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13 Alltagstipps für den Umweltschutz - Einfach & Effektiv!

  • Umweltschutz ist aufwendig, zeitintensiv und praktisch schwer umsetzbar? Von wegen!

    Du musst nicht immer Dein ganzes Konsumverhalten umkrempeln oder völlig auf Plastik verzichten (wobei das natürlich wünschenswert wäre :)) - auch mit kleinen Entscheidungen im Alltag kannst Du einen großen Beitrag leisten.

    Heute stelle ich Dir 13 Tipps vor, die sich mühelos in den Alltag integrieren lassen und die jeder ganz leicht umsetzen kann:

    #1 Nudelwasser zum Pflanzengießen verwenden

    Du liebst Nudeln? Dann freut es Dich sicherlich, zu hören, dass Nudeln eine Fülle an Vitaminen und Mineralien enthalten. Aber wusstest Du, dass letztere nicht nur unserer eigenen Gesundheit, sondern auch der unserer Pflanzen zugutekommen? Deshalb: Nudelwasser nicht wegkippen, sondern zum Pflanzengießen verwenden. Dafür sollte das Nudelwasser aber möglichst ungesalzen und vorher auf lauwarme Temperaturen heruntergekühlt sein!

     

    #2 Getränke ohne Strohhalm bestellen

    Der Strohhalm in unserem Glas erfüllt zumeist eher einen ästhetischen als einen praktischen Nutzen. Daher lohnt es sich, bei der nächsten Bestellung ausdrücklich darauf hinzuweisen, dass Du keinen Strohhalm benötigst – auf diese Weise vermeidest Du unnötigen Plastikmüll.

     

    #3 Eis: Waffel statt Becher

    Zugegebenermaßen, über Geschmäcker lässt sich nicht streiten. Wenn Du aber zu denjenigen gehörst, die ihr Eis sowieso lieber in der Waffel essen, kannst Du dich freuen, weil Du im Gegensatz zu den „Becherfans“ weniger Plastikabfall produzierst, indem Du auf Becher und Löffel verzichtest. Falls Du hingegen Dein Eis am liebsten im Becher isst, halte die Augen offen nach Eisdielen, deren Becher nicht aus Plastik, sondern aus recyceltem Papier hergestellt sind. Notfalls kannst Du aber auch den Plastikbecher mit nach Hause nehmen, spülen und wiederverwenden – z. B. beim nächsten Eisdielenbesuch.

     

    #4 Kalenderrecycling

    Was machst Du mit abgelaufenen Kalenderseiten? Bloß nicht wegschmeißen! Denn je nach Größe und Art des Kalenders können die abgelaufenen Seiten noch auf vielfältige Weise genutzt werden: als Schmierpapier, als Postkarte und sogar als Bucheinband. Als Schüler/in kennst Du das Problem sicherlich: Zu Beginn eines jeden Schuljahres wirst Du aufgefordert, Deine Bücher einzubinden. Bevor Du jedoch ins nächste Geschäft fährst, um Plastikeinbände zu kaufen, kannst Du Dir auch selbst welche basteln. Nimm dazu einfach die Kalenderseiten, schneide sie zurecht, wickle sie um das Buch und klebe sie innen fest. Dein Kalenderseiten-Einband ist umweltfreundlich, maßgeschneidert und je nach Motiv sogar künstlerisch wertvoll :-)

     

    #5 Eigene Brotdose/Tüte mitnehmen

    Jedes Mal, wenn Du Deine eigene Brotdose zum Bäcker mitnimmst und ihn bittest, Dein Brot nicht in eine Extratüte zu packen, vermeidest Du unnötigen Abfall. Dasselbe gilt für das Mitbringen eigener wiederverwendbarer Einkaufstaschen.

     

    #6 Geschirr mehrmals verwenden

    Wo wir schon beim Thema Wiederverwendung sind: Etwas, das sich vielleicht eher weniger in einem noblen Restaurant, jedoch sehr gut bei einem lockeren Dorf-/Volksfest umsetzen lässt, ist die Mehrfachverwendung von Tellern und Besteck. Denn für eine zweite Portion Pommes muss nicht unbedingt auch ein zweiter Teller gespült werden, wenn der erste schon leer ist. Deshalb: den leeren Teller gerne mitbringen und den Verkäufer freundlich bitten, ihn wieder zu befüllen. Eventuell wirst Du für diese Aktion einige verwirrte Blicke ernten, aber lass Dich davon nicht abschrecken. Für die Umwelt lohnt es sich!

