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SmartBird - Eine täuschend echte Kopie


von MarcelB
05.04.2011
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 Als Ingenieur war Leonardo da Vinci der Pionier seiner Zeit. Seine Wille: Maschinen bauen, die dem Menschen ihre Arbeit erleichtern, sozusagen: „die Produktivität zu erhöhen“. Im Laufe der Zeit nahmen seine wissenschaftlichen Forschungen und sein durch Studium angeeignetes Wissen über Naturkräfte, die er zum Nutzen der Menschheit einsetzen wollte, immer mehr an Bedeutung zu. Jahrzehntelang skizzierte er Fluggeräte, die dem modernem Flugzeug oder auch den heutigen Hubschrauber gleichen.

Um 1505 ließ Leonardo am Monte Ceceri in der Nähe von Florenz, Flugübungen mit einem Segelfluggerät durchführen. Die Versuche scheiterten und er notierte in seinem Manuskript, dass sich sein Assistent dabei ein Bein und einige Rippen gebrochen hatte.

Fast ein halbes Jahrtausend hat es gedauert, bis die Wissenschaft so weit war das Fliegen eines Vogels verstehen zu können. Die Nutzung der Luftströme spielte hierbei eine zentrale Rolle. Der Firma FESTO ist es nun gelungen einen Vogel nachzubauen!

Dieser kann selbstständig starten, fliegen und wieder landen. Der SmartBird, wie ihn die Firma nennt, ist ein ultraleichter, hoch-leistungsfähiger Roboter-Vogel, der sich durch herausragende aerodynamische Eigenschaften und extremer Beweglichkeit auszeichnet.

Vorgestellt wurde der Vogel auf der Hannover Messe Anfang April und nachempfunden sei er einer Silbermöwe. Insgesamt wiegt die Roboter-Möwe 1 Pfund und ist knapp 1,10 Meter lang und hat eine Flügelspannweite von zwei Metern. Damit ist sie ein kleine Stück größer als sein natürliches Vorbild.

Das metallische Ebenbild verfügt über die gleichen Eigenschaften wie die von Mutter Natur geschaffene Silbermöwe, beispielsweise kann der SmartBird die natürlichen Schlagbewegungen – also auf und ab - des Vogels ausführen, doch der Roboter Klon kann sogar mehr, nämlich den Anstellwinkel verändern und somit sogar vorwärts schlagen (Genaueres im Herstellervideo).

Erschreckend ähnlich wirken auch die Bewegungen von Kopf und Schwanz, mit der er während des Flugs lenken und erleichterten Auftrieb gewinnen kann.

Fraglich bleibt die Funktion des nachgebauten Vogels, tatsächlich sind viele Menschen von dem „Produkt“ beunruhigt und sehen es nur als eine Frage der zeit, bis das Militär oder der Geheimdienst die Modelle als Dronen verwendet.

Mögliche Konsequenzen aus der täuschend echten Kopie wären, dass echte Vögel unabsichtlich abgeschossen werden, da man der feindlichen Spionage entgehen möchte.

Allerdings könnte der Vogel auch für weitere Forschungszwecke oder sogar Tierschutz eingesetzt werden, hierbei könnte genauer das Verhalten von Vögeln beobachtet werden, indem der Robotervogel eine Gruppe von Vögeln begleitet.

Was haltet ihr von der Robotermöwe: Ist sie ein wissenschaftlich fundiertes Forschungsergebnis oder nur eine weitere Gefährdung durch den Menschen?

 

Quellen:

http://www.festo.com/net/SupportPortal/Downloads/46270/Brosch_SmartBird_en_8s_RZ_300311_lo.pdf

http://www.festo.com/rep/de_corp/assets/Smartbird_Composing_PPT_Ausschnitt_2_500px.jpg

