Berichte

Das war der Clean Up Walk 2021

  • Wir haben 258,5 kg Müll gesammelt und entsorgt, sind von Lutherstadt Wittenberg bis Köthen insgesamt eine Strecke von 73 km gewandert (und gepaddelt) und konnten schon jetzt eine Menge Spenden für das WWF Projektgebiet auf den Philippinen sammeln. Wir sind als Team zusammengewachsen und haben jede einzelne Hürde genommen und sämtliche Hindernisse (kaputte Luftpumpe, geplatzte Reifen und brechende Achsen, Sackgassen und Wasser) überwunden. Das war der Clean Up Walk 2021. Alle Tagesberichte sowie die Möglichkeiten zu spenden findet ihr hier.

    [Bildbeschreibung: Eine Foto-Collage aus 5 Fotos. Oben links guckt ein Hund in die Kamera, im Hintergrund werkeln Menschen an Müllsäcken herum. Oben rechts sitzen Menschen bei Sonnenuntergang an einem Steg am Wasser. Unten links sitzen Menschen auf einem Boot auf dem Wasser, halten Paddel in den Händen und lächeln in die Kamera. Unten in der Mitte steht eine Person in einen Container neben eine Graffity "Love!" und lächelt in die Kamera. Unten rechts ist ein kaputter Bollerwagen-Reifen zu sehen.]

    Auf den Müll ist immer Verlass

    Beim Clean Up Walken gibt es drei Arten von Müll: den Schweren und Großen, der schlecht zu transportieren ist; den Kleinen, der umso schädlicher für Natur und Umwelt, leider aber auch mühsam aufzusammeln ist; und es gibt den lustigen Müll, mit dem sich Müllsammeln fast wie eine Schatzsuche anfühlt. Auch dieses Jahr war von allem etwas dabei. Wir haben einige Auto-, Moped- und Fahrradreifen, eine Tischplatte und einen Teppich gefunden. Der Transport dieser Sachen, die definitiv nicht in die Natur gehören, haben unsere Bollerwagen ganz schön beansprucht. Wir haben unzählige Zigaretten, Zigarettenpackungen, Süßigkeitenverpackungen und Masken aufgesammelt. Und wir haben uns gefreut und gleichzeitig den Kopf geschüttelt über ein 2qm großes Bach-Stück, aus dem wir 100 Schnapsflaschen, einen Briefkasten und Silberbesteck gefischt haben. Außerdem dabei: amüsante Einkauflisten und Kassenbons, erstaunlich viele Kämme und kuriose Metallteile. Auch ein Schwangerschaftstest war dieses Jahr wieder dabei – diesmal aber nur die Verpackung.

    [Bildbeschreibung: Eine Foto-Collage aus 5 Fotos. Oben links ein Zettel, auf dem "Eier, Würstchen, Kindercola" steht. Unten links eine Tüte voller Zigarettenstummel. Rechts davon ein Elektro-Teil. Rechts davon eine Tischplatte, die eine Person auf dem Rücken trägt. Ganz rechts eine Person, die in einem Bach steht und einen Briefkasten hochhält.]

    Clean Up Walk goes Sachsen-Anhalt

    Der Clean Up Walk wird immer auch von der Region geformt, durch die wir laufen. So war dieser Walk abwechslungsreich und landschaftlich sowie stadthistorisch beeindruckend. Wir standen vor der berühmten Thesentür der Schlosskirche in Lutherstadt Wittenberg, haben das UNESCO-Biosphärenreservat Mittelelbe kennengelernt, die Elbwiesen bewundert und sind über die Wilde Mulde gelaufen, wir haben eine Weichholzaue erkundet und Müll im Dessau-Roßlauer Landschaftspark Georgium gesammelt. Außerdem führte uns unser Weg durch das spannende Dörflein Reppichau, in dem im 11. Jahrhundert der Sachsenspiegel geschrieben wurde. Und am Ende des Walks standen wir vor der Stadtkirche St. Jakob in Köthen und haben anschließend im Schloss Köthen übernachtet. Unsere Route war von Gegensätzen geprägt. Einerseits die Schönheit der Landschaft, andererseits die lauten Bundesstraßen, an deren Rand gelegentlich ein Rad- und Fußweg fehlte. Zum einen wunderschöne, alte Innenstädte und Bauernhäuser, zum anderen Leerstand und eine schwindende Bevölkerung.

    [Bildbeschreibung: Eine Foto-Collage aus 3 Bilder. Links eine Gruppe wie sie vor einer Kirchentür steht und in die Kamera lächelt. Vor der Gruppe steht ein mit Müllsäcken beladener Bollerwagen. Rechts oben eine Gruppe, wie sie vor einem Denkmal steht und in die Kamera lächelt. Rechts unten eine Gruppe, wie sie ein Ufer entlangläuft. Im Hintergrund die grüne Aue, die Elbe und der wolkige Himmel.]

