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Hilfe für die Sumatra-Tiger: der WWF in Aktion

  • Orange-schwarze Streifen zeichnen sich im Unterholz der Tropenwälder Indonesiens ab. Nur noch etwa 370 der einst 1000 Raubkatzen leben auf der indonesischen Insel Sumatra nach der sie benannt wurden. Sie gehören zu den besonders gefährdeten Tierarten unserer Erde.


    Der Sumatra-Tiger ist der kleinste seiner Art und besitzt Schwimmhäute © iStock / GettyImages


    Das wachsende Straßennetz zum besseren Erreichen der Kautschuk- und Palmölplantagen, führt die Wilderer nun ungehindert ins Herz der Urwälder zu den Tigern. Mussten sie früher noch lange und beschwerliche Tagesmärsche zu Fuß zurücklegen, sparen sie mit dem Auto viel Zeit ein. Vor Ort haben die Tiger dann kaum Platz zum Ausweichen. Ihr Lebensraum - durch die zunehmende Bewirtschaftung des Waldes immer kleiner. In die Enge getrieben, werden die Tiger mit am Boden liegenden Schlingfallen in die Höhe gerissen. In der Regel bestehen sie aus robustem Fahrraddraht, sodass ein Entkommen fast unmöglich ist. Aus Verzweiflung beißen sich manche Tiere sogar ihre Tatzen ab. Durch die erhöhte Infektionsgefahr und erschwerte Jagdbedingungen, war die Flucht in den meisten Fällen jedoch umsonst.


    Schlingfallen, Gewehre und Munition - die Ausrüstung eines Wilderers © Gesa Koch-Weser / WWF


    Warum werden die Sumatra-Tiger gejagt?

    Etwa 90% der dort lebenden Bevölkerung ist von Kautschuk abhängig, der zur Gummiherstellung benötigt wird. Die Preise fallen allerdings stark ab. Nicht selten verdienen die Bewohner der Dörfer nicht mal 6 Euro im Monat- für uns unvorstellbar. Doch sie sind auf die Einnahmen angewiesen. Eine Alternative? Die gibt es nicht. Also machen sie aus ihrer Not heraus Jagd auf den Tiger. Er bringt ihnen auf dem Schwarzmarkt immense Summen ein. Die Abnehmer, vor allem aus China, sagen den Tigerteilen eine heilende und potenzsteigernde Wirkung zu. Doch das kann nicht die Lösung sein!


    der aufwändige Zapfvorgang von Kautschuk © Nicolas Villaume / WWF-US


    Wenn Tier und Mensch in Einklang leben

    Um die Tiger zu schützen, setzt der WWF bei der örtlichen Bevölkerung an. Liebevoll wird er von ihnen "Datuk", Großvater, genannt. Sie wildern den Sumatra-Tiger nicht aus Hass oder weil sie ihn bei sich nicht haben wollen. Für uns ist das nur schwer vorzustellen aber er sichert ihr Überleben. Wie kann man also dafür sorgen, dass die Menschen unabhängiger vom Kautschuk wird und somit auf die Jagd verzichten kann? Mit dieser Frage hat sich der WWF intensiv auseinander gesetzt und eine Lösung gefunden! Inzwischen unterstützen über 80% der Dorfbewohner das Projekt. Darunter auch ehemalige Wilderer. Worum es sich bei dem Projekt handelt und welche Erfolge es gibt erfahrt ihr im Video:

    Was denkt ihr zu dem Thema? Könnt ihr die Dorfbewohner verstehen? Und wie findet ihr den Ansatz des WWF?

    Quellen:

    https://www.stopp-wilderei-weltweit.de/tiger/ (13.11.19)
    https://www.youtube.com/watch?v=sLjJtRxZYgY (13.11.19)
    https://www.wwf.de/themen-projekte/artenlexikon/tiger-allgemein/ (13.11.19)

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