http://images.gizmag.com/gallery_lrg/smartbird.jpg

http://www.youtube.com/watch?v=nnR8fDW3Ilo&feature=player_embedded

http://www.youtube.com/watch?v=CJVJaWEK-j4

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Kommentare (11)
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07.04.2011
Schmusetigerle hat geschrieben:
Also ich denke erst einmal super! Endlich etwas Umweltfreundlicheres zum fliegen! Natürlich noch lange nicht ausgereift und noch ganz am Anfang. Aber eine tolle Idee. Fliegen ist schließlich immer noch ein Traum der Menschheit.
Natürlich kann der "Vogel" missbraucht werden, aber wenn man von Anfang an so denkt, kann man doch in jedem Ding seine Fehler entdecken! Es gibt nichts, was nicht für negative Zwecke genutzt werden könnte... man muss einfach immer beide Seiten sehen und dann Prioritäten setzen.
07.04.2011
MarcelB hat geschrieben:
Ich denke, das ist eine riesige Chance mehr über unsere Umwelt zu verstehen. Vllt. schaffen wir das ja auch im größerem Maßstab umzusetzen. Und zu Passagiermaschinen zu entwickeln! Die Batterie bzw. Akku könnte man per Solarenergie versorgen. Das Modell würde sowas von nachhaltig ankommen!!
Forschungen sind an sich nicht schlecht, ich denke auch nicht, dass das Modell hier direkt Vogelleben gefährdet...Die Laufzeit des Akkus wird so gering sein, dass ein weiter Spionierradius faltisch unmöglich ist. Der Vogel muss ja auch wieder zurück, solange hält ein Akku dieser Größe nicht, er müsste schon größer sein und das bedeutet zusätzliches Gewicht, welches der Vogel dann nicht transportieren kann.
Der Roboter Vogel hat die Chance vom aussterben bedrohte Arten zu retten, keine Frage..nun hängt es an uns diese neue Technologie zu benutzen!
06.04.2011
LaLoba hat geschrieben:
Ich finde diesen Vogel richtig toll, da man ihn super zum filmen von Tieren einsetzen koennte, in einer Naehe, zu der ein Mensch normalerweise gar nicht kommt. Das koennte natuerlich auch die Wissenschaft voranbringen und uns helfen, Tierverhalten besser zu verstehen. Es ist beunruhigend, dass man den Vogel auch im Militaer einsetzen koennte. Auf die Idee werden die bestimmt schnell kommen, der Mensch ist ja immer gut, alles moegliche als Waffe zu benutzen. Dazu wird es kommen, es ist nur eine Frage der Zeit, was ich sehr schade finde. Allerdings sollte man sich dadurch nicht davon abhalten lassen, den Vogel sinnvoll einzusetzen.
06.04.2011
Gluehwuermchen hat geschrieben:
Was, Marcel, denkst DU denn darüber? :-)
06.04.2011
Viveka hat geschrieben:
ich denke mal das man den smartbird sinnvoll einsetzen könnte so wie marcel das auch schon beschrieben hat, ich glaub aber das der mensch dazu nicht in der lage ist und die idee nur wieder missbraucht!
06.04.2011
gelöschter User hat geschrieben:
Ich find's bescheuert. Wozu brauch ich einen Robotervogel? Damit noch was in der Luft rumflattert, wenn wir's irgendwann geschafft haben, auch noch alle Vögel auszurotten?
06.04.2011
MarcelB hat geschrieben:
Ja, stand in der Beschreibung! :P Ich habe nochmal das Herstellervideo eingefügt..da kannste dir das angucken...sieht super leicht konstruiert aus! Allerdings steckt dahinter die Arbeit von vielen Wissenschaftler, die jahrelang dran rumgebastelt haben...echt faszinierend das Teil!!! WOW!
05.04.2011
Gluehwuermchen hat geschrieben:
Wow :D So eine wissenschaftlich perfekte Antwort habe ich gar nicht erwartet :P
05.04.2011
MarcelB hat geschrieben:
Jeder Flügel besteht aus zwei Teilen, einem Arm- und einem Handflügel. Sie werden von einem Motor im Rumpf angetrieben, dessen Bewegungen über eine Kurbelmechanik auf die Flügel übertragen werden. In jedem Handflügel sitzt ein Servomotor, der für die Torsion des ganzen Flügels zuständig ist. Zwei weitere Servomotoren bewegen Kopf und Schwanz.
Die Steuerung des Robotervogels übernimmt ein 32-Bit-Mikrocontroller mit einer Taktrate von 50 MHz. Als Arbeitsspeicher stehen 8 KByte zur Verfügung, als Datenspeicher 64 KByte. Im Flug versorgt ein Lithium-Polymer-Akku den Smart Bird mit Strom. Damit der Roboter möglichst leicht ist, besteht die Struktur aus Kohlefaser, die Verkleidung aus einem Polyurethanschaum.
05.04.2011
Gluehwuermchen hat geschrieben:
Interessante Frage am Ende. Im Grunde kann man jede gute Idee missbrauchen- wodurch die Idee an sich ja nicht schlecht wird.
Ich wünsche mir ja immer noch, dass wenn die Menschheit nicht vom Fliegen abkommen will, sie ihre Flugzeuge so umbauen sollte, dass sie effizienter UND umweltschonender werden. Vielleicht kann man sich davon irgendwas für den Luftverkehr abgucken? Woher bezieht der Roboter denn seine Energie?
05.04.2011
Stoffie hat geschrieben:
ich finde die robotermöwe nicht so toll...
das größte problem wäre warscheinlich das diese robotermöwe missbraucht wreden würde..
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