Hey...
eigentlich sind die Berichte für so was ja nicht gedacht, aber ich wusste einfach nicht, an wen ich mich mit dieser Frage, die mein Gewissen sehr quält, wenden sollte. Denn ich habe ein kleines Problem - ein berufliches Problem.
Ich mache momentan mein Abitur auf dem zweiten Weg und heute war meine Mutter schon wieder am fetzen, was ich denn mal werden möchte. Ehrlich gesagt wäre es gerne Tierpflegerin und dann im Fachbereich Zoo - weil ich irgendwann einmal in einem Wolfsgehege arbeiten möchte und dort diese AUsbildung bräuchte.
Nun stehe ich aber im großen Konflikt mit meinem Gewissen, ob ich es überhaupt verantworten kann in einem Zoo oder noch lieber Wildpark z u arbeiten. Zum einen weiß ich natürlich unglaublich gut, wie grauenvoll es dort vielen Tieren geht und dass es im Wildpark oft nicht besser ist - wie zb der Wildpark Lüneburger Heide, die sich Tiger halten und SChneeleoparden.
Dabei dachte ich immer, dass dort nur "heimische" Tiere gehalten werden. Wäre mir neu, dass solche Tiere bei uns in Deutschland heimisch wären...
Andererseits habe ich auch schon viel über verantwortungsbewusste Pfleger gehört, die sich stark für die Rechte ihrer TIere eingesetzt haben und auch von Betreibern solcher Parks, denen wirklich noch was an ihren TIeren gelegen hat und die wirklich versuchen das Leben der TIere in Gefangenschaft so anspruchsvoll wie möglich zu gestalten. Nicht wenige Pfleger retteten einigen TIeren in Zoos schon das Leben....
Das sind die zwei Punkte, zwischen denen ich mich befinde. DIe Aussicht, was tun zu können und wenn es auch nur wenig ist und meinem TIerschutzgewissen, dass mir sagt, dass dort arbeiten eigentlich unterstützung dieser Haltung wäre. Egal ob ich danach in einem Aufzugsgehege arbeiten möchte für Wölfe. (Also einem gehege, wo man wirklich noch darauf hinarbeitet den Bestand zu erhalten. Nur leider kann man dort nicht ausbilden, weil sie sich oft nur über Spenden finanzieren oder einfach zu klein sind...)
Wäre wirklich super, wenn ihr mir dazu ein wenig was sagen würdet und mir vielleicht helfen würdet meine Entscheidung für in einem Jahr - hoffentlich - ein wenig klarer zu sehen.
Danke.
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was jojo243 sagt stimmt schon und wenn du dann vielleicht mal pfleger bist
kannst du ja auch was an der haltung der tiere machen und auch so wie du es für richtig hälst :)
viel glück noch
LG Seestern
aber wie heir shcon mehrfach gesagt. wenn du nur über solch eine ausbildung an so einen auswilderungsjob kommst würde ich es machen, denn du lernst unheimlich viel. evtl. auch ein zwei negativ beispeile, aber da weißt du dann, wie es eben NICHT gemacht wird. sieh es als erfahrung, die dir viel zeigen kann.
vielleicht probierst du es ja auch mit einem FÖJ oder einen praktikum in geeingenter länge (2-4 monate würde ich anraten) und an geeigneter stelle, denn wenn du shcon kontakte zu einer stelle hast und gute referenzen durch bspw. ein praktikum aufweist wirst du eher genommen als die, die wahrscheinlich die gleiche ausbildung gemacht haben und sich dann mit dir auf so eine stelle bewerben. du musst deine individualität hervorheben und das geht am besten über zusatzqualifikationen.
Und, wenn es WIRKLICH das ist was Du machen willst, dann lass dich nicht verunsichern, wenn hier unten steht, dass es schwer ist in diesem Beruf einzusteigen. Das mag ja sein, aber wenn es dein Wunschberuf ist: scheiß drauf! Mach es einfach! ;)
Du tust dann ja etwas Gutes.
