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Pedal the World: Felix' Antworten auf eure Fragen


von Marcel
31.10.2014
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Letzte Woche berichteten wir euch von Felix, der sich plötzlich sein Fahrrad schnappte und ein Jahr lang rund um die Welt reiste - sein Ziel: den Sinn des Lebens zu finden! Der 23-Jährige hat aus seiner Reise einen beeindruckenden Film gemacht, mit dem er auch den WWF unterstützen möchte. In unserer Community-Aktion habt ihr jede Menge Fragen an Felix gestellt, über die er sich sehr gefreut hat. Hier kommen nun seine Antworten:

JuliusS: Mich würde interessieren, was Felix jetzt nach dieser Reise macht, ob er noch mit vielen Menschen, die er auf der reise getroffen hat in kontakt geblieben ist und natürlich ob er nochmal so eine Reise nur durch andere Länder machen würde :D

Felix: Na klar, ich habe jetzt Freunde in über 22 Ländern - das ist ein wahnsinnig schönes Gefühl. Die nächste Reise ist auch schon in Planung und geht vermutlich nach Südamerika, allerdings ohne Rad.

Gluehwuermchen: Ich würde gerne wissen, wie die Reiseroute war - welche Länder hat Felix besucht? Und wie hat er sich die Reise finanziert? Wie hat die Reise ihn verändert? Was sieht er jetzt anders als vorher und was macht er jetzt?

Felix: Ich war ingesamt in 22 Ländern unterwegs, darunter Kambodscha, Neuseeland und USA. Die Route kam wie folgt zustande: Mein ehemaliger Reisepartner Fynn und ich wollten beide erst einmal eine gewisse Zeit auf dem Rad verbringen bevor wir direkt in einen Flieger steigen müssen. Somit gibt es eigentlich nur eine Himmelsrichtung – Osten! Erster Gedanke war in Richtung Russland und China zu fahren, doch dann kam alles anders. Fynn verließ das Projekt Pedal the World und ich war auf mich alleine gestellt. Rein logistisch gesehen ist meine Route natürlich absolut hirnrissig, denn dann würde man Hotspots wie Neuseeland komplett auslassen. Meine Reise ist aber viel mehr eine Kulturfahrt als ein Sportereignis, deshalb darf man die Route keineswegs überbewerten. Klar gibt es Leute die länger und schneller unterwegs sind, aber wie bereits erwähnt ging es viel mehr um den Dokumentarfilm dieser Fahrradweltreise und weniger um das stupide Radfahren an sich. Getreu dem Motto: Der Weg ist das Ziel!

midori: Ich wüsste gern, was Felix alles in seinem Rucksack dabei hatte :o) Monamona: Mich würde interessieren, wie schwer sein Rucksack hinterher war, und was er beim nächsten Mal mitnehmen würde, also was man wirklich braucht :) Und Hut ab!

Felix: Ich hatte gar kein Rucksack, sondern Ortlieb Packtaschen. Eine solche Reise mit dem Rucksack zu absolvieren wäre Selbstmord. Dabei hatte ich alles was man so braucht: Zelt, Kocher, Laptop und natürlich die Kamera um die Doku zu produzieren.

vince: Ich würde gerne wissen, was die größte Schwierigkeit war, die er während seiner Tour zu bewältigen hatte!

Felix: Definitiv die Einsamkeit, welche man auf manchen Strecken hat. Grundsätzlich lernt man aber immer nette Leute kennen.

Sunlight: Mich würde noch interessieren, was das absolut beeindruckendste bzw. bewegendste Erlebnis war, das Felix auf seiner Reise hatte, auch wenn das bestimmt schwierig zu beantworten ist ;)

Felix: Das ist in der Tat nicht ganz einfach, denn das überragendste war die Gastfreundschaft. Direkt danach kommt allerdings der Moment mit den wilden Elefanten...

Jayfeather: Mich würde interessieren wie genau und lange er seine Reise geplant oder ob er "einfach drauf losgefahren" ist. Und wie er bürokratische Sachen wie Visum und so geregelt hat. Hat er das vor dem Aufbruch gemacht oder vor Ort? Gab es da auch mal Probleme? So eine Reise muss echt ein unglaubliches und prägendes Erlebnis sein.

Felix: Grundsätzlich war mein Motto weniger Planung und mehr Flexibilität. Bin also einfach losgefahren ohne wirklich zu wissen wo es lang geht. Meine Erfahrung war: Visum etc. ist eher einfach und nicht so problematisch wie man denken mag.

Ronja96: Mich würde aber auch interessieren, ob man so auch gut die Kultur anderer Länder kennenlernen konnte, oder ob dafür zu wenig Zeit war.

