Entdecke die Natur!


Ein Dorf


namens Erde


© WWF
Wie sieht Zukunftsmobilität aus? Teil I


von Peet
01.06.2012
29
0
100 P

Tür auf, hinein ins Auto, Startknopf gedrückt und los gesurrt.

Kein V8-Diesel Motor, kein Super-Benzin von Nöten oder sonstige herkömmliche Treibstoffe, sondern lediglich Strom – natürlich aus erneuerbaren Energien!

Mein erster Eindruck eines Elektroautos konnte ich gestern selber einmal erleben. Es war das gleiche Gefühl wie damals bei der ersten Fahrstunde, mit nur einem Unterschied. Das Geräusch des Motors war nicht mehr da! Denn anders als beim Verbrennungsmotor lässt sich bei der elektrischen Variante kaum ein Geräusch vernehmen. Lediglich ein angenehmes Surren ist zu hören, das war es auch schon.

Ich frage mich schon seit Jahren, wie denn unsere Mobilität der Zukunft aussehen wird. Werden wir alle irgendwann Elektroautos haben? Oder nur Zugfahren? Oder Car-Sharin nutzen? Oder gar nichts davon?

In den letzten Jahren, und gerade im letzten Jahr, hat sich so einiges hier in Deutschland getan, so mein Eindruck. Mit dem Ausstieg aus dem Ausstieg und hin zu den erneuerbaren Energien, hat die Bundesregierung eine klare politische Agenda vorgegeben. Mehr Strom aus erneuerbaren Energien, was aber auch Probleme mit sich bringt. Die Stromnetze müssen extrem ausgebaut werden. Neue Technologien müssen dafür verwendet werden und Bürger sehen ihre Gesundheit oder ihre Immobilie in Gefahr. Das Problem der Stromschwankungen muss bewältigt und Speichermöglichkeiten für Strom gefunden werden.

Deutschland ist weltweit über die kommende Jahre gesehen ein einzigartiges Projektgebiet oder sagen wir mal – Versuchsexperiment. Der japanische Premierminister sagte vor einigen Monaten einmal, dass er „neidisch“ auf Deutschland guckt, da wir den „Mut“ aufbringen, etwas zu verändern. Die Frage ist nun: Behalten wir den Mut und geben nicht beim nächsten Problem auf?

In meinem Blogpeterjelinek.wordpress.com – und natürlich hier, versuche ich nun in Zukunft solche Themen aufzugreifen und habe aktuell eine sehr interessante, aber auch futuristische Sache gefunden.

Teil I – Das Land der Autobahn

Eine Oberfläche aus Glas, Heizung gegen Eis und Schnee, integrierte Verkehrszeichen, Sensoren für den Verkehrsfluss und Produzent für sauberen Strom – die Autobahn der Zukunft?

Wenn es nach Scott Brusaw aus dem Bundesstaat Idaho in den USA geht, ja! Das Konzept dafür nennt er „Solar Roadways“ und soll die USA unabhängig vom fossilen Brennstoffen machen. Was dort klappen kann, ist selbstverständlich auch nutzbar für andere Länder.

Das Konzept sieht vor, das langfristig gesehen alle Beton- und Asphaltoberflächen, die der Sonne ausgeliefert sind, mit deren extra entwickelten Solarmodulen ausgestattet werden. Als Herzstück beschreibt Brusaw seine drei mal drei Meter große Module aus extrem hartem Glas, Solarzellen, LEDs als Straßenbeleuchtung und zum Einblenden von Verkehrshinweisen, Heizelementen sowie Sensoren zur Erfassung und Steuerung des Verkehrsflusses.

Da das Ganze nicht von heute auf morgen passieren kann, sollen Parkplätze von Raststätten oder Supermärkten als Anfang dienen. Der so erzeugte Strom könnte Gebäude vor Ort unabhängig machen aber auch parkende Autos mit sauberen Strom versorgen.

Per Induktion könnten auf den ausgebauten Straßen die Fahrzeuge während der Fahrt mit Strom versorgen und so die Reichweite ins unendliche erweitern.

