Entdecke die Natur!


Ein Dorf


namens Erde


© WWF
Meine Reise durch Ozeanien Teil 3


von PaperWing
31.07.2011
4
0
17 P

So, wie versprochen kommt heute der 3te Teil. Wie bereits gesagt, wenn ihr Fragen zu Australien/Neuseeland/Südostasien habt, egal in welche Richtung, könnt ihr mich gerne ansprechen : )
Vor weg aber noch ein paar coole Hostels: Wenn du in Australien bist wirst du die meiste Zeit entweder in deinem Auto oder in einem Hostel schlafen. Es ist gut zu wissen welche Hostels cool sind und welche nicht. Es kommt natürlich stark auf dich an. Es gibt Menschen die bevorzugen annonyme Hostels. Hier leben sehr sehr viele Menschen und du kennst keinen, der Vorteil du triffst jeden Tag neue Leute und wenn du dich mit ihnen unterhälst und merkst, dass sie komisch sind, wirst du sie nach der Unterhaltung nicht wiedersehen. Nachteile, bzw. Vorteile von kleinen Hostels ist, dass du sehr schnell alle kennst, es gibt eine feste Gemeinschaft und man lernt leute kennen, mit denen man auch länger im Kontakt bleibt, vielleicht sogar einen Teil der Reise gemeinsam macht, wenn es sehr gut passt. Außerdem ist es ruhiger. Der Nachteil hierbei ist, es entstehen öfter Konflikte, da man mehr Zeit mit den gleichen Leuten verbringt ist das Streitpotenzial höher. Also überlegt euch was euch mehr zusagt :)
Ein paar tolle Hostels auf meiner Reise:
Perth - http://www.govrobinsons.com.au/
Newcastle - http://www.backpackersnewcastle.com.au
Sydney - http://www.billabonggardens.com.au/
Cairns - http://www.caravella.com.au (bin mir aber nicht 100%sicher ob es das ist)
Melbourne - schwierig... ich würde es in St. Kilda probieren. Die Hostels sind entweder ranzig oder sehr teuer. Versuchts hier: urbancentral.com.au‎
Kapitel 7: Zurück in Melbourne und arbeiten
Zur Mittagszeit landete ich wieder in Melbourne. Nun erstmal eine Unterkunft finden. Es ist fast wie ein Ritual geworden, du kommst am Flughafen an und guckst in deinen Lonely Planet, suchst nach der Anzeige die am Besten klingt und preislich im Rahmen liegt, dann gehts los und am Ende landest du doch wo ganz anders. So auch dieses Mal in Melbourne. Ich hatte mir fest vorgenommen nach einer tollen und großzügigen Bleibe zu suchen. Doch in der Stadt traf ich einen Amerikaner, den ich schon bei meinem ersten Besuch in Melbourne kennenlernte und mich mit in das alte ranzige Hostel nahm. Auf meiner Matratze stand mit Edding Bed Bug city… (wer nicht weiß was Bed Bugs sind: kleine gastige Käfer, die böse kratzende Punkte auf deiner Haut hinterlassen). So machte ich mich auf zum nächsten Coles Supermarkt und kaufte Insektenspray, nicht grade Tierfreundlich, aber effektiv. Aus meinem MP3 Player ertönte Rammstein, feuerfrei. Mit einem T-shirt vor meinem Mund sprühte ich mein ganzes Zimmer voll. Danach ging es zurück zu meinem Job, während den Shows musste ich irgendwie die Zeit rumbringen. Für 100 AUSDollar am Tag konnte ich in dem Lager unserer Verkaufsgegenstände arbeiten. Den Lederconditioner herstellen und Packte packen. Nicht grade spannend, aber am Ende des Tages hatte ich schließlich 100 Dollar in der Tasche, Geld, dass ich dringend brauchen konnte. Auf den nächsten Shows verdiente ich deutlich weniger als beim Ersten mal. Ich motivierte mich damit zu sagen, dass das Produkt Leder länger am Leben hält und somit ja Tierfreundlich sei. Es regnete zu dieser Zeit recht viel in Australien und somit wurden die Schuhe, die ich reinigte zunehmend verschmutzter. Die Wochen vergingen und ich überlegte oft weiter zu ziehen, doch hatte ich mitlerweile in meinem Hostel einen festen Freundeskreis