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Ein Dorf


namens Erde


© WWF
Yosemite Nationalpark Teil 1


von Malla
17.05.2013
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80 P

Ich möchte euch hier den Yosemite Nationalpark vorstellen. Im ersten Teil geht es um den Park allgemein. Die Texte sind für den Geographie Unterricht entstanden. Meine Lehrerin bemängelte zwar, dass sie zu detailliert sind, aber ich hoffe euch gefällt gerade das.

Der Yosemite Nationalpark liegt ungefähr 240 Kilometer östlich von San Francisco in der Sierra Nevada. Er umfasst 3.080 Quadratkilometer Fläche und einen Höhenunterschied von 3.353 Metern. Das Yosemite Valley beherbergt mehr als 9 Wasserfälle, verschiedene Felsformationen und Sequoias. Die starken Höhenunterschiede bieten vielen seltenen Pflanzen-und Tierarten einen paradiesischen Lebensraum. Es sind 80 Säugetier-und fast 250 Vogelarten bekannt. Die Landschaft ist geprägt durch schroffe Granitfelsen mit oft schneebedeckten Gipfeln, Bergwiesen, bewaldeten Flächen und kristallklaren Seen. Im Sommer herrschen häufig über 30°C in den Nächten kühlt es auf 10-4°C ab. In höheren Lagen wird es vor allem nachts wesentlich kälter und die Schneewahrscheinlichkeit steigt. Die meisten Leute übernachten auf den Campingplätzen in Wohnwagen oder ähnlichem. Es besteht, aber auch die Möglichkeit in Hotels oder verschiedenen Lodges unterzukommen. Es gibt mehrere Restaurants, jedoch sind alle Campingplätze mit Wasser-und Gasanschlüssen für Wohnwagen ausgestattet, sodass eine Selbstversorgung möglich ist. Auch sind offene Feuer an den dafür vorgesehenen Stellen erlaubt. Um Unfälle zu vermeiden und den Kohlenstoffdioxidausstoß gering zu halten, gibt es Shuttlebusse, die im ganzen Park verkehren und kostenlos zu nutzen sind. Der Park bietet eine so große Vielfalt, dass ein einzelnes Wochenende oder gar nur ein einzelner Tag nicht ausreichen um den Park mit seiner Vielseitigkeit komplett zu sehen. Deshalb kommen viele Besucher immer wieder und entdecken, dabei immer noch neue Dinge, außerdem lohnt es sich den Park zu verschiedenen Jahreszeiten zu besuchen, da sich sein Bild mit ihnen stark verändert.
Der Spiegelsee im Oktober
Der Park ist vor allem für seine Wasserflächen und Wasserfälle bekannt. Viele der Wasserfälle werden durch die Schneeschmelze und Gletscher genährt. Einige sind das ganze Jahr zu sehen andere nur kurz. Je nach Jahreszeit bieten die Wasserfälle faszinierende Anblicke. Der Yosemite Wasserfall zum Beispiel führt im Frühling das meiste Wasser, im Spätsommer ist er nur noch ein kleines Bächlein oder ausgetrocknet und im Winter kann man manchmal Eiszapfen an seinen Rändern sehen und der liegende Schnee lässt erahnen wie er im nächsten Frühjahr aussieht. Die Flüsse geben immer wieder ein aussagekräftiges Bild, der Macht und Stärke von Wasser, die gleichzeitig eine tiefe Schönheit ausstrahlt. Wie vergänglich sie sind zeigt der Horsetail Fall. Man sieht ihn nur im späten Winter und am Anfang des Frühlings. Kommt man im rechten Moment kann man sehen wie der Wind mit ihm spielt und die Sonne sich daran erfreut. Im Park gibt es mehr als 10 Wasserfälle. Einige gehören zu den größten der Welt und alle haben ihre eigenen Besonderheiten, weshalb sie sie sich ansehen sollte. Der Park bietet aber nicht nur Wasserfälle sondern auch Flüsse und Seen. Der Mercedfluss ist einer davon. Er ist Zufluss einiger Wasserfälle und zeigt auf eindrucksvolle Weise die zwei Seiten des Wassers. An einigen Stellen ist er wild, reißend und unberechenbar, an anderen ist er ruhig, klar und die Umgebung spiegelt sich in ihm. Da viele Besucher an seinen Ufern entlang wandern gibt es ein Projekt zur Wiederherstellung seines Ökosystems einschließlich der Ufer Vegetation. Es gibt viele Seen zum Beispiel den Spiegelsee (miror lake) die zum Baden einladen. Allerdings findet man nicht bei jedem See zu jeder Jahreszeit Wasser. Der Spiegelsee ist ein gutes Beispiel. Im November findet man eher selten Wasser, dafür ist im ausgetrockneten See Bett ein großer Stein zu finden, an dem man den ursprünglichen Wasserstand ablesen kann. Kehrt man nun wieder auf den Weg zurück kann man eine Informationstafel finden auf der ein schwarz weiß Bild von eben diesem Stein im Wasser mit spielenden Kindern zu sehen ist. Ein anderer sehr großer See ist der Tenaya Lake sein Becken wurde von Gletschern ausgehöhlt und er gibt ein wunderschönes Postkartenmotiv ab

