Entdecke die Natur!


Ein Dorf


namens Erde


© WWF
Von Budapest bis zum Eisernen Tor Teil 2


von Gravena
19.04.2012
3
0
57 P
Tags: Sport, Flüsse

 13 Rudertage, 23 unerschrockene Ruderer, 5 Boote und 726 Donaukilometer- das war die Osterfahrt 2012 des RCKST.

Für alle die nicht wissen, wovon ich rede:                                                                                http://www.wwf-jugend.de/leben/oeko-reisen/von-budapest-bis-zum-eisernen-tor-teil-1;3728

Wir haben in dieser Zeit so unglaublich viel erlebt, dass ein detaillierter Bericht definitiv den Rahmen sprengen würde. Insofern konzentriere ich mich auf einige wenige Punkte.

Die Landschaft

Anfangs führt uns unsere Fahrt an den grünen Wäldern der Donau entlang. Diese erscheinen uns weitgehend unberührt, lediglich die immer wieder aufsteigenden Rauchwolken machen uns stutzig. Wir vermuten Brandrodung, können die Quelle jedoch nicht eindeutig bestimmen. Außerdem sind die Wälder immer wieder von Industrieanlagen unterbrochen, an denen Frachter be-und entladen werden. Mit der Zeit gehen uns die Wälder allerdings zunehmend auf die Nerven. So schön sie auch sein mögen, es mach keinen Spaß hunderte von Kilometern entlang grüner Wälder zu rudern- man langweilt sich zu Tode. Da kommen uns dann einige Städte als Ablenkung ganz Recht. Gegen Ende führte uns unser weg dan durcheine komplett andere Landschaft- die Karpaten. Die Donau wird immer enger und die Hügel immer höher, bis es sich teilweise um glatte Felswände handelt. Wir kommen an mehreren Steintafeln vorbei,ebenso wie an einem in den Fels gehauenen Portrait eines Königs. Auch sehen wir mehrere Felshöhlen und eines der Boote fährt sogar in eine hinein. Den Berichten zufolge war es dort ziemlich kalt und dunkel aber hochspannend. Um das Boot nicht zu gefährden dreht die Mannschaft nach 100m um. 

Aussicht aus dem Quartier in Smederovo

Es wird hügelig- Ausblick auf Rumänien

Es ist grün...und kein Ende in Sicht

Immer noch

Festung von Golubac- Einfahrt ins Gebirge

Der Steinkopf

Apatin

 

Die Städte


Budapest, Belgrad, Novi Sad, Vukovar, diese und noch ein paar Städte mehr konnten wir vom Wasser und vom Land aus bewundern. Budapest bietet vom Wasser aus einen wunederschönen Anblick, man rudert an spektakulären bauerken (z.B. dem Parlament) und grünen Inselchen vorbei, auf denen sich wohl Sportanlagen befinden. Über Budapest vom Land aus kann ich nicht viel sagen, da ich dort lediglich mit dem Zug angekomen und dan mit öffentlichen Verkehrrsmitteln weiter zum Ruderklub gefahren bin. Belgrad hingegen ist sowohl vom wasser wie auch vom Land aus kein besonders schöner Anblick. Es ist grau und schmutzig, einziger Lichtblick ist die Festung. Überall liegt Müll, ein Problem, auf dass ich später noch näher eingehen werde. Novi Sad ist vom Wasser aus ebenfalls kein hübscher Anblick, da die Donau direkt an den Industriehäfen vorbeiführt. Vom Land aus betrachtet hat man hier zwar auch das übliche Müllproblem, jedoch ist die Stadt um einiges attraktiver als Belgrad. Vukovar hingegen isteine äußerst geschichtsträchtige Stadt, der man ihre Vergangenheit durchaus ansieht. Vom Wasser aus kommen wir an mehreren Ruinen vorbei, eine Landbesichtigung war aufgrund eines nahenden Gewitters nicht möglich.

Budapest

Parlament in Budapest

Novi Sad

 

Karavukvo und die Serben

Ein einziges Mal haben wir in einem Dorf abseits der Donau übernachtet. Der weg dorthin war äußerst schwierig, da sich an der Kanaleinfahrt eine nicht eingezeichnete Schleuse befand. Die anschließende Schleusung war auch nicht gerade angenehm, dazu später mehr. Das Dorf an sich ist zwar hübsch, jedoch ist deutlich zu erkennen, dass Serbien wirtschaftliche Probleme hat. Das Haus in dem wir übernachten ist ungeheitz,die sanitären Einrichtungen unangenehm und tierische Mitbewohner hatten wir vermutlich auch. Im Zweitquartier sieht es genauso aus. Die Serben hingegensind unglaublich gastfreundlich. Das halbe Dorf kommt um uns zu besuchen und wir werden mit Unmengen von Essen versorgt. Auch die Wirtin im gasthaus gibt sich jede erdenkliche Mühe uns restlos zu Überfüttern. Abends holt uns eine ganze Gruppe Serben zu einem Rundgang ab, der uns erst in das Privathaus unseres Gastgebers führt. Hierbei können wir erkennen, dass deren eigene Häuser auch nicht viel besser aussehen als unseres. Die Serben scheint dass jdoch nicht weiter zustören, woran man mal wieder erkennen kann, dass Armut nicht gleich Unglück bedeutet. Sie sind glücklich mit ihrem Leben und auf unsere Frage ob sie einen EU-Beitritt Serbien befürworten würden antworten die meisten mit Nein, da sie Angst vor den Auflagen aus Brüssel haben. Dies könnten sie mit ihrem Mitteln unmöglich erfüllen, völlige Armut und diesmal tatsächlich auch Leid wären die Folge.  Was es alerdings im Überfluss zu geben scheint ist Schnaps. Die meisten osteuropäischen Völker haben den Ruf ziemlich trinkfest zu sein, nach meiner Erfahrung kann ich das nur bestätigen. Alles in allem haben die serbischen Dorfbewohner einen durchweg positiven Eindruck bei mir hinterlassen, ihre Gastfreundschaft war wirklich unglaublich.