     

    #7 Holzfarben statt Textmarker

    Wenn Du beim Markieren von Texten genauso ineffizient bist wie ich, weil Du irgendwie aaalles wichtig findest und am Ende der gesamte Text mit Ausnahme der Binde- und Füllwörter markiert ist – dann verbrauchst Du monatlich vermutlich eine gewaltige Menge an Textmarkern! Leider sind diese auf Grund ihrer Kurzlebigkeit und dem Kunststoffgehäuse alles andere als umweltfreundlich. Zwar können die meisten Textmarker nachgefüllt werden, aber auch die Verpackung der Nachfüllfarben bestehen meistens aus Plastik. Eine Alternative wäre es daher, komplett auf Holzfarben umzusteigen. Diese halten zum einen länger, außerdem fällt weniger Plastikmüll an. Zugegebenermaßen sind sie nicht ganz so farbintensiv und leuchtend wie die neonfarbigen Marker und man muss beim Unterstreichen mehrmals nachfahren, aber sie sind auf jeden Fall weniger umweltbelastend. Wenn es Dir sehr schwer fällt, komplett auf Textmarker zu verzichten, dann probier doch mal diese grüne Alternative aus, bei der das Gehäuse zum überwiegenden Teil aus recyceltem Kunststoff besteht.

     

    #8 Tipp für Frauen: Tasse statt Tampons

    Es ist mal wieder diese eine Zeit im Monat… in der Du viel mehr Müll produzierst als sonst. Denn leider sind Tampons und Binden nicht wiederverwendbar – anders als die immer populärer werdende Menstruationstasse. Bei richtiger Pflege soll sie bis zu 15 Jahre halten und kann während dieser Zeit unzählige Male gewaschen und wiederverwendet werden, wodurch viel weniger Abfall entsteht. Eine Alternative, die aus umweltschutztechnischen Gründen auf jeden Fall lohnenswert ist! Dennoch darf und muss jeder für sich selbst entscheiden, ob er diese Alternative tatsächlich auch wahrnehmen möchte. Bei Bedarf kann auch der Frauenarzt über Vor- und Nachteile der Menstruationstasse beraten und informieren. Einen Erfahrungsbericht darüber kannst Du außerdem hier lesen.

     

    #9 Zeitungs- statt Geschenkpapier

     

    Geschenkpapier ist wunderschön – allerdings nur für ungefähr drei Sekunden, denn danach wird das Papier zerfetzt, zerrissen und – wer hätte es gedacht? – weggeschmissen. Dabei entstehen erhebliche Mengen an Abfall. Wesentlich umweltfreundlicher ist es daher, Deine Geschenke stattdessen in altes Zeitungspapier einzupacken. Je nach Art der Zeitung erhält das Geschenk dadurch zusätzlich noch einen persönlichen Touch. Wenn Du selbst das Geburtstagskind bist, kannst Du außerdem im Voraus Deinen Freunden schon mitteilen, dass Du Dich auch über unverpackte Geschenke freust oder ihnen den Tipp mit dem Zeitungspapier ans Herz legen.

     

    #10 Brot vom Vortag und Obst mit Schönheitsfehler

    In den meisten Fällen ist Brot, das vor einem Tag gebacken wurde, geschmacklich und qualitativ fast genauso hochwertig wie frisch gebackenes Brot. Essbar ist es auf jeden Fall, und trotzdem wird es nur von wenigen Menschen noch gekauft – mit dem Resultat, dass es schließlich im Mülleimer landet. Das muss nicht sein! Brot vom Vortag ist lecker und meistens nur halb so teuer wie das frische Produkt – kaufen lohnt sich also! Auch bei Obst mit „Schönheitsfehlern“ wie bspw. kleinen Dellen oder Unebenheiten in der Schale handelt es sich noch um gute, essbare Lebensmittel. Gerade für Suppen, Eintöpfe und Soßen eignen sich auch weniger schöne Obst- und Gemüseartikel, die ansonsten im Müll landen.

