Berichte

Sommer, Sonne, Urlaubszeit: Hochsaison für Delfinarien…

  • ...das dachten sich wohl auch die Leute vom Deutschen Tierhilfe Verband, die sich am Flughafen Hahn aufgestellt hatten, um Touristen über das Leben der Delfine in Gefangenschaft aufzuklären.

    „Beenden Sie das Tierleid. Besuchen Sie keine Delfinarien.“ heißt es in dem Flyer, den die drei mir mitgaben. Und hier ein paar Gründe dafür: Delfine haben in Gefangenschaft nur einen winzigen Bruchteil des Platzes (<1%), den sie in freier Wildbahn hätten. Ihr Sozialleben verkümmert und die meisten Delfine leben nicht halb so lange, wie sie es in ihrer natürlichen Umgebung könnten. Statt selber zu jagen, werden sie mit totem Fisch gefüttert und durch den ständigen Kontakt mit Menschen werden schnell Krankheiten übertragen.


    Diese und andere Gefahren für die Delfine werden jedoch bereitwillig in Kauf genommen, kann ein einzelner Delfin – so der Tierhilfe Verband – doch bis zu einer Million US-Dollar im Jahr einbringen. Die Anzahl der in Delfinarien gehaltenen Tiere wird auf 1500 geschätzt.
     

    Da die Zucht nicht ausreicht, um genug Nachschub für die Delfinarien zu liefern, werden Delfine beispielsweise mit Fischerbooten in eine enge Bucht getrieben, wo die meisten von ihnen für den örtlichen Markt abgeschlachtet werden. Einige von ihnen werden jedoch lebend gefangen und für viel Geld an Delfinarien verkauft. Ein besonders durch den Dokumentarfilm „Die Bucht“ von Louie Psihoyos mit Ric O’Barry bekannter Schauplatz dieser Treibjagden ist das japanische Dorf Taiji. Jedoch finden ähnliche Delfinjagden auch in anderen Ländern, unter anderem in Nordeuropa, statt.


    Während in einigen Ländern schon lange keine Delfine mehr in Gefangenschaft gehalten werden, gibt es in Deutschland noch in den Zoos von Duisburg, Münster und Nürnberg Delfinarien. Besonders beliebt sind Delfinarien jedoch in vielen Urlaubsregionen, wie z.B. im türkischen Alanya, wo Anfang des Jahres vier Delfine in einem solchen Delfinarium starben.


    Es wäre super, wenn all diejenigen, die dieses Jahr in so einer Gegend Urlaub machen, sich das Schicksal dieser vier Delfine zu Herzen nehmen und auch ihre Familien und Freunde über Delfinarien aufklären!


    Um die Delfine zu unterstützen rät der Tierhilfe Verband des weiteren, wenn man eine Reise gebucht hat, die den Besuch eines Delfinariums beinhaltet, sich nicht davor zu scheuen, sich an den Reiseleiter und Reiseveranstalter zu wenden, und sie zu bitten, diesen Programmpunkt zu streichen.
     

    Quellen:

    http://www.deutschertierhilfeverband.de/news_geschaeft_mit_delfinen.htm
    http://www.zoo-duisburg.de/
    http://www.wdsf.eu/
     

Kommentare

5 Kommentare
  • Nivis
    Nivis So, hier gleich ein Nachtrag:
    Auf der Seite des Zoos Münster bin ich gleich auf interessante Informationen gestoßen:
    http://www.allwetterzoo.de/tiere/delphinarium.php?activemenu=tiere&sub=b6
    http://www.allwetterzoo.de/pdf/infoblatt_delphinarium.p...  mehr
    11. Juli 2010
  • Nivis
    Nivis So, habe nun auch schon eine Antwort auf meine Mail bekommen, die ich euch nicht vorenthalten will: "Sehr geehrte Frau Jung,

    alle unsere Tiere sind Nachzuchten, also in Menschenhand geboren. Die Großen
    Tümmler Palawas, Rocco und Kite sind im Do...  mehr
    11. Juli 2010
  • Killari
    Killari http://video.de.msn.com/watch/video/dieser-delfin-wollte-selbstmord-begehen/5op739hz

    Hier, das habe ich gerade zufällig entdeckt. Die Quelle ist zwar nur msn, aber dass Delfine und Wale in Gefangenschaft versuchen sich umzubringen, hört und liest m...  mehr
    17. Juli 2010
  • Morgan
    Morgan arme tiere...
    28. August 2010