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Zukunft des Luftverkehrs

  • Der Luftverkehr stellt eine Branche dar, für die der Verzicht auf fossile Brennstoffe sehr schwer bis unmöglich ist. Die Klimawirkung des Luftverkehrs beträgt nahezu 5%, Tendenz steigend, da die Branche ein jährliches Wachstum um ca. 4% verzeichnet. Obwohl sich bei Flugzeugen in den letzten Jahren viel getan hat, und die Maschinen im Vergleich zum Stand der Technik 1995 bis zu 30% weniger Schadstoffe verursachen, ist ihr Ausstoß trotzdem ein wesentlicher Faktor.

    Um das 2°-Ziel, mit dessen Hilfe die Klimaerwärmung auf 2° beschränkt werden soll, einzuhalten, müssen wir bis 2050 die Treibhausgasemissionen auf 0 senken, danach sogar rückläufige Werte erzielen.

    Das bedeutet, dass auch der Luftverkehr bis 2050 emissionsfrei sein muss. Natürlich ist es ratsam, das Fliegen auf das nötigste zu beschränken, jedoch ist der Luftverkehr aus unserem Leben nicht wegzudenken. Daher möchte ich einige Ideen vorstellen, die dabei helfen können.

    Zunächst einmal lassen sich Landflüge durch ein Hyperloop-Projekt, wie es in den USA geplant ist, ersetzen. Das Projekt stellt eine Magnetschwebebahn dar, die in einer Vakuum-Röhre nahezu ohne Luftwiederstand verkehrt. Dies soll Geschwindigkeiten von über 1000 km/h ermöglichen. Dabei soll die Bahn von an der Röhre angebrachten Solarzellen betrieben werden. So kann man emissionsfrei Überlandflüge ersetzen.

    Eine weitere Möglichkeit stellt ein sich derzeit in Forschung befindliches Projekt, genannt Power-2-X dar. Dabei wird aus Treibhausgasen, die bei deren Entstehung gesammelt wurden, wieder neues Öl erzeugt. Mit diesem Projekt ließe sich der Luftverkehr emissionsfrei gestalten, obwohl es beträchtliche Nachteile gegenüber herkömmlichen fossilen Brennstoffen bietet: zum einen ist es teurer, zum anderen geht schon bei der Erzeugung neuen Rohöls Energie verloren.

    Des Weiteren gibt es die Idee, Flugzeugtriebwerke mit Wasserstoff zu betreiben. Dabei soll in modifizierte Triebwerke einfach Wasserstoff statt Kerosin eingespritzt werden. An diesem Projekt arbeiten unter Anderem mehrere europäische Firmen, wie zum Beispiel EADS Airbus. Probleme dabei sind zum Beispiel, dass Wasserstoff bezogen auf Gewicht zwar eine Dreimal höhere Energiedichte besitzt, Wasserstoff jedoch bei gleichem Energiegehalt 4-mal mehr Platz benötigt als Kerosin. Außerdem muss Wasserstoff in seiner flüssigen Form, gekühlt auf -253°C, transportiert werden, da es in seiner Gasform noch mehr Platz benötigen würde.

     

    Quellen:

    EADS Airbus

    Wikipedia

    Bund e.V.

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