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Schule aus, und jetzt? Grün Karriere machen!


von anni95
29.10.2012
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Im Juni nächsten Jahres stehe ich, wenn nicht alles schief geht, mit meinem Abitur in der Hand vor der Schule und denke mir: „Was jetzt?“ Dabei mache ich mir schon so lange Gedanken darüber, was aus mir werden soll. Ich lese ständig Flyer über irgendwelche Studiengänge oder Ausbildungsplätze, besuche Informationstage und Messen und stehe immer noch da- was nun?

Wenn ich mal Arbeite, will ich einen Beitrag zur Rettung der Welt leisten. Da klingt doch der Titel der Messe „Grüne Karriere“ sehr verheißungsvoll. Stattgefunden hat sie am Wochenende, an beiden Tagen. Als ich am Samstag aus meinem Randbezirk ins Zentrum Berlins aufbrach, war ich noch der Meinung, mich allein durchzuschlagen, aber das sollte sich bald ändern.

Angekommen im „Umweltforum“ stellte ich fest: Die Bude ist voll. Da waren unglaublich viele Menschen, mehr als von mir (und wohl auch von den Veranstaltern) erwartet. Dafür war die Messe an sich leider weniger als erwartet. Auf zwei Etagen, wenig Fläche, standen ein paar Stände (Commerzbank, btw Hochschule, greenjobs.de,...), an denen man sich zu Jobangeboten, Studiengängen oder Ausbildungen informieren konnte. Ich habe mich mit nur weigen Leuten unterhalten: einem Landschaftsgärtner, einem Vertreter von Lichtblick (mein Vater weigert sich, auf Ökostrom umzuschalten, also habe ich nach Tipps zum Überzeugen gefragt) und der Studienberaterin der btu (Cottbus). Kurz darauf traf ich einen WWFler, Jonas, nun waren wir zu zweit.


Neben den Ausstellern bot die Messe noch Vorträge zu verschiedenen Themen im Stundentakt.
Zu so einem wollten Jonas und ich gehen. Sind wir auch. Er hieß „Grüne Karriere in Berlin!“ und wir haben uns davon erhofft, einen Einblick in die „Grüne“ Branche zu bekommen. Schließlich will man ja auch wissen, was für eine Zukunft einen erwartet, bevor man sich einen Job sucht.
Ganz so war es dann nicht. Der Herr Volbracht hat uns erzählt, dass die Aussichten für eine „grüne“ Karriere in Berlin nicht so rosig seien, da diese sich eher auf den industriellen Sektor bezögen. Berlin sei schließlich nicht für das Industriegewerbe bekannt, sondern vor allem wegen seiner Tätigkeit im Dienstleistungssektor. Was also in Berlin zu tun sei: Forschung und Entwicklung, Umweltbildung, Management oder Marketing.

Sonntag sah mein Tag auf der Messe etwas abwechslungsreicher aus. Zunächst traf ich Vera am Bahnhof und wir gingen zusammen hin. Wir trieben uns auch gar nicht groß zwischen den Ausstellern herum, sondern verbrachten den Großteil unserer Zeit bei Vorlesungen.
Zur ersten kamen wir recht spät, die Räume waren klein, somit saßen wir auf dem Boden. Das Thema war „Grün studieren in Berlin und Brandenburg“. Der Florian stellt uns eine kleine Übersicht von Studiengängen vor, die man in Berlin studieren könne und die etwas mit Umwelt und Nachhaltigkeit zu tun haben. Dazu gehören zum Beispiel Landschaftsarchitektur, technischer Umweltschutz oder Hydrologie (Mehr Studiengänge? Schau mal hier oder hier vorbei!). Das ging alles recht schnell, dann machte er „Werbung in eigener Sache“ und erzählte von seiner Hochschule, der Hochschule für Nachhaltige Entwicklung Eberswalde (HNE). Dort gibt es nur „grüne“ Studiengänge. Klingt ganz interessant, schaut doch mal vorbei.