Wenn du die Ausbildung im Zoo brauchst, um damit etwas Gutes zu erreichen, ist das was Tolles. Man muss meistens ein paar unökologische Dinge erledigen bzw. Dinge, die einen eigentlich nicht ganz so passen, bevor man ökologische tun kann. Ging mir auch so. Aber in so einem "Prozess" darfst du dich auf keinen Fall umstimmen lassen. Versprich dir selbst, dass du mit deine Einstellungen so bleibst, wie du bist.
Wenigstens wissen wir, dass es den Tieren, die du im Zoo pflegst, gut geht. Da gibt es auch ein paar von denen man das nicht behaupten kann.
Ich möchte natürlich betonen, dass diese Entscheidung Zoo oder nicht Zoo dein zukünftiges Leben beeinflusst. Deshalb musst du dir Entscheidung wirklich alleine treffen. Wir können dir da nicht richtig helfen, weil wir deine Möglichkeiten nicht kennen. Z.b. deine körperlichen Gegebenheiten, weil der Job sehr auf die Knochen geht. Und gut zu kriegen ist ein Job als Tierpflegerin auch nicht. Ich habe mich da selbst schon mal danach umgesehen und da gehört echt viel dazu, um da rein zu kommen.
Mach am besten ein Pro und Contra Liste, mit der du alles notierst. Sowas hab mir schon oft geholfen. Probiers mal. Ansonsten, wenn du Tieren helfen willst, wie wäre es mit Tierarzt? :)
So stellen viele Zoos Nisthilfen auf, setzen Benjeshecken an und vieles mehr.
Bedrohte Tierarten werden ausgewildert...
Auch wenn das manche kaum glauben mögen, aber Zoos haben heutzutage in aller erster Linie eine Naturschutzaufgabe!
Die meisten deutschen Zoos achten sehr genau auf ihre Gehege! Auch Gehege, die uns als Mensch optisch nicht gefallen mögen und deswegen dann schnell denken, sie seien tierquälerei sind für die Tiere selbst oft sehr artgerecht! Manche Tiere bewohnen auch in freier Wildbahn ein nur so kleines Habitat, dass sie z.B. kein großes Gehege benötigen.
In meinen Augen sind Zoos nicht im geringsten verwerflich! Wenn dir so ein Job Spaß macht, würde ich mich an deiner Stelle bewerben.
Und wenn du feststellst, dass das eine Gehege absolute Tierquälerei ist und du dich wirklich damit auseinandergesetzt hast um das beurteilen zu können, kannst du dafür sorgen, dass das Gehege umgestaltet/ vergrößert wird.
Ein Zoodirektor arbeitet doch auch nur deswegen in einem Zoo, weil er Tier- und Naturschutz wichtig findet.
Es ist natürlich blöd, wenn man für den eigentlichen Berufswunsch einen Weg einschlagen muss, der einem nicht gefällt. Ich hätte erhebliche Probleme damit, in einem Zoo/Tierpark etc. zu arbeiten. Auch wenn ich "gut" zu diesen Tieren wäre und meine Kollegen vll auch, würde ich sie jeden Tag in Gefangenschaft sehen müssen.
Du willst jedoch später in den Bereich der Ansiedlung und Auswilderung was natürlich sehr lobenswert ist. Vll ist es da ganz gut, auch die andere Seite zu kennen. Du musst dich nur darauf einstellen, dass du niemals der "Freund" der Tiere sein wirst. Du bist die Wächterin und Pflegerin.
Die Ausbildung zu einem bestimmten Beruf ist ein kleiner und kurzer Schritt im Arbeitsleben. Es sind in der Regel nur 3 Jahre in denen der Grundstein für Jahrzehnte gelegt wird. Wenn du dich in dieser Zeit unwohl fühlst kann leider der weitere Berufsweg darunter leiden. Ich versteh daher dein Dilemma recht gut......
Aber ich denke auch, dass du dein eigentliches Ziel im Auge behalten solltest. Wenn du einen Betrieb finden solltest, mit dem du dich anfreunden kannst, solltest du diese Chance wahrnehmen. Mit jedem Wolf der später durch deine Hilfe ausgesiedelt werden kann wird dein Gewissen garantiert leichter werden :)
denn die Zoologie baut auf der Biologie auf, und wer mit den Grundprinzipien der Biologie nich klarkommt, der kann auch kein "Zoologe" werden! ;)
Man kann auch nur Architektur studieren, nicht z. B. Wolkenkratzer-Architektur, denn erstmal muss man ein normales Haus entwerfen können! ;)
aber ungeachtet dessen: Ein Biologiestudium bringt für den beruf Tierpfleger nichts!
