Berichte

Ergebnisse der diesjährigen 2°Campus Gebäude-Gruppe

  • Quelle: Arnold Morascher/WWF

    Unsere Forschungsfrage lautete: "Wie entwickeln wir aus einem Bestandsquartier ein Nullemissionsquartier mit nachhaltiger Ressourcennutzung?"

    Mehr zu unserer Forschungsfrage und unserer Arbeit beim ersten Block, lest ihr hier.

    Im zweiten Block haben wir an der Universität Wuppertal zusammen mit unserem Juniormentor Max und unseren wissenschaftlichen Mentoren Prof. Dr. Karsten Voss und Susanne Hendel (ein spannendes Interview mit Susanne Hendel lest ihr hier) dann intensiv an der Beantwortung unserer Forschungsfrage gearbeitet.

    Als erstes haben wir unsere selbst ausgewählten Quartiere am Computer rekonstruiert. Dafür haben wir unsere gesammelten Daten in das Programm DECA (District Energy Concept Adviser) übertragen. Danach konnten wir verschiedene Szenarien simulieren. Das Programm hat uns jeweils den Endenergiebedarf [in kWh/m²] und die CO2-Emission [in kg/m²] ausgegeben.

    Zum einen haben wir verschiede Dämmstandarts ausprobiert. Zum anderen haben wir es mit verschiedenen Lüftungssystemen probiert. Dann haben wir die Wärmeversorgung variiert. Außerdem haben wir die Stromverbraucher im Gebäude auf den energieeffizientesten Standart gebracht.

    Durch die Kombination der besten Varianten, ist es uns schlussendlich gelungen Null-Emissionsquartiere zu erstellen.

     

    Quelle: Arnold Morascher/WWF

    Eigentlich hätten wir unsere Forschungsarbeit an dieser Stelle beenden können, doch unsere Forschungsfrage enthielt auch noch den Zusatz, dass wir unser Ziel mit "nachhaltiger Resourcennutzung" erreichen wollen. Wir haben allerdings mit Biomasse geheizt. Um unsere fünf Quartiere mit Biomasse zu heizen, müsste man alle zwei Jahre den kompletten Berliner Tiergarten abholzen. Biomasse macht sich zwar gut in der CO2-Bilanz, ist im Endeffekt aber nicht sehr nachhaltig.

    Damit das verhindert wird, haben wir das Solarpotenzial in unseren Quartieren voll ausgenutzt und konnten dann mit Strom heizen. Bei zwei Quartieren haben wir sogar ein kleines Kraftwerk geschaffen, die mehr Strom produzieren, als sie verbrauchen. Diesen überschüssigen Strom könnte man dann für das Laden des eigenen Elekroautos nutzen.

    Wir treffen aber neben der Biomasse auch noch auf andere Probleme.

    Zum einen haben wir dort den Störfaktor Bevölkerung, wie wir es so schön genannt haben. Es handelt sich eben nicht um Maßnahmen von oben, sondern um Maßnahmen von unten. Damit verbunden sind natürlich auch finanzielle Probleme. Eine Haussanierung kostet nämlich nicht wenig.

    Als Fazit können wir sagen: Es ist uns gelungen durch theoretisch umsetzbare Möglichkeiten Nullemissions-Quartiere zu erstellen und somit unser Klima zu schützen.

    Nun liegt es an uns dies auch praktisch umzusetzen!

     

     

    Die PowerPoint-Präsentation mit allen unseren Forschungsergebnissen findet ihr hier.

    Quelle: Arnold Morascher/WWF

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