Berichte

Tigerkonferenz auf Bali.

  • Auf der indonesischen Insel Bali haben sich die dreizehn Regierungsvertreter der Tiger-Verbreitungsstaaten zusammengefunden, um das Fundament für einen erfolgreichen Tigergipfel im September diesen Jahres zu legen. Dort soll dann der globale, internationale Rettungsplan für die letzten 3200 freilebenden Tiger initiiert werden.

    alt In Bali haben die dreizehn Staaten ihre individuellen nationalen Pläne für den Schutz des Tigers vorgestellt. „Es ist erforderlich, dass die Schutzbemühungen für den Tiger über Nationalstaatsgrenzen hinweg koordiniert und zugleich regional angegangen werden“, sagt Volker Homes, Leiter WWF Artenschutz und TRAFFIC.

    "Nachdem die Länder ihre Bereitschaft zum Schutz der Raubkatzen geäußert haben, hängt die Umsetzung der Pläne nun von der finanziellen Unterstützung der internationalen Gemeinschaft und den Tigerstaaten selbst ab", so Michael Baltzer, Chef des internationalen WWF Tigerprogramms.

     

    Für die Implementierung der dreizehn nationalen Aktionspläne sind umgerechnet 280 Millionen Euro eingeplant. Die Pläne beinhalten folgende Punkte zur Rettung des Tigers:

    » Die Vereinbarung, dass Tiger ein Schlüssel zu gesunden Ökosystemen sind.                      

    » Die Bemühungen zum Schutz des Tigers unterliegen zwar nationaler Verantwortung, aber 'finanzielle und technische Unterstützung der Gemeinschaft' ist nach wie vor notwendig, um wildlebende Tiger zu retten.

    » Die 13 Regierungen werden Probleme, die Grenzen überschreiten, zusammen bearbeiten. Dazu gehört die uneingeschränkte Bewegung der Tiger über Staatsgrenzen hinweg, ebenso wie die Durchführung der Verbindung von einzelnen Lebensräumen.

    » Zunehmende Bemühungen Wilderei und illegalen Artenhandel zu unterbinden, welche die größte Ursache des Tigersterbens darstellen.

    » Die Identifikation und der Schutz von wichtigen Tigerlebensräumen.

    » Den Schutz der Tiger durch systematische Patrouillen in Tigergebieten verbessern und dadurch vorallem den Nachwuchs schützen.

     

    altDas Treffen in Bali ist nur eines von vielen, die schon stattfanden. Das Abhalten der Konferenz in Bali ist ein symbolisches Zeichen der Unterstützung seitens Indonesien. Tigerexperten aus aller Welt und Repräsentanten anderer NGO's nahmen ebenfalls am Treffen teil.

    „In den Wochen bis zum Tiger-Gipfel liegt noch eine Menge Arbeit vor uns. Aber ich bin mit dem Ergebnis dieses entscheidenden Meetings auf Bali sehr zufrieden“, erklärte Michael Baltzer.

     

    Und wenn nun sogar schon die Delegierten der Konferenz hingebungsvoll für den Tiger brüllen, dann wächst die Hoffnung für die letzten 3200 freilebenden Tiger!

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    Quellen:

    © Jamie Kemsey / WWF   [Delegierter]

    © Vivek R. Sinha / WWF-Canon  [Tiger]

    Push to save tigers leaps forward at Bali meeting, < http://wwf.panda.org/wwf_news/news/?uNewsID=194139&utm_source=twitterfeed&utm_medium=twitter >, am 14.07.2010

    Tigerrettung kostet 280 Millionen Euro, < http://www.wwf.de/presse/details/news/tiger_rettung_kostet_280_millionen_euro/ > , am 14.07.2010.

     

     

     

Kommentare

4 Kommentare
  • Marcel
    Marcel Langsam wird\'s ernst! Der Tigergipfel rückt näher, und er könnte wirklich Hilfe für die letzten Tiger bedeuten. Unsere drei Blog-Teams bei \"Forest Friends\" berichten übrigens für uns von der Balikonferenz. Wer also mehr über den Verlauf erfahren möchte...  mehr
    14. Juli 2010
  • Killari
    Killari Ein guter Anfang! :)
    15. Juli 2010
  • Cata
    Cata Hey,
    das sehr interessant, da ich gerade auf bali bin, aber morgen fliege. das witzig an der sache ist, dass es auf bali keine tiger urspruenglich gab, aber auf anderen indonesischen inseln. ich finde es dann so nett, dass sie so eine koferenz gerade hier...  mehr
    16. Juli 2010
  • Cata
    Cata ich habe meinen letzten beitrag falsch formuliert. ich meinte, dass es auf bali keine tiger mehr gibt.
    4. August 2010