Es ist ein Lehrlingsberuf, der viel Engagment und Eigeninitiative fordert, man muss Interesse an den Tieren haben, denn nur so, kann man richtig mit ihnen umgehen! ;)
Der Zoo ist etwas, worüber man sich Stunden streiten kann, ohne zu einem Ergebnis zu kommen, es ist nämlich fast schon eine Art Glaubensfrage, welchen Standpunkt man da vertritt.
Am besten du stellst dir die Frage:
Ist es vertretbar, das hier in Europa, Wildtiere in Gehegen gehalten werden?
Bei mir sähe die Antwort so aus:
Ja, allerdings nur, wenn die Tiere in einem Gehege gehalten werden, das ihnen ausreichend Platz bietet und ihren Bedürfnissen entspricht, bei Eisbären und Zahnwalen ist dies kaum möglich, weswegen ich die Haltung dieser Tiere ablehne. Ebenso lehne ich Wildfänge ab, denn ich finde es unverschämt, das einige zoologische Einrichtungen sich gegen den Eingriff in wilde Ökosysteme aussprechen, aber selbst Tiere halten, diee rst kürzlich wild gefangen wurden. Ich finde zudem, das man bei kritisch bedrohten Arten stets auf unterartenreine Zucht achten muss, da man diese notfalls irgendwann auswildern können sollte!
Wenn du die Frage mit Nein beantwortest, denke ich, das du es beruflich besser nicht im Bereich "Zoo" versuchen solltest!
Wenn du diese Frage aber mit Ja beantworten kannst, solltest du dir Gedanken zu den einzelnen Punkten (Wildfänge, Zucht, Auswilderung, Haltungsbedingungen, Arten die man nicht halten sollte u. a.) machen, und dir so einen klaren Standpunkt entwickeln!
So kannst du auch besser einen Zoo wählen, der diesen Prinzipien entspricht! ;)
Hier findest du eine Liste von Zoos in Europa, die Mitglied im Zooverband EAZA sind, diese haben sich dem Artenschutz und der fortschrittlichen Tierhaltung verpflichtet, schwarze Schafe gibt es leider dennoch unter ihnen, aber auch wirklich vorbildliche Zoos: http://www.eaza.net/membership/Pages/Zoos%20and%20Aquariums.aspx
Auf dieser Seite hier kannst du Tierbestände einzelner europäischer Zoos abrufen:
http://www.zootierliste.de/
hier kannst du z. B auch prüfen, welche Zoos eine Art hält, deren Haltung du ablähnst, auch die Herkunft der Tiere wird häufig angegeben. Wenn du z. B. auf die Seite des Tieres "Europäischer Goldschakal" gehst, kannst du sehen, das drei deutsche Zoos seit letztem Jahr Wildfänge dieser Art halten!
Auch kannst du hier sehen, welcher Zoo unterartenreine Tiger hält und welcher Mischlinge, auch ob die Arten gezüchtet werden oder nicht, ob der Zoo eine Zuchtgruppe, ein Paar, Junggesellengruppe oder nur ein Einzeltier hält, all das wird dir hier häufig beantwortet!
Ich hoffe diese Informationen sind hilfreich für dich! :)
@ midori: So einfach geht das nicht!
In einem kleinen Stadtgarten-Zoo ist der Aufstieg vom pfleger zum Direktor durchaus denkbar. In einem mittelgroßen Zoo kann man zum revierleiter aufsteigen und teilweise auch wichtige Positionen in der Zooleitung einnehmen, die aber in der Regel mit gehegeplanung nichts zu tun haben, sondern vor allem versorgung betreffen. In einem großen wissenschaftlich geführten Zoo ist ein Aufstieg, weiter als revierleiter, kaum möglich. Zoodirektor werden geht überhaupt nicht, denn der ist in solchen Zoos ein Ehrenberuf, den meist erfahrene Zoologen einnehmen (Ausnahme: Familienzoos wie z. B. Hagenbecks Tierpark)!
