliche Veranstaltungen und Aktionen zu dieser bedrohten Tierart. Jahr für Jahr sollen sich weitere Länder anschließen, um gemeinsam auf die streng geschützte, größte Katze in unseren Wäldern aufmerksam zu machen.
    Es gibt also Hoffnung, dass bald viele kleine Luchsbabys das Licht unserer Welt erblicken und sich sicherer fühlen können, als ihre Vorfahren.

    Was meint ihr ist nötig, um die Luchse zukünftig noch besser schützen zu können? Ich persönlich denke, dass Wilderei viel stärker bestraft werden müsste und man villeicht hinterfragen sollte, warum einige Leute solche Gräueltaten begehen. Vielleicht kann man ihnen, ähnlich wie in anderen Natur- und Umweltschutzprojekten Alternativen bieten. Der Tod verschiedenster Tierarten sollte nicht lohnender sein als ihr Schutz!

    Quellen:
    https://www.wwf.de/2020/juni/tag-des-luchses-mehr-schutz-fuer-deutschlands-pinselohren/
    https://www.wwf.de/themen-projekte/artenlexikon/eurasischer-luchs/

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