Auch wenn alles nach Fiktion klingt, so sind die Fortschritte schon enorm. Die Glasplatten sind eine neue Erfindung und können bis zu 125 Tonnen pro Modul tragen. Verschmutzungen durch Staub oder Reifen wird durch die Nutzung von Ultraviolettstrahlung kompensiert. Zudem kann die ständige Nutzung von Kehrmaschinen, die sowieso schon im Einsatz sind, das Ganze noch verbessern.

Die Kosten für die ganze Aktion sind, wie immer, gigantisch. 10.000 Dollar beziffert Brusaw die Kosten für ein Modul, doch diese Kosten sollten nicht abschrecken. Würden alle 75.000 Kilometer Autobahn in den USA mit diesem Modulen ausgebaut werden, so hätte man die dreifache Menge an Strom, die jedes Jahr in den USA benötigt wird. Zudem würden konventionelle Kraftwerke unbrauchbar oder in Stromspeicher umgewandelt werden. Abzüglich der Baukosten für herkömmliche Straßen minimieren sich die Kosten für ein solches Projekt deutlich.

Zudem muss man hinzufügen, dass durch die saubere Art und Weise wie Strom erzeugt wird und wie die Autos sich von einem Punkt zum anderen Bewegen Unmengen an CO2-Einsparungen vorhanden wären. Denn die Kosten für die Klimawandel sind kaum messbar. Experten schätzen sie aber in Billionenhöhe – und das nicht nur in den USA.

Quelle: http://www.spektrum.de/alias/zukunft-der-mobilitaet/auf-der-sonnenseite-der-strasse/1151889

Bild: Peter Jelinek
 

Weiterempfehlen

Kommentare (27)
Um einen Kommentar zu schreiben einfach registrieren oder einloggen.
Sortieren nach Aktualität:
14.06.2012
Peet hat geschrieben:
Einmal abschicken hätte auch gereicht, Tania ;)
14.06.2012
TaniaTukan hat geschrieben:
Voll interessantes projekt!!! Ich frag mich, warum es so lange gedauert hat, bis jemand auf eine eigentlich so sonnenklare Idee gekommen ist ;)
14.06.2012
TaniaTukan hat geschrieben:
Voll interessantes projekt!!! Ich frag mich, warum es so lange gedauert hat, bis jemand auf eine eigentlich so sonnenklare Idee gekommen ist ;)
14.06.2012
TaniaTukan hat geschrieben:
Voll interessantes projekt!!! Ich frag mich, warum es so lange gedauert hat, bis jemand auf eine eigentlich so sonnenklare Idee gekommen ist ;)
14.06.2012
TaniaTukan hat geschrieben:
Voll interessantes projekt!!! Ich frag mich, warum es so lange gedauert hat, bis jemand auf eine eigentlich so sonnenklare Idee gekommen ist ;)
14.06.2012
TaniaTukan hat geschrieben:
Voll interessantes projekt!!! Ich frag mich, warum es so lange gedauert hat, bis jemand auf eine eigentlich so sonnenklare Idee gekommen ist ;)
14.06.2012
TaniaTukan hat geschrieben:
Voll interessantes projekt!!! Ich frag mich, warum es so lange gedauert hat, bis jemand auf eine eigentlich so sonnenklare Idee gekommen ist ;)
05.06.2012
gelöschter User hat geschrieben:
Dann wohnst du nicht in der Innenstadt einer Großstadt......selbst bei uns ist der Verkehrslärm nervig und man muss schon ein ganzes Stück aus der Innenstadt rausfahren um ihm zu entkommen.
Ich sehe daher nur Vorteile bei Elektroautos - sofern sie dann endlich mal ausgereift werden. Und wenn der Strom dann auch noch selbsterzeugt oder "aus der Straße" kommt ist das schon fast eine ideale Lösung.