Yosemite bietet über 37 Baumarten und über hunderten von anderen Pflanzen einen Lebensraum. Viele leben nur dort und sind in ihrer Art einzigartig. Wenn man mit offenen Augen über die Wissen läuft entdeckt man vielleicht eine Affenblume oder an einem anderen Ort Steinkraut. Da der Park so viele verschiedene Lebensräume abdeckt, kann man innerhalb von 2h Pflanzen verschiedener Vegetationszonen finden. Es gibt aber auch unglaublich beeindruckende Bäume in diesem Park. Mammutbäume, um sie zu beschreiben hat man sicherlich schon einige Superlative benutzt, aber ihre Anmut, Größe und Macht ist so umfassend, dass man sie sehen muss um zu begreifen was sie ausdrücken. Einige von ihnen können über 3.000 Jahre alt werden und es gibt Exemplare, die größer als ein dreißigstöckiges Hochhaus sind. Allerdings sind sie weder die größten noch die ältesten Lebewesen der Welt, das sind ihre Verwandten die Riesenbäume. Früher war er weiter verbreitet, doch heute gibt es sie auf natürliche Weise nur noch in 75 isolierten Hainen am westlichen Hang der Sierra Nevada. Drei von ihnen gehören zum Yosemite Nationalpark. Ein ausgewachsener Baum kann pro Jahr 2.000 Zapfen produzieren. Die Bäume sind sehr robust. Gelegentliche Feuer sind für ihre Fortpflanzung extrem wichtig, da sich ihre Zapfen sonst erst nach Jahrzenten öffnen würden. Ihr Holz ist zwar brüchig verwest aber schlecht und selbst tote Bäume können noch Jahrzehnte stehen. Eine weitere Pflanze die zu finden ist, ist der westliche Wachholder. Er wächst auf extrem unwirtlichen Flächen auf denen kein anderer Nadelbaum wachsen kann. Er ist nicht hoch, aber sehr dick und kann trotz heftiger Wettereinwirkungen bis zu 3.000 Jahre alt werden. Weitere Bäume sind die Zitterpappel, die im Herbst das Hochland mit goldenen Tupfen verschönert und der wasserliebende pazifische Hornstauch.
Bäume unterhalb des Yosemitefalls
Der Yosemite Nationalpark ist ein Paradies für Bergsteiger. Während der Eiszeit wurde das Tal Stück für Stück durch Gletscher überformt und es entstanden sowohl steile, eckige als auch runde Felsgebilde. Jeder Fels sieht anders aus und beeinflusst das Landschaftsbild auf seine eigen Weise. Die Freiheitskappe und Mt. Broderick wurden von mindestens einem dicken Gletscher überformt und sind nun ein Paradebeispiel für „roches moutonnèes“ (Felsen mit der Form eines Schafrückens). Die Halbkuppel gilt als Wahrzeichen des Parks. Sie erhebt sich 1.440m über dem östlichen Ende des Parks und beherbergt sowohl Kletterer als auch Wanderfalken. Die Ahwahneechee-Indianer nannten ihn Tis-sa-ack. Für sie stellte er eine zornige Frau dar, die deshalb zu Stein wurde. Ihre Tränen der Trauer sind auf dem hellfarbigen Gesicht der Wand gut zu erkennen. Obwohl der Name gegenteiliges erwarten lässt, ist die Halbkuppel noch fast vollständig intakt. Nur die nordwestliche Seite wurde vom Eis ausgehöhlt und Eis spaltete den obersten Felsen ab. Für Bergsteiger gibt es Kabel, die einen Aufstieg des 60° steilen nordöstlichen Hangs zur Spitze ermöglichen. Bekannt ist auch der El Capitan, der für Kraft und Dauerhaftigkeit steht. Seine Spitze ist 1.080m höher als der tiefste Punkt des Tales. Einige der Felsen können Geschichten symbolisieren. So stehen die Drei Brüder für die Söhne des letzten Ahwahneechee-Häuptling Tenaya.
