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Mehr Meer ins Meer- Das Plastik muss raus!

  • Plastik ist ein Material, das nicht nur uns in der Community ständig beschäftigt. Mittlerweile haben viele die Probleme erkannt, die mit Kunststoffen zusammenhängen: Auf der ganzen Welt setzen sich Leute dafür ein, die Umweltverschmutzung durch Plastik zu verringern. Ständig gibt es neue Erkenntnisse und Möglichkeiten, die Welt ein kleines bisschen plastikfreier zu gestalten. Einige davon möchte ich euch hier kurz vorstellen.

    Das gibt es diesen Monat:

    -          Plastic Soup Surfing auf dem Rhein

    -          Neues WWF Projekt mit Muhammad Yunus gegen Plastikmüll im Meer

    -          Zehntreichster Mann Norwegens finanziert Forschungsschiff gegen Plastikmüll im Meer

    -          Raus aus dem Meer, rein in die Straße

    -          Selbst aktiv werden

     

    © pixabay.com/ felixulllli

     

    Plastic Soup Surfing auf dem Rhein

    Plastic Soup Surfer. So nennt sich Merijn Tinga, der auf den Gewässern dieser Welt unterwegs ist. Tinga ist Stand Up Padler (Stand Up Paddling ist eine Wassersportart, bei der man mithilfe eines Paddels auf einem Surfbrett stehend paddelt und so auch auf stillen Gewässern gut vorankommt). Er hat sich in diesem Jahr eine ganz besondere Mission ausgedacht. Der Künstler ist in 28 Tagen den gesamten Rhein (1200 km) von der Schweiz bis zur Nordsee auf seinem Board aus recyceltem Plastikmüll heruntergefahren. Bei seiner Expedition hat er nicht nur Plastik gesammelt, das am Ufer oder im Fluss selbst herumgeschwommen ist, sondern auch in verschiedenen Städten Halt gemacht, um mit lokalen Organisationen, Recyclingfirmen oder Wissenschaftlern zu sprechen und damit auf ein großes Problem aufmerksam zu machen: Das Plastik in unseren Gewässern! Das gesammelte Plastik will er an die Hersteller zurückschicken und diese damit auf ihre Verantwortung für unsere Umwelt aufmerksam machen, die sie als Produzenten von Plastikverpackungen haben. Viele spannende Eindrücke und weitere Informationen seiner Reise könnt ihr euch auf der Homepage oder auch in seinem Videotagebuch anschauen.

     

     

    Neues WWF Projekt mit Muhammad Yunus gegen Plastikmüll im Meer

    Auch der WWF hat ein neues Plastikprojekt gestartet. Gemeinsam mit dem Friedensnobelpreisträger Muhammad Yunus und seiner Organisation, dem Grameen Creative Lab, will man den Plastikmüll in den Weltmeeren bekämpfen. Das Projekt fokussiert sich jedoch zunächst auf einige Gebiete Südostasiens. Um die Massen an Plastik, die täglich neu in die Gewässer gespült werden, zu stoppen, soll schon an Land angesetzt werden. Genau wie in Deutschland auch, muss es getrennte Sammlungs- und Recyclingsysteme für den Müll geben.

    Zunächst gilt es, Businesspläne für Sozialunternehmen an Flüssen zu erstellen, um Kleinunternehmern eine Chance zu bieten, mit dem Müll Geld zu verdienen. Außerdem kann das Problem damit als nachhaltige Lösung vor Ort kommuniziert werden. In einem nächsten Schritt sollen dann auch Forschungsstipendien ausgeschrieben werden, die Arbeiten zur kommerziellen Nutzung nachhaltigen Müllrecyclings fördern sollen.

    © pixabay.com/ hhach

     

    Zehntreichster Mann Norwegens finanziert Forschungsschiff gegen Plastikmüll im Meer

    Der norwegische Milliardär Kjell Inge Røkke will zusammen mit dem WWF ein Forschungsschiff bauen lassen, das Müll vom Meeresboden aufnehmen soll und dann an Bord verbrennt. Der Hauptaktionär des Investmentunternehmens Aker hat früher selbst als Fischer ganz klein begonnen und sich nun überlegt, einen Teil seines Vermögens in den Schutz des Meeres zu investieren. Neben dem Schiff wird er auch die Besatzung mitfinanzieren. Das Schiff soll Messungen in einer Tiefe bis zu 6000 Metern und sogar 20 Meter in den Meeresboden hinein vornehmen können. Erste Ideen, wie so ein Schiff aussehen könnte, seht ihr in diesem Video:

     

     

    Raus aus dem Meer, rein in die Straße

    Wohin mit dem Plastik, wenn wir es nicht verbrennen oder verrotten lassen können? Ein britisches Unternehmen hat da eine Idee. Das Material könnte zukünftig im Straßenbau Wiederverwendung finden. Durch das Beimischen von Plastikpellets aus altem Hausmüll zum Beispiel zum Stein der Asphaltstraße, sei die Straße dadurch 60% stärker als eine herkömmliche Straße und hält etwa zehnmal so lange. In den USA und in Indien gibt es bereits kilometerweite Straßennetze, in denen Plastik verwendet wurde. England plant nun, auch Plastik in ihrem Straßenbau zu verwenden und wer weiß, vielleicht fährt man ja bald auch in Deutschland auf recycelten Plastikflaschen.

     

     

    Selbst aktiv werden

     

    Weiterhin aktiv gegen den Tütenwahnsinn

    Zusammen mit dem WWF könnt ihr euch an einer neuen Auflage der Aktion gegen Plastiktüten beteiligen. Schaut mal in den Bericht rein, den Anne extra dafür geschrieben hat.

     

    © pixabay.com/ Noel_Bauza

     

    Plastikfreies Waschmittel selber herstellen

    Es gibt verschiedene Wege, sich ganz unkompliziert selbst Waschmittel herzustellen, garantiert ohne Schadstoffe und ohne Mikroplastik! Codecheck zeigt euch ein paar Möglichkeiten auf.

     

     

    © pixabay.com/ habelfrank

     

    Petition gegen Mikroplastik in Dm-Produkten

    Unterzeichne hier eine Petition gegen Mikroplastik in Balea Produkten (Eigenmarke von Dm).

     

     

    © pixabay.com/ pixel2013

     

    Wenn ihr Vorbilder finden wollt, deren tolle Ideen euch inspirieren könnten aktiv gegen Plastikmüll vorzugehen, dann schaut euch das letzte Plastik-Update von Anne an.

     

     

    Quellen

    http://www.plasticsoupsurfer.org/

    http://mobil.stern.de/wirtschaft/kjell-inge-r%C3%B8kke--norwegischer-milliardaer-trennt-sich-vom-loewenanteil-seines-vermoegens-7437084.html

    http://www.stern.de/wirtschaft/sind-die-strassen-der-zukunft-bald-aus-plastik--7442912.html

     

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