Aber um dem Argument des "leisen Autos" entgegenzuwirken gibt es schon Ideen, den Autos ihren Sound zurückzugeben. Gerade "Liebhaber" würden niemals ein Auto ohne den richtigen Sound kaufen. Du kannst also vll iwann mal beim Autokauf zwischen Lautstärke und Art des Geräusches wählen...
Die Umwelt wird also nur eine kurze Zeit der Ruhe haben.
05.06.2012
Himbeere hat geschrieben:
Also bei uns ist es meistens recht leise was den Verkehr betrifft... Ohne mein Gehöhr wäre ich inzwischen schon lange tot.... Diesbezüglich baucht es noch ganz dringend eine Lösung!
05.06.2012
gelöschter User hat geschrieben:
@Himbeere:
Die Stille hat für alle Vorteile - sowohl für den Menschen, als auch für die Umwelt.
Natürlich ist es angenehmer wenn man sich auf sein Gehör verlassen kann beim Straße überqueren. Aber im Verkehr sollte grundsätzlich alles erst nach Sichtkontakt passieren! Das ist bei Sehbehinderten natürlich nicht möglich, aber dafür gibt es die akutischen Ampeln.
Und der Großteil der Leute hat heute eh Musik in den Ohren und hört kaum noch was direkt neben einem passiert.
Wenn man die Autos nicht hört, achtet man automatisch mehr auf seine Umgebung. Und ganz ehrlich.....ich höre lieber die Vögel als die Autos :)
04.06.2012
Himbeere hat geschrieben:
Finde ich voll cool! Das einigste was ich an Elektroautos blöd finde, ist, dass man sie nicht kommen hört. Bei vielen engen Kurven und für Sehbehinderte ist das sehr gefährlich!
Was denkt ihr darüber? Klar ist die Stille angenehm, aber... naja...
04.06.2012
gelöschter User hat geschrieben:
Die Idee ist genial und sollte auf jeden Fall ausgebaut und weiterentwickelt werden!!

Es gab auch mal Zeiten in denen sich niemand vorstellen konnte, dass Kutschen ohne Pferde fahren oder der Menschn durch die Luft reisen könnte.....neue Ideen können verwirklicht werden. Man muss nur daran glauben - und das nötige Kleingeld haben :)
03.06.2012
Taki hat geschrieben:
Kalsse Idee, nur es fehlen Zapfstellen um eine Frlüssige Langstrecke hin und Zurück zu fahren. Mal davon abgesehen. Ich kann mir Keinen Koenigsegg Agera H mit einem Elektromotoer vorstellen. Wo kammt man da Hin. Erst ercht nicht einen Pinzgauer.
03.06.2012
kiena hat geschrieben:
Nichts desto trotz: Strom muss hergestellt werden. Der Strom kommt ja auch nicht aus der Steckdose, und die Herstellung von Strom ist doch auch eine Umweltsauerei. Ich finde, man sollte Wasserstoffmotoren ausbauen und weiterentwickeln.
03.06.2012
Babbuina hat geschrieben:
Na, wenn ich heutzutage schon sehe, wie schnell unsere Autobahnen kaputt gehen... Da sind Glas und die Solarzellen um einiges teuer. Außerdem auch ein Gefahrenrisiko, wenn eins kaputt geht. Gleich die ganze Autobahn sperren zu müssen, wenn eins kaputt ist ?! Ud wenn das häufiger passiert, dann braucht man die Autobahn gar nicht mehr, da sie dann dauer gesperrt ist. Bei Fahrradwegen bzw. Fußwegen ist das was anderes, aber ich denke nicht, dass sich das auf Autobahnen übertragen lassen kann. Aber ich lasse mich gerne eines anderen belehren. ^^
02.06.2012
gelöschter User hat geschrieben:
gelöscht
02.06.2012
BioApfelKaetzchen hat geschrieben:
Das kann ich mir gar nicht vorstellen. Die ganzen Straßen umzubauen, wäre ja auch ein unglaublicher Aufwand, aber eine tolle Lösung wäre es ohne Zweifel. Irgendetwas muss sich auf jeden Fall ändern und das tut es ja auch schon. *-*
02.06.2012
LSternus hat geschrieben:
Interessante Frage, die du da stellst.
Hoffentlich wird unsere Mobilität wirklich umweltschonender.
02.06.2012
ingachen hat geschrieben:
Sehr interessanter Bericht! Wenn das wirklich so klappen würde, wär schon toll.
Man sollte das Ganze auf jeden Fall im Auge behalten. Bin gespannt was aus der Idee wird :)
02.06.2012
Wasserjunge hat geschrieben:
Ja, da können wir echt gespannt sein. Ich bin natürlich für den Vortschritt der erneuerbaren Energien. ;)
Aber ob irgentwann die ganze Welt "grün" fährt, lassen wir uns überraschen. Doch wenn der Großteil der Erdbevölkerung wenigstens CO² sparende Dinge wie Bahn,Elektrofahrzeuge und Fahrräder öfter bezutzt sind wir auf einen guten Weg... :)
01.06.2012
Viveka hat geschrieben:
Toller Bericht!
Das sind ja mal positivere Zukunftsnachrichten!
01.06.2012
Tina271 hat geschrieben:
Sehr interessanter Bericht! Ich bin ja mal gespannt, wie sich die Sache in den nächsten Jahren entwickelt... :)
01.06.2012
MarcelB hat geschrieben:
Ich denke, dass die Zukunft ein Gemisch aus Elektroautos, Car-Sharings, Bahnfahrten und den "normalen" Diesel/Benzin-Autos sein wird. Ich hoffe und wünsche mir, dass natürlich die Lobby der Hybriden gefördert wird. Noch sieht es bei uns ja relativ positiv auf. Allerdings ist und bleibt der Klimawandel ein globales Problem, in der wir alleine natürlich erstmal nichts drehen.
Solche Solarstraße hab ich schon als Solarfahrradwege kennengelernt, echt ne tolle Sache!!! Eine weitere Möglichkeit wäre noch den gesamten Straßenverkehr - wie im Schienenverkehr- durchOberleitungen von Strom zu versorge und die Autos per Adapter auf dem Dach darauf anzupassen. Das wäre ein gewaltiger Schritt und in Deutschland wahrscheinlich erstmal unmöglich, dennoch eine nette Idee! :)
01.06.2012
Chrissi96 hat geschrieben:
echtguter Bericht
:)
01.06.2012
midori hat geschrieben:
Das klingt einfach nur fabelhaft und bombastisch! Wenn das tatsächlich unsere Zukunft wäre, würde ich mich wirklich riesig freuen! :o)

