Berichte

Klimawandel? - ja sagt mir was und jetzt?

  • Artensterben, schmelzende Gletscher, Dürren, Waldbrände,... - die Folgen des Klimawandels sind in den Medien allgegenwärtig. Kaum ein Tag vergeht, an dem wir nicht mit dem Thema konfrontiert werden. Spätestens seit Greta Thunberg die Fridays for Future - Bewegung ins Leben gerufen hat, scheint das Thema in der Mitte der Gesellschaft angekommen zu sein und sollte präsent genug sein um den Lebensstil von Jugendlichen tiefgreifend zu beeinflussen. Freitag für Freitag gehen junge Menschen für eine lebenswerte Zukunft aud die Straße und die Grünen haben bei der Europawahl deutlich an Stimmen zugelegt. Allerdings nehmen auch Zweifel und Kritik zu. Nicht wenig Menschen glauben, dass der Klimawandel künstlich hochgesspielt wird.

    In meiner Umfrage unter Jugendlichen im Kreis Ludwigsburg ( Baden-Württemberg) wollte ich herausfinden, was Menschen in meinem Alter über den Klimawandel denken und ob sie der Meinung sind, durch Veränderungen in ihrem Lebensstil selbst Verantwortung übernehmen zu können oder ob ihr Engagement für den Klimaschutz nach dem wöchentlichen Besuch der FFF-Demos aufhört.

    In einem Punkt waren sich fast alle einig. Neun von den zehn Befragten sind überzeugt, dass der Mensch mitverantwortlich für den Klimawandel ist. Doch bei anderen Fragen gingen die Antworten sehr weit auseinander: Während beinahe die Hälfte der Befragten angibt, auf ihren ökologischen Fußabdruck zu achten, haben andere noch nie von diesem Begriff gehört. Drei der Befragten sagen, sie würden ja prinzipiell gerne darauf achten, aber im Alltag gerieten gute Vorsätze leider doch immer wieder schnell in Vergessenheit.

    Spannend finde ich vor allem die Antworten auf meine dritte Frage: Wie versuchst du in deinem Alltag deinen ökologischen Fußabdruck niedrig zu halten? Eine Person gibt an sie verwende Recycling-Papier. Drei der befragten versuchen regionale sowie Bioprodukte zu kaufen und vier achten auf ihren Fleischkonsum, darunter sind zwei Vegetarier. Die meisten fahren viel Fahrrad und sind häufig mit den Öffis unterwegs. Doch das liegt nicht zulezt daran, dass sie größtenteils noch keinen Führerschein haben. Während nur eine von den zehn Befragten angibt auf ihren Stromverbrauch zu achten und aus Klimaschutzgründen prinzipiell nicht zu fliegen, versucht über die Hälfte der Personen unnötigen Plastikmüll zu vermeiden. Immerhin ein knappes Drittel kauft Second-Hand Kleidung.

    Nur eine Person hält Fridays for Future - Teilnehmer für Schulschwänzer, der Rest steht absolut hinter der Bewegung, allerdings hat keiner der Befragten bisher an einer Demo teilgenommen. Alle finden es wichtig, dass sich Jugendliche politisch engagieren, da es sich hier um unsere Zukunft handelt.

    Außerdem sagte eine der Befragten, dass Fridays for Future die persöhnliche Auseinandersetzung mit dem Thema Umweltschutz und Klimawandel fördert und somit sehr viel bewirken kann. Eine weitere findet, dass es nicht reicht auf die Demos zu gehen. Um wirklich etwas bewirken zu können und in diesem Punkt gebe ich ihr völlig Recht, muss man auch in seinem Alltag die Umwelt schützen.

    Zuletzt wollte ich wissen, ob die Befragten Vorschläge hätten was die Politik verändern sollte bzw. was gesellschaftlich geregelt werden sollte, damt wir das 2° Ziel noch erreichen. Nur ein einziger war der Meinung, dass die Politik aufhören müsse so einen Hype um den Klimawandelzu machen, da dieser nicht menschengemacht sei. Zwei fiel nichts auf diese Frage ein. Der Rest nannte Punkte wie den Braunkohleausstieg, ein besseres Netz der öffentlichen Verkehrsmittel, sowie günstigere Tickets. Außerdem schlug eine der Vegetarier vor, dass der Fleischpreis erhoben wird um so den allgemeinen Fleischkonsum zu senken, da Fleisch im Bereich der Ernährung den größten Fußabdruck erzeugt. Dieselbe Befragte meinte man brauche teurere Flugpreise um den Flugverkehr zu senken und generell unattraktiv zu machen. Außerdem forderten sie grundsätzlich weniger Plastikverpackungen, da der Konsument teilweiße gezwungen ist Plastik zu kaufen, wenn er nicht auf bestimmte Produkte wie Gummibärchen verzichten möchte. Sechs der Befragten behaupten der Einzelne könne nicht viel unternehmen und der Klimawandel läge in der Hand der Politik und der Wirtschaft und somit seien sie es die ihre Prioritäten neu setzen müssten und nicht der Konsument. Drei Weitere waren dagegen der Meinung, dass jeder Einzelne sein Konsumverhalten überdenken sollte und seinen Beitrag leisten muss um unser gemeinsames Ziel zu erreichen.

    Auch wenn ich nur Zehn Leute befragt habe, habe ich jetzt einen kleinen Einblick von der Einstellung der Jugendlichen meiner Region bekommen und hoffentlich auch einen Teil der Befragten zum nachdenken angeregt. Macht ihr euch doch auch mal Gedanken über euer Konsumverhalten und euren ökologischen Fußabdruck und beantwortet meine unten aufgelisteten Fragen für euch selbst. Ich bin mir sicher ihr engagiert euch alle auf irgendeine Weiße für den Klimaschutz, aber es geht immer mehr!!!

     

    1. Achtest du auf deinen ökologischen Fußabdruck?

    2.Wie versuchst du in deinem Alltag deinen ökologischen Fußabdruck niedrig zu halten?

    3. Wie stehst du zu FFF?

Kommentare

1 Kommentar
  • Marcel und LeaJosepha gefällt das
  • SteffiFr
    SteffiFr interessanter Beitrag!
    Die Idee, die Preise für Fleisch zu erhöhen, finde ich gut, ebenso Flüge teurer zu machen.
    Und auch wenn es "nur" 10 Leute waren, die du befragt hast - sie geben doch gute Ideen und Tipps, danke dass du sie mit uns geteilt hast.
    28. Juni