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Ein Dorf


namens Erde


© WWF
Segelcamp Sommer 2010


von Cata
03.08.2010
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Am 23.7.2010 um ca. 11 Uhr stehe ich am Frankfurt Hauptbahnhof und warte auf den Zug Richtung Kiel. Ich habe meinen riesen Seesack dabei und die Kamera natürlich. Die Vorfreude auf unser Segelschiff „Lovis“ welches in Kappel auf mich wartet ist riesen groß. Als ich in Kiel ankomme habe ich bereits zwei meiner zukünftigen Kollegen getroffen: Tilman und Linus. Die Reise ging weiter nach Süderbrarup, wo uns dann Lenas Vater abholte und nach Kappel brachte. Wenn man vor einem so tollen Segelschiff wie der „Lovis“ steht, freut man sich einfach auf eine super Woche. Am Abend haben wir eine Vorstellungsrunde gemacht, und erfahren, dass uns eine Crew aus Niels, Katrin, Valerie, Sören und Philippe begleiten werden. Unser Trip wird uns rund um die Insel Fyn führen. Eine Dänische Insel die im Übergang der Nordsee in die Ostsee liegt.

Am nächsten Morgen um 8:00 Uhr saßen alle schon etwas wacher und erwartungsvoll am Frühstückstisch. Eine kurze Sicherheitseinweisung und los sollte es gehen.Wir waren in Gruppen aufgeteilt: Vorsegel(3 Segel), Großsegel(1 Segel+Topsegel wenn zu wenig Wind) und Besan(1 Segel+Topsegel wenn zu wenig Wind).“Segel setzten“ wurde von unserem Skipper Sören gerufen und die Gruppen verteilten sich auf ihre Positionen. Es musste an Backbord(links in Fahrtrichtung) und Steuerbord(rechts in Fahrtrichtung) an Piek und Klau gezogen werden. Das ist eine anstrengende Arbeit. Daher war denjenigen, denen davor kalt war, spätestens jetzt warm!

Aber wir hatten auch so super Wetter. Natürlich ein leichtes Lüftchen, aber sonst wären wir ja auch nicht vorwärts gekommen. Und natürlich durfte man nach jedem herunternehmen eines Seils von seinem Nagel dieses Seil auch wieder aufschießen. Das hieß, man musste es im Uhrzeigersinn in ca. 60-100 cm. Große Kreise legen um es dann wieder ordentlich über den Nagel hängen zu können. Das war natürlich die Hassarbeit von uns allen auf die Dauer. 
Der nächste Befehl hieß dann „ alles bereit machen zur Wende“. Das hieß, dass die Segel auf die andere Seite des Schiffmittelpunktes mussten. Als erstes wurde die Schott dichtgeholt. Nun wurden Leute an den Backstaaken gebraucht, die das Segel jeweils auf einer Seite hielten. Mit dem Befehl „Backstaakenwechsel“ wurden sie ausgetauscht. Nun konnte die Schott auch wieder raus gelassen werden, eben soweit, wie das Segel raus durfte. Dies hing von der Windstärke ab, die uns ja schließlich vorwärtstreiben sollte.

Das ging so ziemlich jeden Tag so. Wenn wir Pech hatten, war der Wind nicht stark genug, und wir mussten eben doch ein Stück mit dem Motor fahren. Der Wind war sehr still, doch am Ende hatten wir einen Tag mit richtig tollen Wellen und Wind. Leider auch ein bisschen Regen.

Wir haben außer Segeln auch noch Schifflenken, Navigation und vieles über die Ostsee gelernt. Durch Wasserproben und Schlickproben konnten wir herausfinden, welche Tiere dort Leben und wie der Sauerstoffgehalt der Ostsee an der Stelle ist.

Außerdem haben wir in dieser Woche Schweinswale in der Natur und im Fjord und Baelt Institut gesehen. Fischerei war auch ein großes Thema, und es hat riesigen Spaß gemacht, in der Gruppe darüber zu diskutieren. Auch mal die anderen Ansichten zu hören und zusammen zu überlegen, wie man etwas gegen die Überfischung machen könnte, und was. Wir haben alle ziemlich viel gelernt, vor allem dass so ein Schiff nur in einer Gruppe funktionieren kann. Außerdem mussten wir natürlich auch kochen, was den ein oder anderen erst mal an seine Grenzen gebracht hat.

Und das aufstehen um eben viertel nach 7 als Frühstücksdienst oder 8 zum Frühstück, hat den einen oder anderen nach einer langen Spielnacht schon etwas müde aussehen lassen. Wir haben Ankerwachen gemacht, das heißt mitten in der Nacht eine Stunde raus aufs Deck und schauen, dass das Schiff sich nicht vom Fleck bewegt, und sind auch mal bis Mitten in die Nacht reingefahren. Das war ein tolles Erlebnis, weil man das Gefühl hatte, dass man durchs mitmachen, das Schiff vorwärts bringt.

Und was vor allem den Jungs riesigen Spaß gemacht hat, mitten auf dem Meer sind wir baden gegangen.

Alles in allem war es ein super Trip, und ich glaube ich bin nicht die einzige, die sich auf das Schiff zurücksehnt. Vielen Dank Lovis für so eine tolle Zeit. Und ich kann allen nur empfehlen nächstes Jahr mitzufahren. Es ist ein fantastisches Gruppenerlebnis, und man will nicht mehr weg!!!

Leider sind meine Fotos zu groß für ein Album und ich bin auch zu blöd zum einfügen. Vielleicht können das ja die anderen Mitsegler machen?!

Liebe Grüße an meine Crewkollegen

 

Cata

 

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Kommentare (9)
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24.08.2010
Jojux hat geschrieben:
Das stimmt das Segeln war echt super...
Und Jan hatte recht als er mir prophezeit hat das Segeln besser als Thailand wird.
Ich kann das Segeln auf jeden Fall empfehlen.
05.08.2010
Cata hat geschrieben:
und die 2. finde ich gut. nicole barth muss nämlich überlegen, ob sie es absagen muss, weil sich immer zu wenig anmelden!! ich finde es super wenn ihr alle nächstes jahr mitkommt. und ich verspreche euch, es lohnt sich!!
05.08.2010
midori hat geschrieben:
Woah! Das klingt wirklich verlockend! Ich will mit! *____*
04.08.2010
Cata hat geschrieben:
wäre super. wir suchen dringend leute!!
04.08.2010
Bienenkoenigin hat geschrieben:
ich will auch umbedingt mal mit... nästes Jahr bin ich hoffentlich dabei... toller Bericht ;)
04.08.2010
TilmanFCC hat geschrieben:
schöner Bericht...ich kann nur alle einladen nächstes Jahr auch mitzukommen, is sehr spassig!!!
04.08.2010
Gluehwuermchen hat geschrieben:
...wenn ich das lese will ich auch mal wieder segeln gehen. ich hab das einmal gemacht und das war echt geil ...:-)
03.08.2010
Cata hat geschrieben:
Oh ja das war auch klasse. Man schaut aufs Meer und auf einmal taucht eine Rückenflosse auf!
03.08.2010
Nivis hat geschrieben:
Das hört sich toll an. Vorallem dWale mal wirklich in der freien Natur zu sehen! =)
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