Felix: Na klar, deshalb bin ich ja losgefahren. Ich habe sehr viel über fremde Kulturen erfahren. Nicht alles war einfach für mich. Man schätzt das Leben hier nun viel intensiver wert!

LSternus: Mich würde interessieren ob er während dieser langen Reise schon mal ans Aufgeben gedacht hat.

Felix: Mehrmals - vor allem nach dem Schicksalsschlag mit meinem Opa. Da fällt es schwierig sich noch einmal neu zu motivieren.

Die Frage nach dem Sinn des Lebens beschäftige euch natürlich besonders:

Jojo47: Wow, das ist so unglaublich!!! Mich würde interessieren ob er jetzt für sich eine Antwort auf die Frage nach dem Sinn des Lebens gefunden hat, wie lange er an einem Ort geblieben ist und ob er die Menschen die er kennengelernt hat noch mal besuchen wird. Das war bestimmt ein unglaubliches Erlebnis!! Zahrie19: Mich würde interessieren: Konntest du deine Frage denn überhaupt beantworten und wie hat es dein Denken über das Leben verändert? Wie hat sich dein Leben verändert durch die anderen Kulturen und Menschen? An was glaubst du? dieAlex: Hmmm, wie kommt man auf die Idee den Sinn des Lebens ein Jahr lang auf dem Fahrrad zu suchen? Und was hat dein Umfeld überhaupt dazu gesagt, haben sie dich dabei unterstützt oder fanden sie es komisch? Hattest du Schiss am Anfang? Und wie war es nachher wieder zurück zu kommen, nachdem man so viel erlebt hat? Ach, und natürlich, ganz wichtig: Was ist denn jetzt überhaupt der Sinn des Lebens? ;) Und wie sieht dein weiterer Plan jetzt aus und inwiefern hat diese Fahrradtour diesen beeinflusst? Meinst du, du wirst sowas ähnliches nochmal machen, jetzt wo du die Mordsoberschenkel schon hast? :D

Felix: Das Umfeld, vor allem die Eltern, waren anfangs relativ skeptisch. Nach einer gewissen Zeit standen allerdings alle hinter meinem Pedal the World Projekt. Angst hatte ich eigentlich nicht, denn es war ja mein Traum - man fragt sich allerdings, ob es das Richtige ist. Die Frage nach dem Sinn des Lebens... ich finde, die beantwortet ihr eigentlich schon sehr gut.

maliseluisel: Das ist eine sehr, sehr mutige Aktion und ich muss ehrlich sagen, ich würde mich sowas nicht trauen. Aber ich finde, er hat den Sinn des Lebens erkannt, denn der Sinn des Lebens bedeutet für mich, das Leben zu entdecken und zu genießen und es nicht in Anzug und Krawatte im Büro zu verbringen. Der Sinn des Lebens ist für mich, Spaß zu haben an dem, was man tut (also auch im Beruf) und Erfahrungen zu sammeln, aus denen man lernt, ein besserer Mensch zu werden, aber vor allem solche zu sammeln, die einen später zum lächeln bringen. Kann man später auf ein erfülltes Leben zurückblicken, wenn man sich sein Leben lang mit Emails und Geld beschäftigt hat? Manchmal habe ich den Eindruck, viele Menschen arbeiten eigentlich nur auf ihren möglichst profitablen Lebensabend hin und wenn es dann soweit ist, baden sie zwar in Geld aber fragen sich vielleicht allmählich, ob sie auch mit weniger Geld hätten glücklicher sein können und stattdessen mehr die kleinen Freuden des Lebens hätten genießen können... Ich finde Felix hat es richtig gemacht. Mit Sicherheit hat ihn diese Reise sehr geprägt und er wird sein Leben lang von dieser Erfahrung profitieren. Inwiefern hat sich durch deine Reise dein Weltbild verändert? Und welchen Sinn des lebens siehst du nun?

Felix: Den Sinn meines Lebens habe ich gefunden. Ich will der Welt was hinterlassen, daher auch die Dokumentation. Danach soll aber dann auch ganz schnell Nachwuchs kommen, denn auch das sehe ich als Sinn des Lebens.

Icelandhorse98: Wow, mega cool. Da bekommt man gleich selbst Lust das zu machen. :D Mich würde interessieren wie Felix sich verständigt hat, also ob er so viele Sprachen kann oder ob Englisch nur gereicht hat, was ich mir eigentlich nicht vorstellen kann. Oder ob er sich auch praktisch mit Händen und Füßen verständigen musste. :)

Felix: Ich habe mal ein Jahr in Amerika verbracht und spreche daher fließend Englisch - das ist ein absolutes Muss. Es ist aber auch schön sich mal mit Händen und Füßen zu unterhalten. Das ist vor Allem in Asien so, z.B. Laos!