Erste Häuser von Karavukovo

Quartier I 

Der Müll


Sie begneten uns immer wieder- gigantische Müllansammlungen. Schon während der Zugfahrt durch Ungarn häufte sich der Müll entlang der Gleise, eine wirkliche Entsorgung gibt es scheinbar nicht, das meiste wird einfach über die nächstbeste Mauer gekippt. Auch entlang der Donau sieht es nicht besser aus. Egal wo man anlegt, überall häuft sich der Müll, bei de es sich vornehmlich um Plastikflaschen handelt. it der Enführung von Flaschenpfand wäre diesem Land wirklich geholfen,sowohl der Wirtschaft wie auch der Umwelt. Besonders schlimm ist die Situation inKaravukovo- vor dem Ort befindet sich eine gigantische Mülkippe, alles liegt durcheinander, auch entlag der Straße ist der Müll überall verteilt. Besonders schlimm auch die Schleuse- das Wasser ist grün, es stinkt bestialisch und in der Kammer treiben Kartoffeln und Fische mit Schimmelfäden. Einige der Fische zeigen schwache Lebenszeichen wenn man sie mit den Skulls (Rudern) berührt. Nach 45min in der Schleusenkammer ist allen übel, übergeben muss sich jedoch keiner. Sobald das Ufer steiler wird auch hier das gleiche Problem. Mögen die Häuser auch von noch so viel Reichtum zeugen, der Müll wird einfach den Hang hinuntergekippt. Gleiches Bild an den Straßen. Wo Hänge sind ist auch Müll asonsten liegt er am Straßenrand. Öffentliche Mülleimer sind restlos überfüllt, Mültrennung unbekannt. Alles in alllem also ein ziemliches Problem, welches meiner Meinung nach vor allem am fehlenden Umweltbewusstsein der Bevölkerung liegt. es macht sich einfach niemand Gedanken darüber, dass die Natur lebt und dass man ihr mit seinem Verhalten schaden könnte.

Müllcontainer im Zielort Tekija- ausnahmsweise einmal leer

 

Kleinere Müllsammlung am Rande

(Für weitere Müllfotos gab es kaum Gelegenheit- beim Rudern hat man meist andere Sorgen und beim Anlegen auch)

 

Alles in allem war die Fahrt jedoch wunderschön, auch wenn man sich erstmal umgewöhnen musste. Aber dann hat man eben kein warmes Wasser und es gibt jeden Tag Fleisch zum Frühstück- andere Länder andere Sitten und wir haben es schließlich alle unbeschadet überstanden. Ich freu mich schon auf die TID im nächsten Jahr (Mitfahrer gesucht!!!!!) und bin gespannt was wir dort alles erleben werden.

Einen detaillierten Bericht über jeden einzelnen Rudertag findet ihr bald hier:
http://rckst.de/html/donau_budapest_eisernes_tor_20.html

Den Blog zur Fahrt hier:
http://rckst.de/html/donau_2012_blog.html

Und Informationen zur TID gibts hier:
http://www.tour-international-danubien.org/

Auf unserer Clubhomepgae findet ihr außerdem weitere Fahrtenberichte, Bilder und Fahrtenplanungen (wenn euch irgendetwas besonders interessiert- ich berichte gerne, vorausgesetzt ich fahr mit)

Mit freundlichen Grüßen

Annika

Wir sind da!

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Kommentare (2)
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22.04.2012
Gravena hat geschrieben:
@ die-olli: Naja, ise leben ja nicht im Müll- der wird ja den nächstbesten Hang/mauer runtergeworfen oder außerorts gelagert. Jeder bemüht sich seinen eigenen Lebensraum sosauber wie möglih zu halten-nur leider ohne Rücksicht auf die anderen oder die Umwelt, wobei letztere eindetuig am miesten leiden muss. Wie breits gesagt, den Menschen fehlt einfach das nötige Umweltbewusstsein, sie nehmen die natur als gegeben und denken einach nicht darüber nach, dass sie ihr mit diesem Verhalen Schaden.
21.04.2012
Bluesky hat geschrieben:
Richtig toll! Der Steinkopf sieht ja super aus! So ne Reise könnte ich mir auch mal vorstellen..
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