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Aktuelle Stellenangebote im Umweltschutz


von Carina
15.06.2010
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Ich habe heute meinen regelmäßigen Bericht über aktuelle Stellenangebote im Umwelschutz etwas abgewandelt. Normalerweise schreibe ich über Praktika, FÖJs, Ferienjobs und Zivildienste. Diesmal jedoch habe ich mir überlegt, dass ich gerne über Studiengänge berichten würde, die hilfreich sein könnten, wenn man später mal beruflich im Themenbereich Umweltschutz arbeiten möchte. Natürlich sind hier nur einige Beispiele aufgelistet, aber ich hoffe trotzdem, dass ich einen guten Überblick geschaffen habe und ein paar interessante Informationen für euch dabei sind. =)

Studiengang Umweltschutz

Das Fach kann sowohl an Universitäten als auch an Fachhochschulen studiert werden. Das Studium bemüht sich um Praxisnähe. So verlangen Fachhochschulen häufig absolvierte Vorpraktika vor Studienbeginn und sowohl an der Universität, als auch an der Fachhochschule sehen die Studienordnungen obligatorische Praktika studienbegleitend in den höheren Semestern vor. Die Regelstudienzeit beträgt acht bis zehn Semester. Bei einem Bachelor-Abschluss ist mit einer Dauer von sechs Semestern zu rechnen. Absolviert werden kann das Fach mit den Abschlüssen: Diplom, Bachelor und Master.

Seminare und Vorlesungen werden unter anderem in den Bereichen Abfall, Energie, Ökologie, Boden, Umweltanalytik, Wasser, Umwelttechnik und Geologie angeboten. Während im Grundstudium die „Basics“ vermittelt werden und den Studenten ein gewisses Grundlagenwissen vermittelt werden soll, können im Hauptstudium Vertiefungsfächer gewählt werden. Die möglichen Schwerpunkte sind von Uni zu Uni und von Fachhochschule zu Fachhochschule unterschiedlich. Ihr solltet euch deshalb am besten vor Ort oder über das Internet über potentielle Vertiefungsfächer informieren und euch überlegen, wie sehr eure Interessen mit diesem Angebot übereinstimmen.
Natürlich sollten Studierende dieses Faches ein ausgeprägtes Interesse am Umweltschutz haben, aber auch eine Leidenschaft für die Naturwissenschaften mitbringen, da Biologie, Chemie, Mathematik und Physik feste Bestandteile des Studiums sind.

Die Berufsfelder vom Studiengang Umweltschutz
Da seit zunehmender Technologisierung und somit auch verstärkter Umweltbelastung der Umweltschutz zu einer wichtigen Angelegenheit geworden ist, haben sich viele so genannte „Grüne Berufe“ herausgebildet. Grundsätzlich können fertige Umweltingenieure und -ingenieurinnen überall dort tätig werden, wo die Umwelt bzw. der Umweltschutz thematisiert wird. Oft steigen sie in die Industrie ein. Hierbei sind die Bereiche Entsorgungs- und Abfallwirtschaft, Chemische Industrie oder auch die Baustoffindustrie besonders geeignet. Darüber hinaus können sie auch bei Ministerien und Ämtern arbeiten oder an Schulen unterrichten.

Zu ihrem Aufgaben zählen das Beraten in Umweltschutzeinrichtungen, das Entwickeln von Verfahren zur Verminderung von Emissionsausstößen (wie Schadstoffe, Lärm oder Strahlung) und generell zum Schutz der Umwelt, von Konzepten, wie Unternehmen unter Umweltschutz-Gesichtspunkten effektiver produzieren können und das Kontrollieren der Umweltauflagen bei Betrieben.


Studiengang Biologie

Ein Biologiestudium kann an unterschiedlichen deutschen Universitäten und Fachhochschulen aufgenommen werden. Das Fach Biologie wird an den meisten Unis mittlerweile als Bachelor-Studium angeboten und nur noch selten als Diplomstudiengang. Ein Bachelorstudium dauert in der Regel sechs Semester. Im Anschluss daran kann ein vertiefendes Masterstudium mit einer Dauer von etwa vier Semestern aufgenommen werden. Der Abschluss der dadurch erworben ist mit dem Diplom vergleichbar. Ein Diplomstudium dauert um die zehn Semester und beinhaltet das Vordiplom nach vier Semestern. Außerdem kann Biologie auch auf Lehramt studiert werden und zwar mit dem Ziel als Lehrer das Fach zu unterrichten.
Im Rahmen des Studiums werden Vorlesungen und Seminare zu den Bereichen Botanik, Zoologie, Chemie, Physik, Statistik, Informatik, Physiologie, Verhaltensbiologie, Mikrobiologie, Ökologie, Naturschutz, Informatik, Humanbiologie und Genetik besucht. Außerdem absolvieren die Studenten in diesen Bereichen Praktika oder unternehmen Exkursionen.

Typische Berufe für Biologen finden sich in der Landwirtschaft, Umweltbiologie, Pharmazeutischen Industrie, Lebensmittelindustrie, Chemische Industrie, Biotechnologie, Umweltschutz und –analytik, Biologie, Hygiene, Wasserwesen und in der Mess- und Labortechnik. (Aber es gibt natürlich auch andere Berufe für Biologen, die weniger bekannt sind…)


Studiengang Geographie

Geographie kann auf Diplom oder Magister (cirka neun Semester) oder auch auf Bachelor (sechs Semester) studiert werden. Da das Fach einen weiten Spielraum lässt, ist es wichtig sich während seines Studiums zu spezialisieren. Die Studieninhalte setzen sich aus den Bereichen der Natur-, Sozial- und Geisteswissenschaften zusammen. Studenten der Geographie besuchen neben Veranstaltungen zu den oben aufgeführten Bereichen auch Vorlesungen, Übungen und Praktika zu den Methoden (Geostatistik, Geoinformatik und empirischen Sozialforschung,) Ziel des Studiums ist, dass Absolventen die Erde betreffende Phänomene auf ihren Aufbau, Struktur und Veränderungen hin untersuchen, erklären und bewerten können. Außerdem sollten sie in der Lage sein, die Geographie anbelangende Probleme anzugehen und lösen zu können.

