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Warum wir die Koalas retten müssen - Die Australien-Reihe #1

  • Habt ihr euch eigentlich schon mal gefragt, wie es inzwischen in Australien aussieht? Und wieso denn Australien? Ja, genau, da hat es doch Anfang des Jahres gebrannt. Um genau zu sein, waren es katastrophale Buschbrände, die unglaublich verheerrende und zerstörerische Auswirkungen hatten. Aber wie sieht es denn jetzt aus, da drüben am anderen Ende unserer Welt? Wie geht es den Menschen und vor allen Dingen: wie geht es den Tieren und der Natur?

     

     

    Australien verbinden viele von uns möglicherweise zunächst mit der unglaublichen Vielfältigkeit der Natur, Koalas, Kängurus, den Great Barrier Reafs und einem einfach wunderschönen Land. Das Gegenteil davon zeigten uns die Bilder, die wir Anfang des Jahres zu Gesicht bekommen haben. Feuer, verbrannte oder brennende Wälder, Tiere die die schlimmsten Verbrennungen erleiden und Menschen die ihre Heimat verlassen müssen. 

    Als ich diese Bilder sah wollte ich vor allen Dingen eins: etwas tun. Ich machte mich drauf und dran, eine Aktion zum Thema "Australien" zu planen. Bei dieser Aktion, deren Planung ungefähr im Januar begann, lag es mir besonders am Herzen, dass sowohl alt als auch jung etwas mitnehmen konnten und lernen wie essenziell die Wälder für unser Leben auf der Erde sind. Aber mindestens genauso wichtig war es mir zu zeigen, dass jeder von uns etwas tun kann um das Überleben der Wälder zu unterstützten und dem Klimawandel ,wenn auch nur ein klein bisschen, entgegen zu wirken. 

    Seit Corona liegt die Planung meiner Aktion allerdings weitestgehend Flach, was ich natürlich sehr bedaure, da Corona nichts an der Situation in Australien ändert. Viele Menschen vergessen aber jetzt was sich dort zugetragen hat, und ich möchte das ändern. Mit meiner Australien-Reihe stelle ich euch Australien aus einem anderen Blickwinkel vor und nehme euch mit auf eine ganz besondere Reise durch das Tier-und Naturreich. Damit es nicht zu langweilig wird und nur das sturre lesen der Berichte wird, habe ich auch verschiedene Mitmach-Aktionen geplant, damit ihr selbst auch  aktiv und kreativ werden könnt. 

    In diesem ersten Bericht meiner Australien-Reihe möchte ich mich vorallem den Koalas widmen. Einst auch bekannt als die süßen Tierchen, mit den struppeligen Ohren, der niedlichen Nase und den Knopfaugen. Die Koalas waren auch schon vor dem Brand eine bedrohte Tierart, seit 1996 haben sie rund 60 % ihres Bestandes verloren. Das liegt unteranderem daran, dass man ihren Lebensraum, also die Eukalyptuswälder, zerstört. Dazu kommen noch Krankheiten, wie Chlamydien, die sich bei mit den Jahren unter der Tierart ausgebreitet haben und ebenso für einen Rückgang der Koalas gesorgt haben. 

    Der Brand sorgte noch einmal für eine ganz neue Dimension. Schätzungsweise sind ca. 8.400 Koalas bei den Bränden in New South Wales umgekommen. Die Känguru-Insel im Süden Australiens verlor 50 Prozent ihrer Koala-Population. Somit haben die Buschfeuer das Aussterben der Koalas um einiges beschleunigt. Der WWF-Australien geht davon aus, dass die Koalas in Ostaustralien in den nächsten 30 Jahren in freier Wildbahn komplett ausgestorben sein können. Keine struppeligen Öhrchen mehr, die auf Bäumen ihr Nickerchen machen. 

    Natürlich brauchte es während und nach den Bränden viele helfende Hände, die die vom Brand betroffenen Flächen nach verletzten Tieren absuchten. Viele Menschen haben sich freiwillig bereit erklärt, zu helfen. Da die aufgefundenen Tiere schlimme Verletzungen und Verbrennungen hatten, mussten sie erstmal wieder aufgepäppelt werden. Dafür gibt es zum Beispiel das Koala Hospital in New South Wales. In dem Koala-Hospital bekommen die Koalas medizinischen Hilfe. Die Mitarbeiter dort setzen sich besonders für den Bestand der Koalas ein und werden dabei richtig kreativ. Sie pflanzen Bäume, um den Koalas einen Teil Lebensraum zurück zugeben und machen viele schöne weitere Sachen.

