Berichte

2°Campus – Jungforscher*innen retten die Zukunft der Welt

  • Am Sonntagmorgen machten sich 20 junge Klimainteressierte auf den Weg nach Berlin. Im Gepäck: viele Erwartungen, Hoffnungen, aber auch Bedenken. Was wird uns beim 2°Campus erwarten? Und wie werden wir uns verstehen?

    Unsere Bedenken verschwanden bald, denn schon am ersten Abend hatten wir uns angefreundet. Die nächsten Tage ging es mit einem vollgepackten Programm weiter und schon während des ersten Blocks wurde uns immer mehr bewusst, dass der Klimawandel schon weit fortgeschritten ist und deshalb sofortiger Handlungsbedarf besteht. Somit sind wir nach einer Woche voller Erlebnisse und neuer Erkenntnisse Feuer und Flamme, an unseren Forschungsfragen zu arbeiten und den Klimaschutz noch stärker in unseren Alltag einzubinden, indem wir nachhaltiger leben.

    2°Campuscrew © WWF/ Arnold Morascher

     

    Veränderung beginnt im Kleinen. Um selbst aktiv zum Klimaschutz beizutragen, haben wir uns kleine Ziele gesetzt, was wir bis zum Sommerblock verändern möchten. Dafür nutzen wir den „Ökologischen Handabdruck“. Ein Prinzip aus Indien, um mehr Positives für die Umwelt zu erreichen.

    Drei Teilnehmer*innen haben wir für euch zu ihren Zielen befragt:

    Timnah erzählt uns: „Ich möchte mehr Fahrrad fahren und weniger Fleisch essen. Außerdem möchte ich in Schulartikeln über Klimaschutz informieren, damit meine Mitschüler selbst etwas an ihrem Verhalten ändern.“

    Auch Verena hat sich einiges vorgenommen und meint: „Ich will mich mehr für den Klimaschutz einsetzen ohne Konfrontationen zu meiden. Schon vor dem 2° Campus habe ich regelmäßig Müll gesammelt, wenn ich spazieren war. Ich freue mich, dass ich hier auch andere dazu inspirieren konnte.“

    Felix berichtet: „Ich will etwas kälter duschen, um Energie zu sparen. Außerdem werde ich meinen Fleischkonsum reduzieren. Ich werde auch Vorträge an meiner Schule halten, um meinen Mitschülern über den 2° Campus zu berichten und sie für mehr Klimaschutz zu begeistern.“

    Teilnehmende bei der Diskussion © WWF/ Arnold Morascher

     

    Jeder Einzelne hat sich für den Alltag etwas vorgenommen. Im Sommerblock möchten wir dann an unseren Fragen forschen, um auch als Gruppe etwas zum Klimaschutz beizutragen.

    Wir haben uns dazu in vier verschiedenen Gruppen zusammengefunden.

    Die Gruppe „Energie“ wird versuchen die Effizienz des sogenannten Nautilusrotors zu maximieren. Die Forschungsgruppe des letzten Jahres hat gezeigt, dass die muschelartige Kleinkraftwindanlage im Vergleich mit anderen am effektivsten ist. Die Jugendlichen arbeiten an der Universität Münster mit der Physikerin Christiane Stroth.

    In Münster forschen weitere sechs Teilnehmer*innen gemeinsam mit Peer Bärmann und Jan-Patrick Schmiegel im Bereich „Mobilität“, wie Silizium nachhaltig gewonnen und als Anodenmaterial für Lithium-Ionen-Batterien genutzt werden kann. Diese werden in Elektroautos verbaut.

    Im Themengebiet „Gebäude“ beschäftigen sich vier Jugendliche in Wuppertal mit nachhaltigen Dämmstoffen und deren Beitrag zum Klimaschutz. Dabei berücksichtigen sie Ökologie und Ökonomie. Die Gruppe wird dabei von Karsten Voss begleitet.

    Die Gruppe „Ernährung“ wird mit Ann-Kristin Saurma-Jeltsch in Eberswalde forschen. Sie möchten herausfinden, was eine sinnvolle Anzahl von Tieren pro Fläche ist und welche Auswirkungen eine nachhaltige und ökologische Viehhaltung auf Fleischkonsum und Flächennutzung in Deutschland hat.

    Jan erklärt die Welt der Batterien © WWF/ Arnold Morascher

     

    Die wissenschaftlichen Betreuer*innen helfen dem WWF-Team jedes Jahr, damit die professionelle Forschung beim 2°Campus zustande kommt. Ivonne Drößler organisiert den 2°Campus schon seit acht Jahren und hat jedes Jahr Freude daran, „die wichtigen Themen Nachhaltigkeit und Klimawandel gemeinsam mit den Jugendlichen zu erarbeiten“. Neben den Organisatorinnen des WWF  wird das Team durch vier Teamer*innen unterstützt.

    Dieses Jahr ist auch die Landschaftsnutzungs- und Naturschutzabsolventin Nina als Teamerin dabei.  Bei dem 2°Campus verbindet sie ihre beiden Leidenschaften, die Arbeit mit Jugendlichen und den Klimaschutz. „Alle sind sehr motiviert und haben voll den Plan!“, freut sie sich über das Engagement der Teilnehmer. Auch Ivonne schätzt die Offenheit der Teilnehmergruppe, fand aber besonders die stillen Momente im Wald bedeutsam. Beide sind der Meinung, dass sie durch die Motivation der Teilnehmer *innen angeregt werden auch ihr eigenes Leben nachhaltiger zu gestalten: Sieben Monate lang hat Ivonne vegan gelebt, außerdem ihre Bank gewechselt und ihren Stromkonsum ein Jahr lang dokumentiert.

    Das Leitungsteam © WWF/ Arnold Morascher

     

    Wir haben schon in diesem ersten Block so viel zum Klimaschutz gelernt! Wir freuen uns schon sehr auf den zweiten Block in dem wir viel forschen werden. Bis dahin werden wir nachhaltiger leben und weiterhin unsere Mitmenschen von der Wichtigkeit des Klimaschutzes überzeugen!

Kommentare

5 Kommentare
  • Ivonne
    Ivonne Liebe Steffi, ja, wir schauen mal, inwiefern wir den Einführungsvortrag zur Verfügung stellen können. Ihr bekommt dann Bescheid hier über die WWF Jugend. LG Ivonne
    23. Apr. - 1 gefällt das
  • SteffiFr
    SteffiFr super, danke!
    23. Apr.
  • SteffiFr
    SteffiFr Hallo Ivonne, gibt es schon eine Entscheidung, ob und wo der EInführungsvortrag online gestellt wird?
    15. Mai
  • SophiaSp
    SophiaSp Liebe Steffi. Wir arbeiten gerade noch daran, den Vortrag entsprechend aufzuarbeiten. Wir geben hier noch einmal Bescheid, wann er online gehen wird.