Geographen arbeiten zum Beispiel im Naturschutz, in der Entsorgungswirtschaft, im Stadt- und Kommunalmarketing, im Tourismus, in der Landschaftsplanung, in Fachbibliotheken, in der Lehre an Universitäten und Hochschulen, im Fachjournalismus, in der Markforschung oder als Lehrer an Schulen.


Studienschwerpunkt ÖKUM (Ökologie und Umwelt)

Studierende des Studienfachs Biologie oder Geographie (oder auch anderer Fächer) können als Zusatzfach oder Studienschwerpunkt ÖKUM wählen.

Beispiele für Inhalte, die dabei behandelt werden können:
1) Grundlagen und Methodologie der Ökologie- und Umweltforschung
2) Beispiele naturnaher Ökosysteme/Lebensgemeinschaften
3) Anthropogene Transformationen von Ökosystemen und Landschaften
  - Ökologie und Landwirtschaft
   -Ökologie und Gewässer
   -Ökologie und urbane Systeme
   -Anthropogener Klimawandel und Ökosysteme
4) Fazit und Diskussion

 

Studiengang Geologie-Paläontologie

Das Studienfach Geologie-Paläontologie gehört wie die Mineralogie, die Geophysik, die Meteorologie und die Ozeanographie zu den Geowissenschaften, welche die Erde als Ganzes zum Gegenstand haben. Dabei sind die Geophysik, die Meteorologie und die Ozeanographie weitgehend physikalisch ausgerichtet, während die Geologie - Paläontologie zusätzlich in historische (erdgeschichtliche) sowie chemische und biologische Aspekte eingebunden ist. Die Geologie befasst sich mit der Entwicklung und dem Aufbau der festen Erde, die Paläontologie mit der Geschichte und Entwicklung der Biosphäre unseres Planeten. Die beiden Teildisziplinen sind dabei untrennbar miteinander verknüpft. Geologie und Paläontologie untersuchen mit naturwissenschaftlichen Mitteln arbeitend den durch natürliche oder künstliche Aufschlüsse direkt zugänglichen Teil der Erdkruste. Anhand der Art und Lagerung der Gesteine, sowie ihren Umwandlungserscheinungen und Fossilinhalt, wird so ein in Raum und Zeit dimensioniertes Bild vom Bau, der Geschichte und des Lebens der Erde entworfen.

Der Studierende des Studienfaches Geologie-Paläontologie wird mit den komplexen Interaktionen der verschiedensten globalen und lokalen Prozesse konfrontiert. Die Ausbildung findet neben dem Hörsaal und dem Labor auch zu einem großen Teil im Gelände statt. Zahlreiche Exkursionen sowie zwei Kartierübungen und die abschliessende Diplom-Kartierung bilden hierbei den wichtigen praktischen Teil der geologischen Ausbildung.

Wo arbeiten Geowissenschaftler?
Es gibt ca. 17.000 Geowissenschaftler, die in Deutschland in unterschiedlichsten Berufsfeldern tätig sind. Der größte Anteil (ca. 40%) aller Geowissenschaftler in Deutschland ist in Beratungsfirmen tätig. Dort befassen sie sich mit angewandten Aufgaben wie Wasser- und Abwasser Ver- und Entsorgung, Gewässerbau, Fragen der Wasserqualität oder ingenieurgeologischen Problemen, wie Baugrunduntersuchungen, Stabilität von Böschungen, Hangrutschungen, Fels- und Tunnelbau sowie Bauen im Grundwasserbereich. Andere Arbeitsbereiche sind Altlastenerkundung und Altlastensanierung, Erkundung, Planung und Erschließung von Lagerstätten zur Gewinnung von Massenrohstoffen (Kies, Sand, Ton, Werkstoffe). Sie sind aber auch tätig im Bereich des vorsorgenden Umweltschutzes, der Land- und Forstwirtschaft, der Untersuchung und Verhinderung von Naturkatastrophen (Überschwemmungen, Bergstürze, Erdbeben) und in der Landschafts- und Entwicklungsplanung.
Etwa ein Fünftel aller berufstätigen Geowissenschaftler ist in der Forschung an Universitäten und Forschungsinstitutionen beschäftigt, ein weiteres Fünftel aller Geowissenschaftler findet in Behörden, Ämtern und Verbänden eine Anstellung. Und ein Fünftel aller Geofachleute arbeitet in verschiedenen Zweigen der Industrie
Wie viele deutsche Geowissenschaftler im Ausland im angewandten Bereich und der Forschung tätig sind, ist schwer zu sagen. Fakt ist, dass deutsche Geowissenschafter überall auf der Erde gefragt sind. Neben weltweit operierenden Firmen sind die Arbeitgeber internationale Verbände wie UNO, Weltbank, WHO, UNESCO, aber auch NGO´s (non governmental organisation) wie Greenpeace oder Welthungerhilfe beschäftigen Geowissenschaftler.

 

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Kommentare (3)
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Sortieren nach Aktualität:
01.07.2010
gogreen hat geschrieben:
wieder ein stück weitergekommen danke carina!! :)
16.06.2010
Taki hat geschrieben:
naja
15.06.2010
midori hat geschrieben:
Studiengang Umweltschutz?
Geile Sache. Ich glaube, ich habe meinen Master gefunden!
Vielen lieben Dank!! :D
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