Entdecke die Natur!


Ein Dorf


namens Erde


© WWF
Umweltschutz im Krisenland


von Sandsturm
24.10.2013
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Palästina und Israel – Länder, die genug Probleme (miteinander) haben, als dass sie Zeit hätten sich um die Probleme anderer Menschen oder gar Tieren und Pflanzen zu kümmern. Ich war für eine Woche da und bin durch das „Heilige Land“ gereist und möchte euch berichten, was mir auf meiner Reise alles zum Thema Umwelt- und Tierschutz aufgefallen ist.

Ich habe in einer Gastfamilie gewohnt und das erste, was ich merkte, war: die Menschen besitzen gar kein Bewusstsein dafür, wie schlecht es der Natur geht. Meiner Ansicht nach haben sie einfach zu viel damit zu tun sich eingesperrt zu fühlen und nach Freiheit zu streben (Palästina) bzw. die Palästinenser einzusperren und misstrauisch zu sein (Israel). Für sie ist das ein dringenderes und akuteres Problem als die Zerstörung der Umwelt, was ich natürlich auch nachvollziehen kann.

Trotzdem ist es schade, wenn mitten in der Wüste solche Müllberge entstehen können …

… nur weil die Menschen aus Bequemlichkeit (die sie, denke ich, aus der westlichen Welt übernommen haben) ihre Chipstüten aus dem Fenster werfen, wenn sie leer sind. Und dann bewundern sie Deutschland für seine sauberen Straßen. Ich glaube, solche Kleinigkeiten sind ein Ansatz, bei dem man bei allen Menschen anfangen kann, Umweltschutz aufzubauen, wenn jemand ihnen ein Bewusstsein und Aufklärung vermittelt.

Kleine, wenn auch zweckmäßige, Ansätze gibt es ja schon. Zum Beispiel wird das Trinkwasser dort bis auf den letzten Tropfen sorgsam verwendet und gespart (wegen dem allgemeinen Wassermangel in Israel) und die Plastiktrinkflaschen werden, im Gegensatz zu den Plastiktüten, wiederverwendet.

Beim Essen hingegen sieht es schon wieder ganz anders aus. Man bekommt immer Unmengen an Essen angeboten, probiert aus Höflichkeit von jedem ein bisschen und der Rest wird hinterher weggeworfen.
Abgesehen davon ist das arabische Essen sehr köstlich und vor allem für Vegetarier und Veganer wie mich hervorragend geeignet, auch wenn die Einheimischen selber Fleisch lieben und nicht verstehen wie ich darauf verzichten kann.

Was weniger mit WWF-Themen zu tun hat, ist der Tierschutz. Doch auch über den möchte ich berichten. Leider habe ich in Jerusalem und Nazareth so viele Straßentiere herumlaufen sehen wie sonst noch nirgends. Mit Sicherheit gibt es anderswo noch viel mehr Straßentiere, aber das war schon traurig genug.

 

Doch auch für die Tiere gibt es Hoffnung. In der Nähe von Jericho, mitten in der Wüste hat ein polnischer Professor zusammen mit Palästinensern ein Vogelschutzprojekt aufgebaut. Die Männer und Frauen untersuchen das Verhalten der Zugvögel, z.B. mit diesem Gerät …

… darein werden eingefangene Vögel mit einem Nylondraht darüber gespannt gesetzt. Die Vögel versuchen dann sich durch den Draht hinauszupicken und die Forscher können, nachdem der Vogel es geschafft hat, am Draht erkennen, in welche Richtung der Vogel weitergeflogen ist (nämlich da wo am meisten gepickt wurde). So können sie die Wanderruten der Zugvögel besser verfolgen und die Tiere besser schützen.

Das Vogelschutzprojekt gehört zum Environmental Education Center in Palästina, das sich genau das zur Aufgabe gemacht hat, was der Ansatz für guten Umweltschutz ist: Bildung.

Ihr seht es gibt noch viel zu tun in Palästina und Israel, aber der Anfang ist gemacht.
 

(Copyright liegt bei mir)

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Kommentare (8)
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15.11.2013
Kerstin hat geschrieben:
Super Bericht!!! Ich finde die Ansätze schon mal echt klasse, auch wenn es noch viel Verbesserungspotential gibt
24.10.2013
vince hat geschrieben:
Na immerhin! Aber das kennt man ja auch aus anderen Ländern, dass die Leute ihren Müll auf die Straße schmeißen. die kennen es einfach nicht anders...
Auf jeden Fall ein guter lesenswerter Bericht!
24.10.2013
Zweitagsfliege hat geschrieben:
Naja, ob der Müll auf den Straßen herum liegt, oder in der Müllverbrennungsanlage/ in den Ozeanen... ;)
Guter Bericht jedenfalls! (wie die anderen ja schon geschrieben haben)
24.10.2013
Animal-friend hat geschrieben:
Toller Bericht !!! Aber echt schrecklich !!! Ich war auch schon einmal dort und habe täglich 50 Streundende, abgehungerte und kranke Tiere gesehen - dieses leid war fast nicht auszuhalten !!! Und der Müll .... du hast ja geschrieben, dass sie Deutschland´s Straßen sauber finden. -sauberer als bei ihnen zum glück ja, aber wirklich sauber sind sie nicht gerade mit den tausenden von Kaugummis und was da sonst noch alles klebt und rum liegt !!
24.10.2013
screamingeagle hat geschrieben:
Guter Bericht! wie schlecht es in Krisengebieten wirklich um die Umwelt steht - darüber habe ich mir ehrlich gesagt bisher wenig Gedanken gemacht...
Das Vogelschutzprojekt ist aber schon mal ein schöner Ansatz.
24.10.2013
Carinaa hat geschrieben:
Vielen Dank für den tollen Bericht :)
Irre das du da warst, war bestimmt cool :)
24.10.2013
Sandsturm hat geschrieben:
@Westermann: Vielen Dank! Ich war im West-Jordanland. Gaza-Streifen war dann doch zu gefährlich.
24.10.2013
Pandafreundin hat geschrieben:
Es stimmt das größte Problem, über dass auch berichtet wird, sie die Komplikationen unter den beiden Bevölkerungen aber die Probleme die Länder sonst noch haben werden außen vor gelassen - es muss wirklich noch was getan werden!
Schöner Bericht! :)
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