Danke für die interessante Idee lieber Peter!
01.06.2012
MaRyLoU hat geschrieben:
Vielen Dank für den interessanten Artikel :) Wenn sich manche Sachen davon wirklich so entwickeln würden (und das zeitnah ;)) wäre das echt klasse und spannend zugleich

p.S. Schönes Bild :)
01.06.2012
sarahsolaika hat geschrieben:
ich finde diese idee mit der solarautobahn ziemlich abstrakt und kann mir auch nicht vorstellen, dass diese ganzen regelungen und generell das funktionieren reibungslos abläuft..
ich lass mich aber mal überraschen, was wir darüber noch erfahren werden und wie sich die ganze idee entwickelt :)
Login
E-Mail


Passwort


Kostenlos registrieren
Mitglied werden
Könnte dir auch gefallen
Empowering Locals - Das SEE...
Hallo liebe Community   Ihr erinnert euch doch noch bestimmt entfernt an meinen ersten A... weiter lesen
Ergebnisse der Befragung: nachhaltige Jugendreisen
Ergebnisse der Befragung: n...
Hier sind nun endlich die Ergebnisse der Umfrage zu nachhaltigen Jugendreisen! Danke nochma... weiter lesen
Bienvenue en France! (5) - Die Kehrseite der Medaille (1)
Bienvenue en France! (5) - ...
Liebe Community, ich glaube so langsam werden wir heimisch in Frankreich! Wieder geht es in den... weiter lesen
Empowering Locals - Ökotourismus am Victoriasee in Kenia
Empowering Locals - Ökotou...
  Der Victoriasee ist der zweitgrößte Süßwassersee der Welt. E... weiter lesen
Life Abroad - mein AuPair Jahr in London
Life Abroad - mein AuPair J...
Hello everyone, zuerst einmal möchte ich mich allen, die mich noch nicht kennen, vorstel... weiter lesen
Deine Ansprechpartner
Marcel
Marcel Gluschak
WWF Jugend Community Manager
zum Profil
Luise
Luise Neßler
WWF Jugend Community Moderatorin
zum Profil
MarcelB
Marcel Brüssow
WWF Jugend Redaktion
zum Profil
Ronja96
Ronja Post
WWF Jugend Aktionsteamer
zum Profil
HannahFee
Hannah Fesseler
hilft dir bei technischen Fragen
zum Profil
AndreaRentschler
Andrea Rentschler
hilft dir bei Fragen zur WWF Jugend Mitgliedschaft
zum Profil
NicoleB
Nicole Barth
hilft dir bei Fragen rund um die WWF Jugend Camps
zum Profil