Berichte

Nachhaltige Vorsätze - Der ökologische Handabdruck

  • Handabdrücke sind individuell und genauso sind auch die Vorsätze, die ich und alle anderen Beteiligten des 2°Campus 2019 auf unseren persönlichen Handabdrücken aufgeschrieben haben.

    Fast jeder hat schon mal vom ökologischen Fußabdruck gehört. Das sind die negativen Spuren, die jeder Mensch auf der Erde hinterlässt. Der Handabdruck ist dessen Gegenspieler, denn wir können auch positive Spuren hinterlassen.

    Genau das war unser Ziel: Positive Spuren in unserem Umfeld hinterlassen und unser eigenes Leben nachhaltiger zu gestalten. Doch kennen wir nicht alle das Problem mit Vorsätzen? Wer hat sich nicht schon mal vorgenommen sich im nächsten Jahr gesünder zu ernähren oder mehr zu lernen und es dann doch nicht umgesetzt? Also habe ich mal nachgefragt, wie das mit unseren Handabdrücken funktioniert hat.

    Auf Martens Handabdruck (untere Reihe, 3. von links) stand das Ziel mehr über Umwelt- und Klimaschutz zu reden und auch zu diskutieren. Das hat in seinem Freundeskreis ziemlich gut funktioniert. Sein Vorhaben, sich politisch zu engagieren, muss er noch angehen. Er überlegt zu einer öffentlichen Sitzung des Stadtrats zu gehen und dort auch Fragen zu stellen. Seinen Konsum konnte er schon ein bisschen reduziert, er sieht dort aber auf jeden Fall noch Verbesserungsmöglichkeiten.

    Isabel (obere Reihe, 2. von links) hatte sich vorgenommen Vegetarierin zu werden, mehr Zeit in der Natur zu verbringen und sich weiterhin bei Fridays for future einzusetzen. Dort ist sie noch sehr aktiv, doch die beiden anderen Vorsätze sind für sie Herausforderungen, an denen sie noch arbeiten muss.

    Kira wollte regelmäßig Spaziergänge in den Wald machen und den herumliegenden Müll einsammeln, um den Wald ein kleines Stück besser zu machen. Die Spaziergänge macht sie immer noch und genießt diese, allerdings hat sie festgestellt, dass es in ihrem Wald zum Glück fast keinen Müll gibt. Den Müll sammelt sie aber ein, wenn sie eine andere Strecke nimmt. Für sie war das Projekt „ökologischer Handabdruck“ sehr erfolgreich, da sie jetzt bewusster und naturverbundener lebt.

    Kira beim Beschriften ihres Handabdrucks      (c)WWF/Arnold Morascher 

    Auch Lea konnte ihre Ziele erreichen. Sie hat ihren Balkon begrünt und so eine Möglichkeit für Insekten mitten in der Stadt geschaffen. Mittlerweile gedeihen dort Tomaten, Salat, Erdbeeren und eine kleine Blumenwiese für Bienen. Ab und zu kann sie sich jetzt über ein paar Insekten freuen.

    Und auch ich konnte meine Vorsätze gut umsetzen. Ich wollte mehr auf meine Ernährung achten und diese durch weniger Milchprodukte und regionalere Produkte nachhaltiger machen. Das hat sehr gut funktioniert. Ich bin sogar einen Schritt weiter gegangen und Vegetarierin geworden. Das hätte ich damals nie gedacht. Ich fahre viel mehr Fahrrad, habe ein Referat über den Klimawandel gehalten und auch bei einer „Fridays for future“-Demo mitgemacht.

    Vorsätze sind dauerhafte Ziele und nicht nur für einen gewissen Zeitraum gemacht. Wenn man es geschafft hat einen Vorsatz umzusetzen, muss man daran immer wieder arbeiten und sich an den Grund erinnern, um dabei zu bleiben. Aus erfüllten Vorsätzen entwickeln sich neue Vorsätze und somit auch ein immer größerer und besserer ökologischer Handabdruck.

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