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Erfolgreiche WWF-Jugend "Die-In" Aktion in Berlin

  • Ihr sucht nach einer effektiven und zugleich leicht zu organisierenden Möglichkeit, für mehr Klimaschutz zu kämpfen? Dann versucht es doch mit einem "Die-In"! Dabei handelt es sich um eine Form des friedlichen zivilen Protests, bei der eine beliebig große (oder kleine) Gruppe an Menschen sich flashmobartig auf ein abgesprochenes Signal hin wie tot zu Boden fallen lässt. Es bietet sich an, dass eine oder mehrere Mitglieder der Gruppe stehen bleiben und ein kurze Rede halten beziehungsweise Flyer verteilen, um die Aktion zu erklären. Mit einem "Die-In" macht man auf die gravierenden, tödlichen Konsequenzen des Klimawandels aufmerksam und hinterlässt bei den Passanten einen bleibenden Eindruck. Der Vorteil diese Aktionsform, die einigen womöglich bereits von Extinction Rebellion oder "Jugend im Parlament" bekannt ist: sie ist schnell und spontan auf die Beine zu stellen und ist dennoch aufmerksamkeitserregend. Dabei gilt natürlich je mehr Menschen teilnehmen, desto eindrucksvoller die Aktion. 

    Wir haben so einen "Die-In" vergangenen Samstag mal in Berlin ausprobiert und waren mit dem Verlauf der Aktion extrem zufrieden! Gegen 13 Uhr trafen wir uns zu neunt vor dem Brandenburger Tor, um dort spontan zu entscheiden, welche Orte sich am Besten eignen. Den ersten Durchgang starteten wir vor dem Reichstagsgebäude. Wir legten drei WWF-Jugend Banner auf den Boden, um den Bereich zu markieren, in dem wir "sterben" würden, testeten das Megaphon (mit kleinem Schockmoment, als es zunächst nicht anspringen wollte) und verteilten uns schließlich äußerst unauffällig in der Gegend. Dann rief einer von uns die Jahreszahlen ab 2019 durch das Megaphon, während wir anderen allmählich näher kamen und mitriefen. Bei 2035 waren wir alle in dem markierten Bereich angekommen und ließen uns zu Boden fallen. Um der Aktion noch eine weitere persönliche Note zu verleihen, hatten wir uns außerdem das Eisbärenkostüm des WWF ausgeliehen, sodass der "Eisbär" stellvertretend für seine Artgenossen und alle anderen bedrohten Arten mit uns protestieren konnte :)

    Die Resonanz war ganz überwiegend positiv und viele der Umstehenden machten Foto- oder Videoaufnahmen mit ihren Handys, unterhielten sich mit uns und nahmen einen der Flyer (Aufruf zum Klimastreik am 20.09) mit.  Da wir mit dem Verlauf der Aktion zufrieden waren, wiederholten wir den "Die-In" noch drei weitere Male an verschiedenen Orten: am Potsdamer Platz, im Monbijoupark und zuletzt auch vor dem Berliner Dom. Ganz besonders erfolgreich war dabei tatsächlich der letzte Durchlauf, da er bei weitem am meisten Aufmerksamkeit erregte und besonders viele Passanten nicht nur stehen blieben, sondern sogar Gespräche mit uns begannen und sich dabei überwiegend sehr positiv und offen zeigten, selbst wenn einige ursprünglich eher kritisch eingestellt waren.

    Um es auf den Punkt zu bringen, möchte ich betonen, dass unsere Erfahrungen am Samstag gezeigt haben, was für ein vielversprechendes Format der "Die-In"  auch für zukünftige Veranstaltungen der WWF-Jugend, womöglich sogar in Kooperation mit weiteren Umweltschutzorganisationen, ist!
    Wir planen jedenfalls schon den nächsten - seid ihr dabei?

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