    Das Glück der Mutigen

    Trotz super Vorbereitung und viel Unterstützung kann man manches eben doch nicht planen. Wie z.B., dass uns am zweiten Tag innerhalb von einer Stunde zwei Reifen platzen. Wir hatten zwar vier Ersatzreifen dabei, aber wäre es bei dieser Verlustrate geblieben, hätten wir unser Gepäck tragen müssen. Aber die Bollerwagen-Göttin war uns gnädig und wir sind mit zwei Ersatzreifen ins Ziel gekommen. Sie war uns auch gnädig am letzten Tag, als die vorderen Achsen unserer beiden großen Bollerwagen drohten den Geist aufzugeben. Mit der Unterstützung von ein, zwei Spannseilen sind auch sie ins Ziel gerollt. Und besonders Glück hatten wir mit dem Wetter. An einigen Tagen sind wir mit dem Prasseln des Regens aufgewacht und haben vor dem Aufbruch uns und unser Gepäck wasserdicht eingepackt. Aber an jedem dieser Tage hörte es fast unmittelbar auf zu regnen, sobald wir loszogen.

    [Bildbeschreibung: Eine Foto-Collage aus 3 Bildern. Links eine Person, wie sie einen Reifen hochhält und in die Kamera lacht. Auf dem Boden liegen acht weitere Reifen und eine Luftpumpe. In der Mitte eine Statue, die als Blumentopf dient und eine FFP2-Maske trägt. Ganz rechts eine Gruppe wie sie vor einem Haus steht und in die Kamera lächelt. Davor steht ein voll beladener Bollerwagen. Die Personen und das Gepäck sind regensicher verpackt.]

    Der Clean Up Walk wird nicht nur durch die Region geformt, sondern vor allem durch die Menschen. Wir haben auf unserem Weg so schönes Feedback bekommen und waren von dem Interesse der lokalen Presse überwältigt. Überall wurden wir mit so viel Gastfreundschaft empfangen, wie wir es uns nicht besser hätten wünschen können.
    Zeit, Danke zu sagen.

    Danke an das Orga-Team, die diesen Walk ein Jahr lang vorbereitet haben.
    Danke an den WWF und alle Menschen, die uns bei der Bewerbung, der Pressearbeit und der Materialbeschaffung unterstützt haben.
    Danke an die Menschen vor Ort, die uns in ihren Turnhallen, Gemeindehäusern und Veranstaltungszentren haben schlafen lassen.
    Danke an Tara und Heiko, die uns einen unvergesslichen Tag an und auf der Elbe beschert haben.
    Danke an alle lokalen Müllentsorger, die uns den Müll nach jeder Etappe oder sogar mal zwischendurch abgenommen haben.
    Danke an alle, die die Aktion verfolgt haben – ob über die Community, die Action Panda Seite, über Twitter, Instagram oder TikTok.
    Danke an alle Sponsor:innen und alle, die einfach so gespendet haben.
    Und danke an Anne, Maren, Basti, Johanna, Kathi, Luise, Wesley, Lukas, Maja, Lena und Lena.

    [Bildbeschreibung: Eine Foto-Collage aus drei Bildern. Links stehen drei Menschen mit dem Rücken zur Kamera Arm in Arm an einem Ufer und blicken auf den Fluss. Rechts unten steht eine Gruppe vor einem Sonnenblumenfeld. Rechts oben ein Gruppen-Selfie und im Hintergrund ein See.]

    Unsere Spendenaktion läuft noch bis zum 30. September. Wir sammeln Spenden für ein WWF-Projekt, in dessen Rahmen innovative Lösungsansätze gegen Plastikmüll im Meeresschutzgebiet von Davao (Philippinen) erarbeitet werden. Hier kannst du spenden bzw. den Link mit deinen Freunden teilen.

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    Der WWF Jugend Clean Up Walk

    im Stern.
    auf Zeit Online.
    in der MZ Dessau-Roßlau.
    noch mal in der MZ Dessau-Roßlau.
    in der MZ Köthen.
    auf RAN1.
    auf Twitter.

Kommentare

4 Kommentare
  • Jayfeather
    Jayfeather Es war soooo schön, lustig, abenteuerlich und abwechslungsreich mit euch! Ich bin schon hochmotiviert () den nächsten Walk zu organisieren!
  • Marcel
    Marcel So eine schöne Zusammenfassung! Und was ein Glück, dass es eine gnädige Bollerwagen-Göttin gibt!
  • Cookie
    Cookie Danke für den wundervollen Bericht liebe Lena! Es war mal wieder eine ganz besondere Zeit mit euch!
    1. Sep.
  • SteffiFr
    SteffiFr Cool, dass auch verschiedene Zeitungen über den Clean Up-Walk berichtet haben!