Der tierpfleger muss die Gehege intakt halten und darf natürlich kleine verbesseungen durchführen, es ist zudem auch seine pflicht Missstände und verbesserungsvorschläge der Zooleitung zu melden, die genehmigung und die Durchführung von renovierungs- und Bauprojekten obliegt aber dem Zoodirektor, der diese mit Hilfe von Zooarchitekten und verschiedenen Experten durchführt, der Tierpfleger hat da nicht viel zu melden!
Aber als Tierpfleger sollte einem das Wohl der Tiere am wichtigsten sein, nicht der Lohn und auch nicht der Aufstieg! ;)
Trotzdem ist es auf jeden Fall nicht verwerflich, in einem Tierpark zu arbeiten. Als führsorglicher Pfleger oder später auch Leiter kannst du vieles Bewirken und die Tiere leben bei dir in Sicherheit und Zufriedenheit.
ich stimme dem, was Zerschmetterling & midori geschrieben haben, zu.
Wenn du ,indem du im Zoo/Wildpark arbeitest, etwas für den Tierschutz tun willst, ist das, denke ich, völlig in Ordnung. Außerdem glaube ich, dass die meisten Tierpfleger auch Tierschützer sind. Du kannst es ja besser machen als die, die es nicht sind.
LG Sandsturm
eine Klassenkameradin von mir wollte auch Tierpflegerin werden. Sie hat sich bei vielen Tierparks etc. beworben, aber nur Absagen erhalten. Als sie nachgefragt hat, warum sie nicht genommen wurde, haben die Einrichtungen ihr alle gesagt, dass sie zu "überqualifiziert" sei und dass sie niemanden mit Abitur nehmen. Das nur mal so als Anregung... falls du das gleiche "Problem" haben solltest.. es gibt auch viele andere Möglichkeiten mit Tieren zu arbeiten... du könntest ja auch was in Richtung Biologie oder Zoologie studieren... lg
@ midori
Danke für das positive Feedback!
Höre ich gerne und immerhin habe ich es dort hierher geschrieben um wirklich alle Seiten zu hören, die ich in meine Überlegungen mit einbeziehen kann. Und danke für den Tipp midori!
also ich habe von zwei/drei Wolfsgehen gehört die wirklich gut sein sollen und die verantwortungsbewusst mit den Tieren umgehen.
Und wenn Du um dort arbeiten zu können, soeine Ausbildung brauchst, dann würde ich Dir raten, Dich genau über verschiedene Zoos zu informieren und den tierfreundlichsten zu kontaktieren.
Natürlich hat die Arbeit dort zwei Seiten.
Aber ich glaube es kommt darauf an, wie Du mit den Tieren umgehst und was Du den Tieren geben kannst. (An Liebe, Respekt ...)
Und wenn das dann ja darauf hinausläuft, dass du tolle Arbeit in einem tollen Wolfsgehe leistest, kannst Du natürlich eine Ausbildung bei einem Zoo machen.
Informier Dich nur vorher und schau welcher dir am Tierfreundlichsten vorkommt. :)
LG
Also das Thema Zoo bzw. Wildpark ist hier immer sehr umstritten. Du wirst wahrscheinlich ziemlich verschiedene Meinungen dazu bekommen! :o)
Ich würde sagen: ja, arbeite in diesem Zweig, wenn Du das möchtest. Dein Ziel ist es, Tieren zu helfen und mit ihnen zu arbeiten, und wenn das auf diesem Weg möglich ist, dann wähle ihn. Außerdem zwingt Dich keiner, in einem Zoo bzw. Wildpark zu arbeiten, der Dir aus besonderen Gesichtspunkten (Tierhaltung) nicht gefällt.
Davon abgesehen - warum auf der Ebene der Tierpfleger bleiben? Du kannst doch in Deinem Beruf aufsteigen und Führungspostionen übernehmen und dann kannst Du es besser machen und dem Zoo bzw. Wildpark den Anstrich geben, den Du Dir wünschst! ;o)
Der Wildpark Lüneburger Heide würde sich wahrscheinlich in Bezug auf Wölfe besonders eignen. Die Pfleger dort gehen sehr liebevoll mit ihren Tieren um - bestes Beispiel: Wölfin Flocke :o)
Also meinen Segen hast Du! ;D