Überblick über einen Teil des Parks
Der Park bietet nicht nur vielen Pflanzen eine Heimat sondern auch Tiere fühlen sich pudelwohl ob selten oder an jeder Ecke zu finden ist egal. Zu den eher seltenen Tieren gehört der Wanderfalke. 1978 kehrte er ins Tal und somit in den Park zurück. Heute gibt es ein Brutförderungsprogramm um die Bestände auch in Zukunft zu sichern. Ein weiterer Einheimischer ist der Pikahase. Der Verwandte des Feldhasen lebt in Felsstürzen und trocknet und lagert Kräuter in seiner Höhle um sich im Winter von ihnen zu ernähren. Zum Wild gehören auch größere Raubtiere wie der Schwarzbär, Kojoten oder Berglöwen. Die Gefahr auf einen Berglöwen zu treffen ist sehr gering, da er sehr scheu ist. Aber er ist wichtig für das Gleichgewicht, weil er die Bestände von Rehen und Eichhörnchen kontrolliert. Häufig zu sehen sind Eichhörnchen. Wer dabei an unsere roten europäischen Freunde denkt liegt falsch. Im Park leben graue Hörnchen, die auch sonst sehr verbreitet in Kalifornien sind. Die Rehe sind natürlich auch nicht zu vergessen. Man kann sie häufig auf weiteren Flächen sichten, aber auf Parkplätzen hat man sie auch schon gesehen. Etwas ganz Besonderes ist es, wenn man ein Muttertier mit ihren Kitzen am Wegesrand sieht. Vögel fühlen sich genauso wie die Säuger wohl. Deshalb kann man aus jeder Gruppe sicherlich einen Vertreter finden. So gibt es Eulen, Falken, Adler und kleinere Singvögel. Außer Vögeln und Säugetieren gibt es auch Fische, Schlangen und Insekten.
Ja, ein Hirsch auf dem Parkplatz
Für jeden Geldbeutel und Besucher gibt es die richtige Unterkunft. Das Ahwahnee Hotel wurde 1927 eröffnet. Es wurde für die wohlhabenden Gäste erbaut. Durch die Nutzung von einheimischen Steinen und Holz fügt sich das Hotel in seine Umgebung ein. Noch heute sind Zimmer und dergleichen Luxus, schließlich haben es sich hier schon Könige und Präsidenten gut gehen lassen. Auch deshalb ist das Hotel ein Pflichtpunkt auf den Listen der Gäste. Ein kurzer Besuch der Eingangshalle mit ihren Öfen und den prunkvollen Möbeln lässt erahnen wie viel Glanz der Rest des Hotels zu bieten hat. Für den kleineren Geldbeutel gibt es mehrere Lodges, die die Vorzüge eines Hotels mit besonderer Lage bieten zum Beispiel die Yosemite Lodge at the Falls oder die White Wolf Lodge. Für den kleinen Geldbeutel gibt es die Camps, die Camping ohne Zeltaufbau, aber mit Essen bieten. Außerdem gibt es noch ein weiteres Hotel das Wawona Hotel.
Das Wawona Hotel
Den Abenteurern und Adrenalin-Junkies hat der Park mehr als genug zu bieten. Angefangen bei geführten Wandertouren über Klettern und Kletterschulen über Foto Workshops über Radfahren über Trips zu Pferd oder Muli über geführte Bustouren über Spaß für Kids über Golf über Wissenstouren über Rafting bis hin zu Ski und Eislaufen im Winter ist für jeden etwas dabei.
 

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Kommentare (1)
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18.05.2013
lotte98 hat geschrieben:
echt interessanter bericht ! tolle fakren
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