Berichte

Das Wesen der Tiger

  • In Geschichten wird der Tiger noch mehr als der Löwe gefürchtet. Der Tiger sei ein schreckliches und maßlos blutgieriges Geschöpf, das gleich einer bösen Gottheit durch sein Territorium schleicht den Menschen angreift und selbst vor Nashörnern und Elefanten nicht zurückschreckt.
    In vielen Erzählungen herrscht er über große Gebiete und terrorisiert dessen Bewohner, raubt Kinder und mordet Jäger, ohne dass der Tiger selbst gestellt werden kann.
    Ja, das sind alte Geschichten und ja, sie haben in ihrem Kern nichts mit der Realität zu tun, sondern spiegeln nur eine unbegründete Angstvorstellung der Menschheit wieder.


    Tiger und Mensch

    Den Tigern wohnt eine tief eingewachsene Scheu vor dem Menschen inne. Und der Tiger meidet noch mehr als der Löwe den Kontakt zu uns. Selten sucht er den offenen Angriff mit einem Wilderer, der ihm gerade eine Kugel in den Leib schoss, sondern er versucht sich trotz Angriff und Schmerzen zu verbergen.
    Spürt der Wilderer den verletzten Tiger allerdings in seiner Deckung auf, beginnt für den Wilderer ein selbstmörderisches Unterfangen. Denn dort in seinem Versteck, wird der von Schmerzen gepeinigte, verstörte und um sein Leben kämpfende Tiger zu einem fürchterlichen Gegner.


    Seine Katzennatur

    Der Tiger ist eine echte Katze – auch der Sibirische Tiger mit einer Rumpflänge von bis zu drei Metern. Seine Stärke liegt im Überfall aus dem Hinterhalt, was ganz seiner Katzennatur entspricht, und nicht einer Mordgier zuzuschreiben ist. Wie die Katze ist er in gewisser Weise träge und diese Trägheit lässt ihn auch jedem Kampf mit wehrhaften Gegnern ausweichen. Am liebsten speist er Wildschweine und Kleinhirsche, verschmäht aber auch Eidechsen, Frösche und Fische nicht.
    Der Tiger ist der heimliche, nächtliche Einzelgänger und Laurer. Er meidet selbst in der Nacht das Überqueren offener Landschaften und ist immer auf Deckung bedacht, sei es im hohen Gras oder dichten Unterholz. Bei den Routen durch sein weitläufiges Revier orientiert er sich an den Spuren von anderem Wild. Er lässt sich von seinem ausgezeichneten Gehör- und Tastsinn leiten. Augen und Nase spielen eine untergeordnete Rolle. Er liebt ein ausgiebiges und kühles Bad und bevorzugt feuchte und schattige Schlupfwinkel. Im Unterschied zur gewöhnlichen Katze klettert er schlecht und schwimmt dafür um so besser.


    Seine Blutgier

    Der Tiger ist definitiv nicht das blutrünstige Wesen, das in vielen Geschichten tradiert wird. Was seine Blutgier anbelangt, so übertrifft ihn jeder auch noch so kleine Marder in europäischen Wäldern. Denn Marder töten oft mehrere Tiere als sie am Ende verzehren können. Tiger dagegen fressen ihre geschlagene Beute bis auf den letzten Rest, ehe sie sich wieder auf die Jagd machen. Tagelang kann sich der Tiger von einem Riss ernähren. Meist bleibt er in der Nähe der Beute und frisst das Fleisch auch noch, wenn es längst fault und stinkt. Yummy!


    Die Tiger sind vom Aussterben bedroht. Weltweit müssen die Menschen begreifen, dass die Tiger unsere Hilfe und Unterstützung und weder unsere Furcht noch unser Jagdgier brauchen.
     

Kommentare

4 Kommentare
  • Gluehwuermchen
    Gluehwuermchen Immer wieder beeindruckend ! :-)
    14. August 2010
  • MaRgIt
    MaRgIt ich finde tiger sind faszinierend
    und den wilderern gehört es nicht anders!!!
    14. August 2010
  • Morgan
    Morgan In der Grundschule wurde ich einmal voll von der Lehrerin angemotzt weil ich bei einer "Vorlesestunde"(Es ging um eine Geschichte mit einem kleinen Jungen,der den Tiger jagt,der seinen Vater umgebracht hatte) reingebrüllt hab,das der tiger sowas nicht mac...  mehr
    15. August 2010
  • MaRgIt
    MaRgIt @morgan: ich glaube ich habe das buch auch schon gelesen oder die handlung ist nur sehr ähnlich
    22. August 2010