Berichte

Ein Wochenende.Sieben Hindernisse.Zwölf Umweltaktivisten.Teil1

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    ©Lukas Ullrich / WWF

    Noch Tage vor dem Projekt ahnte noch keiner, mit welcher Energie und mit wie viel Mut wir diesen Ort verlassen würden. Ein Ort inmitten der Natur, weit entfernt vom stressumgebenen Stadtleben. Ein entscheidender Faktor, der jeden einzelnen von uns Teil dieser magischen Welt werden ließ. Wir befinden uns in Berlin, genauer gesagt im Wannseeforum am Pohlesee. Es geht um den earthovershootday, auf deutsch Welterschöpfungstag. Mehr war uns nicht bekannt. 

    ©Lukas Ullrich / WWF

    Das Wochenende wurde in Form eines Parcours aufgebaut und wir mussten je nach Hindernis eine Aufgabe meistern.

    Voller Aufregung startete wir mit dem ersten Hindernis. Die Beziehung zur Natur. Eine Traumreise sollte erst der Anfang durch die grenzenlose Fantasiewelt sein.

    ©Lukas Ullrich / WWF

    In einer ruhigen Atmosphäre, überwältigt von unseren eigenen Gedanken und Momenten, in denen wir uns grenzenlos fühlten, ging es am nächsten Tag auch schon weiter mit der zweiten Herausforderung. Bewusstsein für die Welt. Umweltschutz? Klar doch! Aber inwieweit setzten wir unsere Kraft für die Erhaltung der natürlichen Diversität ein oder ab wann ist es eigentlich in Ordnung Fleisch zu essen. Fragen über Fragen und an dieser Stelle ist anzumerken, dass auch Umweltaktivisten sich diesen so wichtigen Fragen stellen sollten. Dies stärkt nicht nur die Verbundenheit zur Natur, sondern regt uns zum nachdenken an.

    ©Lukas Ullrich / WWF

    Das dritte Hindernis weckte all unsere verschlafenen Sinne auf und wir bewerkstelligten einen Parcours rund um das Wannseeforum. Ein Lauf mit vielen Aufgaben, die nicht nur unsere sportliche Leistungen, sondern auch unsere grauen Gehirnzellen ziemlich herausforderten. 

    ©Lukas Ullrich / WWF

    Nach dem Mittagessen dröhnte plötzlich ein lautes Piepen, Maskierte führten uns durchs ganze Gebäude und schon befanden wir uns in einem dunklen Raum, schwach durchleutet mit einer Lampe in der linken hinteren Ecke. Ab sofort waren wir eingesperrt und alles, was wir machen konnten, war abwarten. Aber auf was? Als wir uns diese Frage stellten, dröhnte auch schon eine roboterartige Stimme. Humanis. Wir befinden uns in einem Bunker, es gibt keine Überlebenden außer uns. Wie gehen wir vor? Was nehmen wir mit? Jetzt gab es für uns nur noch einen Ausweg. Wir mussten im Team zusammenarbeiten, konkrete Lösungsansätze ausdenken und systematisch vorgehen. Wir wählten den demokratischen Weg und handelten nach der Mehrheit. Dies sollte ausschlaggebend für unsere erfolgreiche Beendigung des vierten  Experiments sein. So einigen von uns machte es zu schaffen, wie zerstört die Welt in Zukunft durch das menschliche Handeln sein könnte. Wir sind womöglich die letzte Generation, die noch etwas bewirken kann. Die letzte Hoffnung, unseren Kindern und Enkelkindern eine saubere, lebenswerte Umwelt zu hinterlassen.

    ©Lukas Ullrich / WWF

    Voller Demütigung, aber gleichzeitig auch Motivation zur Veränderung ging es in die fünfte Runde. Interesse an der Welt. Bis jetzt haben wir schon relativ viel über uns selbst und die Umwelt kennengelernt, aber wie sehen das eigentlich Menschen, die genau in diesen Bereichen tätig sind. Um Antworten zu finden, tauschten wir uns mit Experten aus allen jeglichen Bereichen die auf irgendeiner Weise mit Umwelt zu tun, haben aus.

    Mit wirklich unterschiedlichen Denkanstößen folgte die nächste Aufgabe. Die Begegnung mit der Natur. Einfach mal durch das feuchte Gras laufen, dem Zwitschern der Vögel lauschen, den Blick über den Nebel bedeckten See schweifen lassen und dabei alle Gedanken für einen kurzen Moment beiseite lassen. Eigentlich relativ einfach und entspannend, aber wir sind in unserem Alltag meist so beschäftigt, dass wir uns für die wirklich wichtigen Dinge im Leben oftmals zu wenig Zeit nehmen oder sogar ganz auslassen.

    ©Lukas Ullrich / WWF

    Ein Virtual Reality Erlebnis durch die Tierwelt im Ozean oder als Astronaut im Weltall waren ein sechstes atemberaubendes Abenteuer durch Orte, die noch so unbegreiflich schienen und ein letztes Naturerlebnis, bevor wir uns mit dem Fortlaufen der Aktion beschäftigten. 

    ©Lukas Ullrich / WWF

    In Kleingruppen haben wir uns schlussendlich mit der Ausarbeitung verschiedener Themen, darunter nachhaltige Mode, Green Washing oder Plastik im Meer, auseinandergesetzt und haben unsere Gedanken mit allen anderen geteilt und ausdiskutiert.

    Schon bald werden neun Youtuber mit neun Videos auf diese wichtigen und nahezu unverzichtbaren Gesprächsthemen aufmerksam machen und junge Menschen dazu anregen, nachhaltig und bewusst zu leben. Wir sind alle gespannt, wie sich dieses Projekt in den folgenden ein, zwei Jahren entwickeln wird. Die Kampagne dieses Projektes startet mit dem ersten Video am Earthovershootday diesen Jahres und endet im nächsten Jahr an diesem Tag.

    Solange wir mutig genug sind an das zu glauben, was uns wirklich wichtig ist, dann wird es sich lohnen zu kämpfen. Ein friedvoller Kampf für uns selbst, die Natur und alle Lebewesen, die Teil dieser faszinierenden Welt sind. -Nisa Cekmeci 

     

Kommentare

6 Kommentare
  • FranziL
    FranziL Klingt spannend :) Was für ein Projekt war das denn, was ihr dort an dem Wochenende gemacht habt?
    14. Juni
  • TinaWWF
    TinaWWF Wir starten am 1.8. unsere YouTuber Kampagne #EarthOverShootDay. Nisa wird vielleicht dazu im zweiten Teil ihres Berichts mehr erzählen....
  • FranziL
    FranziL Und das Wochenende war zur Vorbereitung auf die Kampagne gedacht, oder?
    14. Juni
  • TinaWWF
    TinaWWF Genau. Die Jugendlichen beim Workshop haben die Themen gefunden, die jetzt die neun YouTuber bearbeiten. Das erste Video dazu wird am 1.8. veröffentlicht :)