Entdecke die Natur!


Ein Dorf


namens Erde


© WWF
Naturschutzprojekt: Limestone Island


von Josef
08.02.2012
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 Hallo liebe Leser,

folgend ein Artikel, welchen ich vor einiger Zeit im Wildblog (www.wildblog.org) veröffentlicht habe. Sicherlich ist der Inhalt auch hier von Interesse:

ich stehe am Strand und Blicke auf die Bucht hinaus, in welcher sich eine kleine Insel befindet. In der Ferne erkenne ich ein Boot, welches immer näher kommt. Von weitem winkt Ben – ich springe auf das Boot und los geht die Fahrt – und zwar nach Limestone Island.
So begann meine kleine Reise auf diese Insel. Auf dieser Insel wird ein Naturschutzprojekt umgesetzt, welches klein aber fein ist. Es handelt sich um eine kleine Insel in der Nähe von Whangarei, einer nördlich von Auckland gelegenen Stadt.
Vor vielen Jahrzehnten hat sich hier die Zement-Industrie angesiedelt, um einerseits das Gestein „Limestone“ zu nutzen und andererseits das Produkt gleich gut verschiffen zu können. Die Folgen für diese kleine Insel waren jedoch gravierend – 30 Bäume sind stehengeblieben, der Rest wandelte sich zur Mondlandschaft. Irgendwann war das Geschäft mit dem Zement jedoch nicht mehr lukrativ und hier begann schließlich die Arbeit der Limestone Island Ranger. Bis zum heutigen Tag wurden hier über 200.000 Bäume gepflanzt – mithilfe vieler tatkräftiger Volunteers.
Daher wirkt die Insel mittlerweile wieder wie ein Stück unberührter Natur. Doch Bäume Pflanzen ist nur ein Teil der Arbeit dieser kleinen Organisation.
Ben, der Leitende des Projekts, erzählte mir einiges über den Naturschutz in Neuseeland und den Bezügen zu dieser Insel:
So ist der Naturschutz ein Neuseeland ein ganz anderer, als jener in den meisten anderen Ländern. Neuseeland ist bereits sehr natürlich und gravierende Eingriffe in die Natur sind nicht so stark ausgeprägt. Das Land selbst tut sehr viel für den Erhalt der Natur – so sind 30 % des natürlichen Landes im Besitz der Regierung bzw. wird vom Department of Conservation geschützt. Die allergrößten Probleme ergeben sich hier in Neuseeland weniger durch die direkte Zerstörung, als durch importierte Tiere und Pflanzen. Diese beiden Dinge stellen eine riesige Gefahr für die heimische Flora und Fauna dar. Daher haben fast alle Naturschutzorganisationen und -projekte in Neuseeland meist ein großes Ziel: Die eingewanderten Tiere und Pflanze zu vernichten.
Und dies ist am einfachsten auf Inseln und Halbinseln machbar. So sind viele Halbinseln durch Zäune abgesperrt, damit keine fremden Tiere, welche beispielsweise aus Europa oder Australien kommen, in diese Areale vordringen. In diesen Gebieten kann somit am besten die heimische Natur geschützt werden.
Gleiches wird auch auf dieser kleinen Insel, Limestone Island, getan. Auf dieser Insel leben beispielsweise drei Arten von Geckos, sowie Glattechsen oder auch der seltene Kiwi-Vogel. Auch werden hier andere Vogelarten in Sicherheit aufgezogen, bevor sie dann, wenn sie ausgewachsen sind, im Festland ausgesetzt werden können. Ohne diese Hilfe würden jene Tierarten aussterben, da sie von zugewanderten Tieren gefressen werden würden. Solche zugewanderten Tiere sind beispielsweise Igel, Wiesel, Possums, Hasen, Ratten etc.
Damit diese Insel auch wirklich frei von fremden Tieren bleibt, befinden sich 35 Fallen auf diesem Gebiet. So werden pro Jahr ein bis zwei Tiere gefangen, welche es schwimmend bis zur Insel geschafft haben.
Während ich diesen Artikel schreibe, sitze ich in einem kleinen Häuschen auf jener Insel und Blicke über die Bucht vor Whangarei. Nach der gelungenen Renaturierung ist dies ein wirklich schöner Ort.
Jene Organisation ist nun auch Partnerorganisation des Wildblogs. Wenn ihr also auch nach Neuseeland aufbrechen wollt und den Wildblog mit Beiträgen unterstützen möchtet, so seid ihr auf dieser Insel immer herzlich willkommen. Über den neuseeländischen Naturschutz gibt es hier eine Menge zu lernen und Unterstützer für dieses Projekt (z.B. als Volunteer) sind natürlich ebenso gerne gesehen.

Für mehr Informationen empfiehlt sich folgende Website, welche demnächst auch komplett erneuert wird: www.limestoneisland.org.nz/

Alles Gute aus dem wunderschönen Neuseeland.

Viele Grüße
Josef

Link zum Originalartikel: http://wildblog.org/?p=804

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Kommentare (3)
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Sortieren nach Aktualität:
08.02.2012
AkutoNakama hat geschrieben:
ein wirklich schön geschriebener Bericht.
Ich kann mir vorstellen das so ein Ökosystem, wie das auf Neuseeland, durch eingeschleppte Tierarten sehr bedroht wird und ich hoffe sehr das es totzdem weiterhin bestehen bleibt. :)
08.02.2012
gelöschter User hat geschrieben:
gelöscht
08.02.2012
gelöschter User hat geschrieben:
gelöscht
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