     

    #11 Tinte: Fass statt Patrone

    Als Schüler/in oder Student/in muss man viel schreiben. Dafür benötigt man im Laufe eines Semesters oder eines Schuljahrs gewaltige Mengen an Tinte, die in der Regel in Form von Patronen gekauft werden. Diese haben aber gleich zwei Nachteile: Zum einen sind sie oft füllfederspezifisch, d. h. eine Lamy-Patrone passt nicht in einen Pelikano. Außerdem entsteht durch den Kauf zahlreicher Tintenpatronen eine nicht unwesentliche Menge an Plastikmüll. Aus Umweltschutzgründen sollte man deshalb lieber Tinten in Glasfässern kaufen, mit denen eine einzelne Patrone viele Male nachgefüllt werden kann. Das geht zum Beispiel ganz einfach mit einer Pipette, die man einmal kauft und mehrmals zum Befüllen wiederverwendet.

     

    #12 Liefergemeinschaften bilden

    Fahrgemeinschaften sind ein bewährtes Mittel, um Transportkosten und Treibstoffverbrauch zu reduzieren. Aber hast Du schon mal an eine Liefergemeinschaft gedacht? Versuche möglichst, Onlinebestellungen vom gleichen Anbieter zeitsynchron durchzuführen, sodass die verschiedenen Artikel gemeinsam abgepackt und geliefert werden können. Auch kannst Du Dich vor Deiner Bestellung mit Freunden absprechen, die ebenfalls Artikel im Internet bestellen wollen. Auf diese Weise könnt ihr euch auf eine gemeinsame Lieferadresse einigen und die Produkte im Anschluss untereinander austauschen, sodass Transportweg eingespart werden kann.

     

    #13 Belege nicht drucken lassen

    Abschließend noch ein ganz einfacher Tipp: Bei vielen Automaten oder auch beim Ausleihen eines Buchs in der Bibliothek wirst Du oft gefragt, ob Du den jeweiligen Beleg drucken lassen möchtest. Am besten notierst Du Dir die relevanten Daten auf deinem Handy, sodass Du auf den Beleg verzichten kannst – somit sparst du ganz einfach Papier und Druckertinte.

     

    Du siehst, die Tipps sind wirklich nicht mit übermäßigem Aufwand verbunden - umso einfacher ist deshalb ihre Umsetzung! Teilt die obenstehenden Tipps ruhig mit Leuten, die gerne das Argument der Zeit, der Kosten oder des Aufwands als Grund fürs Nicht-Handeln anführen.

    Du hast noch weitere, leicht umsetzbare Tipps? Dann schreib sie gerne unten in die Kommentare! 

     

    Bildnachweis:

    https://pixabay.com/de/hände-erdkugel-erde-weltkugel-1222866/

    https://pixabay.com/de/nudeln-kochen-kochwasser-2733636/

    https://pixabay.com/de/eisbecher-eis-sommer-nachspeise-1736465/

    https://pixabay.com/de/news-tageszeitung-presse-1172463/

    https://pixabay.com/de/schreibtisch-tinte-bildung-papier-1869579/

Kommentare

8 Kommentare
  • TobiS
    TobiS Das mit dem Salzwasser hat mich jetzt doch genauer interessiert. Ich würde beim Kochen mit Salzwasser bleiben, da es energieeffizient sei und den Geschmack der Nudel "konserviert": https://www.wissen.de/warum-salzt-man-das-wasser-beim-kochen-von-nudeln
  • shapinghorizons
    shapinghorizons Okay, vielen Dank für die Recherche :)
    Zum Glück kann man auch mit salzhaltigem Nudelwasser noch was anfangen, zB als Putzmittel, als Grundlage für Soßen und Suppen oder als Zutat im Pizza- und Brotteig: http://www.geniale-tricks.com/zu-gut-fuer-den-ausguss/
    1. Nov.
  • Madamsel
    Madamsel Wenn man nicht auf das Salzwasser verzichten will, dann könnte man sich beim nächsten Wattenmeerbesuch ja ein Pflanzenart aus der Salzwiese mitnehmen, die sind ja an Salzwasser angepasst ;-) So ein Strandflieder oder eine Seeaster sieht ja auch sehr hübsc...  mehr
  • SteffiFr
    SteffiFr @Madamsel gute Idee ;-)

    Meinen Pflanzen hat es bis jetzt eigentlich nicht geschadet, mit Kartoffel- etc.-Wasser gegossen zu werden. Bei mir ist aber auch nicht so wahnsinnig viel Salz drin, und ich wechsel ab, mal bekommen die einen das Kochwasser, dann ...  mehr