    Und wenn ihr euch jetzt fragt, welchen Einfluss Corona auf die Aufräum-Arbeiten in Australien hat, ist das eine berechtigte Frage. Die Menschen arbeiten auch währen Corona an Hochtouren an dem Wiederaufbau der verbrannten Flächen. Die Freiwilligen Helfer, die aktuell mit Maske, nach Tieren die Fläche absuchen sind weiterhin fleißig. Mittlerweile wird sogar mit speziell trainierten Spürhunden gearbeitet, die den Helfer die Arbeit etwas erleichtern soll. Man muss dazu sagen, dass es wirklich sehr harte Arbeit ist und der Anblick der gefundenen Tiere manchmal unglaublich grausaum ist. Einige Tiere sind schon Tod, wenn man sie findet, und für diese Arbeit verdient jeder einzelne Helfer den größten Respekt.

     

    Wenn ihr euch jetzt denkt: Na gut, Koalas sind doch gefühlt so weit weg, ich habe doch hier in Deutschland überhaupt keinen Einfluss darauf ob sie Überleben werden oder nicht. Dann kann ich euch sagen: Doch, das habt ihr. Wir tragen alle einen Teil zur Klimaerwärmung bei. Wir merken inzwischen selbst hier in Deutschland, wie die Sommer ständig heißer werden. Letztes Jahr erst, hatten wir hier einen unglaublichen Hitzesommer. Und wer weiß, wie es dieses Jahr wird. Alles hängt zusammen, das Klima ist ein geschlossenes System. Also hat deine Einstellung der Umwelt gegenüber in der Tat auch einen Einfluss auf die andere Hälfte der Erde. 

    Du kannst deshalb auch ganz kreativ werden und dir viele schöne Dinge überlegen, wie du dich für die Umwelt einsetzten möchtest. Es gibt es unzählige Möglichkeiten. Du kannst weniger Plastik verwenden, aktiv werden und mitorganiseren, werde laut und zeig der Welt das deine Stimme für den Umweltschutz wichtig ist, oder Bäume pflanzen. Wichtig ist, dass egal was du tust, du es mit Überzeugung tust und weißt, dass du selbst wirklich etwas bewirken kannst. 

    Falls ihr noch einen kleinen Tipp benötigt, habe ich hier eine kleine Koala-Masken Vorlage für euch. Da wir aktuell ja alle viel Zeit zu Hause verbringen, könnte ihr die Maske vielleicht nutzen und sie gemeinsam mit euren Geschwistern basteln. Möglicherweise kommt da ja das ein oder andere Gespräch über die kleinen süßen Tierchen mit den struppeligen Ohren auf. 

    Wie bastelt ihr die Maske und was braucht ihr?

    Alles was ihr für das basteln für eine Maske braucht ist ein etwas dickeres Papier (so ähnlich wie Pappe), eine Schere zum ausschneiden der Maske, ein Gummiband und Buntstifte zum bemalen.

    -Zunächst einmal legt ihr die Vorlage auf euer Papier und zeichnet sie ab.

    -Dann könnt ihr eure neu entstandene Masken-Kreation nach Belieben ausmalen. 

    -Jetzt geht´s ans ausschneiden. Wenn ihr den Umriss der Maske ausgeschnitten habt müsst ihr in den Koala-Augen der Masken noch Löcher schneiden, damit ihr später durchschauen könnt. Außerdem braucht ihr noch zwei weitere Löcher unter den Koala-Ohren um den Gummi-Zug zu befestigen.

    -In diesem Schritt braucht ihr das Gummiband. Hier braucht ihr wahrscheinlich die Hilfe eurer Schwester oder eures Bruder (oder einer beliebigen anderen Person), die einmal die Breite eures Kopfes ausmisst bevor ihr das Gummi abschneidet. Das Gummi wird dann in den zwei Löchern befestigt und an den jeweiligen Enden zugeknotet. 

    -Es ist vollbracht! Fertig ist eure eigene Koala-Maske! 

    Ich wünsche euch ganz viel Spaß und Freude beim basteln und bis zum nächsten Mal! 

     

     

     

Kommentare

3 Kommentare
  • Cookie
    Cookie Vielen Dank liebe Lisa, dass Du uns dieses wichtige Thema noch mal in Erinnerung rufst, das durch Corona fast schon wieder in Vergessenheit geraten ist, und Deine supersüße Koala-Maske mit uns teilst! Australien hat das Virus ja schon ziemlich gut in...  mehr
    13. Juni - 2 gefällt das
  • SteffiFr
    SteffiFr Auch von mir ein Danke, dass du Australien und die Brände nochmal in den Blick nimmst, damit das Thema nicht in Vergessenheit gerät.
    Bei der Maske ist mir die Idee gekommen, dass man sich auch Stoffmasken mit Koala-Motiv machen könnte. Die aufwändige...  mehr
    15. Juni - 1 gefällt das
  • LillyLion
    LillyLion Ich bin begeistert von deiner Idee, liebe Steffi. Ich werde deine Idee in den kommenden Tagen mal in Tat umsetzten und in meinem nächsten Bericht davon dokumentieren.
    Hier noch der Link zu den...  mehr
    15. Juni