TheresaBaumkind: Wie ist er mit der Einsamkeit umgegangen? Natuerlich trifft man viele, neue interessante Menschen, aber die kommen und gehen, wie Marcel in dem Bericht beschrieben hat. Da ist man doch bestimmt auch oft einsam, oder? Gruenertiger: Warst du auch nicht mal einsam?

Felix: Klar! Dennoch trifft man überall nette Menschen und das motiviert einen ungemein weiterzufahren!

Carinaa: Keine Frage, aber eine Feststellung: Respekt!

Felix: Merci!

Ria2000: Wow, das ist ja total cool! Zu so einer Sache muss man sich erst mal durchringen! :D

Felix: Danke!

AliceimWunderland: Super Aktion, wenn Felix das nochmal machen will, ich begleite ihr gerne! ;) Felix, Auf was hast du dich auf der Reise am meisten nach deiner Rückkehr gefreut und über was hast du dich dann hier tatsächlich am meisten gefreut? Und was war das verrückteste was du gegessen hast?

Felix: Auf mein eigenes Bett! Ich habe einen Skorpion gegessen - ziemlich verrückt, oder? :)

Johannisbeere1502: Mich würde noch interessieren: Wie hast Du die Menschen in den verschiedenen Ländern wahrgenommen? Welche Unterschiede gibt es zwischen ihnen?

Felix: Die Unterschiede sind immens - eines ist allerdings gleich: die Gastfreundschaft!

Marfrie: Wow, ich bin total beeindruck! :) Das muss ja eine unglaubliche Zeit für Felix gewesen sein. Da gehört schon eine Menge Mut zu. Die ganzen Erfahrungen, Eindrücke und Geschichten von denen er nun berichten kann, das muss unglaublich spannend sein da zuzuhören :) Und gute Musik läuft im Video noch dazu! :D Wie bist du damit zurecht gekommen, dass du völlig untrainiert die Reise angetreten hast? Hat dir das (große) Schwierigkeiten bereitet?

Felix: Das war Sinn der Sache. So habe ich täglich gespürt wie ich fitter werde - das motiviert ungemein!

FabianN: Erstmal: Meinen absoluten Respekt für Felix!! Er hat das geschafft, wovon viele nur reden - den eigenen Traum verwirklichen und auf eigene Faust die Welt entdecken! :O Mich würden mehrere Fragen interessieren:

1. Welche Länder haben dir am besten gefallen?

Felix: Neuseeland

2. Was war neben Fahrrad, Tasche und Kamera die wichtigste Sache auf deiner Reise, auf die du nicht hättest verzichten wollen?

Felix: Laptop - das war die Verbindung nach Hause!

3. Wie hast du deine Reise finanziert?

Felix: Über Jahre gespart und alles verkauft!

4. Was würdest du denen raten, die etwas ähnliches vorhaben?

Felix: Machen!

5. Was war deine Haupterkenntnis aus deiner Reise?

Felix: Das Leben hier in Deutschland ist schöner als man denken mag.

 

Danke an alle, die bei der Community-Aktion mitgemacht haben! Wer mehr erfahren möchte, sollte sich Felix' Film wirklich nicht entgehen lassen. ;)

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Kommentare (8)
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01.11.2014
FabianN hat geschrieben:
Danke für die ausführlichen Antworten! ;)

Neuseeland? Perfekt! Da will ich nach dem Abi nämlich auch hin :D
01.11.2014
Westernpferdle hat geschrieben:
Danke für die ganzen Antworten! :)
31.10.2014
vince hat geschrieben:
@Felix: Super, dass du dir die Zeit genommen hast, diese Fragen zu beantworten. ;)
31.10.2014
Julia99 hat geschrieben:
Danke für die Antworten.
Es ist sehr interessant zu lesen :D
Da hat man gleich Lust auch einfach loszufahren! :D
31.10.2014
Gluehwuermchen hat geschrieben:
Danke für die Antworten! :-)
31.10.2014
RichardParker hat geschrieben:
Wow, wow, wow! Meinen allergrößten Respekt! Die Reise war bestimmt mehr als bereichend!!! Und super, dass Felix die Fragen der Community beantwortet hat, mega cool, da bekommt man echt Lust auch einfach loszuziehen :D
31.10.2014
LSternus hat geschrieben:
Danke für die Antworten. Ich finde diese Reise unglaublich faszinierend und die Antworten zu lesen war unglaublich spannend.
31.10.2014
Ronja96 hat geschrieben:
Danke für das Interview aus unseren Fragen! Ich finde es sehr spannend zu lesen, wie er die Reise erlebt hat.
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