Berichte

BLÄTTERLAUSCHEN

  • ( auf dem Bild sind zwei nackte Füße von oben im grünen Gras zu sehen)

     

    GLÜCKSBOTE

     

    Das ist der Name des Tees, den ich gerade mit entspannter Musik, Hintergrundgeräuschen meines derzeitigen Lebens (Residencial Life.. :D) und den üblich atmosphärischen Nachtklängen als "harmonische Komposition aus Zimt, Ingwer, Fenchel und Hopfen" erleben darf. 

    Und ich denke: Ja, tatsächlich. Für mich persönlich bedeutet dieser Tee ein kleines Stück Glück in den Weiten des Tages. Doch das liegt nicht unbedingt an der Sorte selbst. Vielmehr sind es die Zeit, die ich mir für den Tee nehme, das Ritual, ihn aufzugießen und die Vorfreude, die der Duft des Dampfes bringt. Es ist die Wärme, die ich spüre, wenn meine Hände die Tasse umschließen, die angenehme Hitze, die sich in Verbindung mit wohltuenden Kräutern im Rachen und schließlich im Bauch entfaltet und die Ruhe, die das Ganze mt sich bringt. Glück hat für mich durchaus Tee-Form.

    Und dabei bleibt es nicht, denn Glück hat unzählige Farben, es ist vielfältig, bunt, frei und für alle anders. Und ist es nicht interessant, dass das Wort Glück zunächst häufig mit Erfolg in Verbindung gebracht wird? Wenn wir jemenschem Viel Glück wünschen, hoffen wir, dass dass das Vorhaben der Person gut funktioniert und sich die Sache positiv entwickelt. Aber werden wir danach gefragt, was uns glückLICH macht, wird der Begriff in einen anderen Kontext gesetzt und GLÜCK erstreckt sich plötzlich über ganz andere Dimensionen.

    Was macht mich glücklich?

    Mein persönliches Glück sind diese Momente, in denen ich vollkommen im Jetzt bin. Wenn ich die Welt um mich herum wirklich wahrnehme, die Blume neben meinem Schuh anschaue, der Blick in den Himmel mich gleichzeitig fiegen und auf der Erde stehen lässt, wenn ich den erzählenden Bewegungen des Windes in den Blättern eines Baumes lausche, die Details eines Grashalms betrachte, meine nackten Füße den kühlen Boden spüren, mein Kopf im Gras mit den Blumen in einer Ebene ist, wenn ich spüre, dass ich bin. 

    Teil dessen ist für mich auch das vollkommene Fallen in die Musik, wenn schon ein Ton, den ich auf dem Klavier anschlage, eine winzige Melodie, die meine Geige mir schenkt oder die drei Akkorde, die ich auf der Gitarre greifen kann eine derartig intensive Gefühlswelle auslösen kann, dass keine Noten nötig sind, um einen Moment ohne Zeit nur zu spielen. Wenn das lebensfrohe Zwitschern der Vögel mein Ohr erreicht oder wenn ein Wort so wunderschön klingt, Buchstaben so außergewöhnlich zu einer Phase zusammenspielen, dass ich nicht anders kann, als sie im Kopf erneut aufleben zu lassen, sie niederzuschreiben und mich immer wieder aufs Neue zu freuen, sobald ich sie lese.

    Glücklich bin ich, wenn ich ganz bei mir bin, wenn ich stumm die Sterne bestaune, dem Regentropfenklopfen an der Scheibe, auf dem Zeltdach, auf der Straße zuhöre, die Wassermoleküle auf meine Haut hüpfen und wenn die Luft nach Freiheit riecht. 

    Meine Seele lächelt, wenn liebe Menschen mich inspirieren, wenn ich Geschichten und Leben zuhören und sie kennenlernen darf und sie springt, wenn ich ein Stück besondere Schokolade esse.

    Mit dem folgenden Foto möchte ich die bescheidene Teilhabe an einer kleinen Auswahl meines Glücksmomentsspektrums abschließen :´) 

    (Ein Bild, das eine Sommerabendstimmung in einem Feld mt hohem Gras einfängt) 

    Mein nächster Tee wartet :´D

Kommentare

0 Kommentare