Entdecke die Natur!


Ein Dorf


namens Erde


© WWF
WildMoon - Leben in der Wildnis


von Helen
28.07.2015
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100 P

Als es endlich los ging, schlug mein Herz wie wild. Wir alle setzten unsere Rucksäcke auf, bepackt mit Wollkleidung und einem Schlaffell oben drauf, und machten uns auf in den schwedischen Wald. Einen Mond lang sollte dieser unser Zuhause werden.

„Unser erstes Camp liegt nord-westlich vonhier. Ungefähr die Zeit zu laufen, die es braucht um in Ruhe ein Abendessen zu essen“, war unser erster Tipp von einem unserer drei Guides.
Und von da an war es klar, dass wir unsere „zivilisierte“ Welt nun hinter uns lassen. Keine Straßen und Häuser, nicht einmal Wanderpfade, einfach der Wald, Seen und Landschaften. Keine Uhr und kein Datum, einfach den Moment und die Sonne am Himmel. Keine Karte, kein Kompass, einfach unser Wissen, unsere eigene Orientierung und unser Zusammenhalt als Gruppe.

 

In wilden Ecken unterm Tarp schlafen

 

 

Weiterziehen

 

Am ersten Abend schrieb ich in mein kleines Tagebuch: „So verrückt, dass ich mich stark fühle, auch wenn wir heute gefastet haben. Dass ich mich glücklich fühle, auch wenn recht viele Mücken um uns sind. Dass ich mich verbunden fühle zu diesen Menschen, die ich heute erst kennen gelernt habe.“


Und so wurde dies mein Leben. Für diesen einen Mond lang tauchte ich ganz in uner Leben als Clan. In Achtung vor der Natur, von der wir so viel bekamen, und in Achtung voreinander, jedem wie er war und was er mitbrachte.
Alle drei Tage zogen wir weiter. Vor allem auf den Spuren eines Wolfsrudels. Wir bekamen unser Essen von „außen“, doch wir sammelten auch Beeren, Wurzeln, Blätter und Pilze dazu und angelten in den Seen. Wir kochten am Feuer und tranken direkt vom wilden Wasser.
So simpel und so lebendig. Schon nach einigen Tagen hatte mich ein Gefühl von purer Lebendigkeit ergriffen. Auch mit allen Herausforderungen, mit Hunger und Unbequemlichkeiten, fand diese Lebensweise eine Balance in mir die echt war. Es brauchte keine Lügen mehr. Keine Oberflächlichkeiten.

 

Pausen an wundervollen Plätzen 

 

Unsere "Essensbeuten"

 

Feuermachen nur ohne Streichhölzer. Ein Abenteuer.

 

 

Das Clanleben war ein wichtiger Teil in unserer wilden Lebensweise. Jeden Tag teilten wir unser Wissen, unsere Ansichten und Gefühle, unsere Verantwortung für die Kinder und unsere ganz persönlichen Gaben, die jeder in diese Welt mitbringt.

 

Kochen am Feuer

 

Reich beschenkt von der Natur und mit unserem geballten Wissen

 

 

Die Nähe zu den Seen einfach unglaublich wertvoll

 

Am Ende fühlte ich mich gleichzeitig, als würden wir schon ewig so leben und als wären wir gerade erst losgelaufen.

„Wir gehen nicht zurück. Wir gehen weiter,“ sagte Daniel, dem wir für diese Zeit den Namen „Acts from Inner Call“ gegeben hatten.
Und so gingen wir weiter. Bereichert mit einer Erfahrung, die wir nie vergessen werden. Und so vielem mehr, was nicht in Worte passt, sondern erlebt werden will.

 

Wer mehr über das WildMoon erfahren will findet ganz viel unter: www.wildmoon.eu. 

 

 

 

Quellen:

www.wildmoon.eu

https://www.facebook.com/photo.php?fbid=10207038800829108&set=a.10207038770268344.1073741861.1252822434&type=1&theater

 

 

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Kommentare (9)
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18.08.2015
Helen hat geschrieben:
Liebe Line,
zu deinen Fragen: 1. in dieser Lebensweise, wie wir es gemacht haben, vegetarisch zu leben ist nicht wirklich machbar. Du würdest nicht satt werden. Wir haben uns nach der "Native Diet", einer ursprünglichen Ernährungsweise ernährt, die aus Obst, Nüssen, Ei, Gemüse, Fleisch (nur von wild lebenden Tieren, also zB Wildschwein) und tierischem Fett besteht. Ich esse gewöhnlich sehr selten Fleisch, habe mich mit dem Essen in dieser draußen-Lebensweise und in dieser Landschaft sehr wohl gefühlt.
2. Das ist schon schwieriger :) : Es gab viele Momente und Tage in denen ich mir gewünscht habe, immer so leben zu können. In den letzten Tagen haben ich trotzdem für mich das Gefühl bekommen, dass es gut ist "weiter zu gehen", vor allem aber da mein "zivilisiertes" Leben nicht allzu zivilisiert ist. Es war trotzdem hart zurück zu sein. Wo war der Wald? Wo war das wilde Wasser von dem ich trinken konnte? Wo war mein Clan, der eine Familie für mich geworden war? Wo war dieses Gefühl von direktem Leben?
Aber ich glaube man kann auch viel mitnehmen. Mir sind ein paar Dinge aufgefallen, die ich vorher nie wahrgenommen habe, ich halte öfter inne und merke wie wertvoll all das ist, das uns geschenkt wird. Und wer weiß, was die Zukunft bringt :)
09.08.2015
Line hat geschrieben:
Danke, Helen für diesen wundervollen Bericht!
Mir bleiben noch zwei Fragen offen:
1. Kann man dort auch als Vegetarier überleben?
und 2. viel wichtiger: wie schaffst du es nach so einem Erlebnis, nach der Erfahrung der unendlichen Freiheit, wieder in den normalen Alltag zu kommen? Ich weiß nicht, was du derzeit machst, aber ich stelle es mir sehr schwer vor, das hinter sich zu lassen und sich wieder auf das Leben in der "Zivilisation" zu konzentrieren. Hegst du nicht immer fort den Wunsch wieder auszuziehen?
03.08.2015
Anais hat geschrieben:
Das klingt nach einer super spannenden Zeit
03.08.2015
Marcel hat geschrieben:
Wirklich beeindruckend! Danke, Helen, für diesen wertvollen Bericht.
31.07.2015
Johannisbeere1502 hat geschrieben:
Das muss eine spannende Erfahrung gewesen sein! Danke für die Eindrückde :-) Schweden muss wunderschön sein...
29.07.2015
Elena001 hat geschrieben:
Das klinkt nach einer sehr schönen Zeit
28.07.2015
Cookie hat geschrieben:
Helen, wie schön mal wieder von dir zu lesen! :)
Schweden ist ein wundervolles Land und was du erzählst, klingt nach einer unvergesslichen Zeit.
28.07.2015
Sunlight hat geschrieben:
Wow, Das klingt nach einer wundervollen Erfahrung!
Danke liebe Helen, dass Du sie mit uns teilst und schön, von Dir zu hören!! :) :*
28.07.2015
RichardParker hat geschrieben:
Klingt richtig toll!! Jetzt zieht es mich auch raus... :))
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