Für den zweiten Vortrag des Tages konnten wir im Raum bleiben- wir bekamen sogar Sitzplätze! Hier ging es um „Arbeiten in grünen Branchen“, gehalten vom Geschäftsführer von greenjobs.de. Er erzählte von der Funktionsweise von greenjobs.de und der Partnerseite eejobs.de, sowie davon, inwiefern Nachfrage und Angebot sich decken. Aus den vielen Diagrammen wurde klar- wenn ihr Ingenieur werden wollt, habt ihr gute Chancen. Wenn ihr eher in den Bereich Marketing wollt... Naja. Allgemein: Spezialisten werden gesucht, Generalisten gibt es viele. Vorsicht: Diese Aussagen bezogen sich alle nur auf die Angebote auf greenjobs.de/eejobs.de, die nur einen Bruchteil des eigentlichen Markts reflektieren können!


Unser letzter Stopp war der Vortrag „nachhaltig.grün.kreativ“. Wir erwarteten, dass es sich darum handelt, wie Künstler nachhaltige Kunst machen können und die auch so verkaufen können, dass sie davon Leben können. Es ging hauptsächlich darum, wie man sich als Künstler selbstständig macht. Fazit: Habt ihr eine tolle Idee, wisst aber nicht, wie ihr euch damit selbstständig machen könnt: einfach mal hier anfragen.

Ich habe mir vom Wochenende mehr erwartet, aber vielleicht haben die Veranstalter von 1900 Besuchern genug Feetback bekommen, um die Messe nächstes mal ein bisschen ausführlicher zu gestalten.

 

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Kommentare (9)
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31.10.2012
LSternus hat geschrieben:
Toller Artikel. Wird auch irgendwie mal Zeit das die Berufswelt grün wird.
31.10.2012
Sarah25 hat geschrieben:
Danke für den Bericht Anni! ;) die Frage was man nach dem Abi machen soll ist nicht einfach, aber ich denke letztendlich wird sich alles finden ;) im Moment seh ich das noch relaxt, mal sehen wie es in ein paar Monaten aussieht ;D
30.10.2012
Hanja hat geschrieben:
Hey, vielen Dank für den Bericht!! Schade, dass ich nicht mitkommen konnte, aber mein Wochenende war soo voll, dass es einfach nicht ging... Naja ich hab ja noch ein Jahr länger Zeit, da reicht es noch nächstes Jahr zu gehen, falls es jährlich ist?
30.10.2012
Anne95 hat geschrieben:
Danke für den Bericht!! Mir geht es in etwa genauso wie dir :-)
30.10.2012
Schmusetigerle hat geschrieben:
Toller Bericht, dir geht es ähnlich wie mir. Meistens steht man am Ende wie vorher da und ist nicht schlauer geworden.
30.10.2012
Leo2712 hat geschrieben:
Schöner Bericht. Sehr interresant.
30.10.2012
micah hat geschrieben:
Ehrlich gesagt habe ich von Messen zur Berufs- und Studienwahl bisher immer mehr erwartet als am Ende dabei herauskam. Das war im Nachhinein betrachtet meistens ungefähr gleich null :/ Deutlich erfolgreicher war da bisher immer das Suchen im Internet oder auch die Praktikaberichte hier in der WWF Jugend ;)

Aber vor allem bitte keine Panik schieben, wenn man nicht weiß "was man werden soll". Ich bin jetzt fast mit dem Studium fertig und weiß auch noch nicht was aus mir wird. Aber irgendwas werde ich bestimmt ;)
29.10.2012
MJ1499 hat geschrieben:
Danke schön, netter Bericht :)

Ich habe gerade mein Studium in Hannover im Fach "Bau- und Umweltingenieurswesen" begonnen. Es ist vor allem am Anfang relativ viel Mathematik und Physik, und auch stark auf den Bau bezogen, wird aber später von den Vertiefungsrichtungen mehr in Richtung Umwelt gehen (Hydrologie, Abfallwirtschaft, Küsteningenieurswesen, Windengeneering (also Offshore-Windparks) und noch ein paar andere Vertiefungsmöglichkeiten). Wer also in die Richtung gehen möchte, ist damit in Hannover bei einem deutschlandweit einzigartigen Studiengang und echt guten Studienbedingungen ganz gut aufgehoben ;)
29.10.2012
Nugua hat geschrieben:
Hey, danke für den Bericht und die Links. Ich stehe auch immer noch vor der Frage, was ich beruflich machen will. Das ist einfach so schwer....
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