gefunden und war in Melbourne in einem tollen Fitnessstudio. Auch die Mitarbeiter waren nett und brachten mir viel über Verkaufsstrategien und Englisch bei. Ich lernte viel und so blieb ich dem Job treu. Im Juni kam Chris zu meinem Hostel, ein Schwede, der in meinem Job auch Fußfassen wollte. Wir reisten von nun an viel zusammen. Da unser Chef Geld sparen wollte mussten wir oft über den halben Kontinent fahren. Insgesamt bin ich in meinem Jahr Australien über 10000 Kilometer gefahren und das obwohl ich nur ca. 3 Wochen ein eigenes Auto hatte. Während unseren Roadtrips sahen wir viel von dem roten Kontinent. In Bayronbay verbrachten wir eine Woche am feinen Sandstrand mit azurblau – grünem Wasser, während Wale und Delphine am Horinzont entlang sprangen. Während wir Abends mit anderen Backpackern feierten und Tagsüber den Surfern zuschauten. In Port Macquarie begeisterten mich vor allem die Bilder, den Steinen der Küste mit Wasserfarbe gemalt wurden. Die Wochen vergingen und wir reisten immer mehr gen Norden. Bis es dann schließlich nach Cairns ging.
Kapitel 8: Cairns und das Berrier Reef
In Cairns sollte ich zum dritten Mal die Magic Pens verkaufen. Es war Jahrmarkt und demnach viele Kinder unterwegs, die ich für mein Produkt begeistern sollte. Die Show ging von morgens 10 bis abends 10 plus auf- und abbau. Mir wurde gesagt, dass es sich hierbei um eine sehr gute Show handelt, bei der ich viel Geld verdienen kann. Mein Ziel war klar: 4000 AUD also 800 für mich, das wäre mein Tauchschein, den ich in Cairns machen wollte. Meine letzte Show vor Cairns war in der Nähe von Sydney so verbrachte ich noch ein, zwei Tage in der größten Stadt Australiens und besuchte nochmal die Kakadus in den Botanical Gardens. Ich landete in Cairns erst sehr spät, die suche nach einem Hostel war so auf die wenige reduziert, die noch offen hatten. Auch hier hatte ich wieder sehr viel glück. Ich wurde fündig in einem Hostel, dass nur noch ein 2er Zimmer frei hatte, da ich aber ein 6er wollte, bekam ich es zum gleichen Preis : ) so konnte es weitergehen. Ich nutzte die Tage vor der Show damit die sehr unübersichtliche Stadt zu erkunden. Auch wenn Cairns recht klein ist, sehen sich die Kreuzungen so ähnlich, dass es Wochen dauern kann, bis man sich sehr Sicher ist wo was in dieser Stadt ist. In Melbourne habe ich dafür nur 3 Tage gebraucht. Nach dem ich nun wusste wo die Lagoon (ein öffentliches Freibad mit freiem Eintritt) und das Giligans ist, war der Tag auch schon wieder fast rum und es war Zeit Stifte zu verkaufen. Der erste Tag lief nicht besonders gut, doch verkaufte ich mehr als mein Chef, von daher war es okay. Abends wurde meine Arbeit mit einem Feuerwerk abgeschlossen. Besonders am letzten Abend war dieses sehr üppig und bis Sydney wohl das schönste Feuerwerk, dass ich je gesehen habe. Die Show an sich gefiel mir jedoch nicht, es wurde viel Plastikmüll verkauft und mir gegenüber war eine große Scheune, in denen verschiedene Kleintiere vom Bauernhof für Kinder zugänglich gemacht wurden. Die Tiere standen unter enormen Stress. Für alle die nach Australien wollen: der Konzern heißt dairy farmers. Nicht unbedingt zu empfehlen, wenn ihnen die Tiere schon vor den Augen der Menschen nichts bedeuten, will ich nicht wissen wie es auf ihren Farmen aussieht. Der Punkt als ich meinen Mund nichtmehr halten konnte war erreicht als sie mit einem kleinen Trecker ein schwarzes Schaf um den Platz fahren wollten. Der Anhänger für das Tier war nicht groß genug um sich von den Menschen wegzubewegen und es war 28 grad und Sonne. Später freundete ich mich mit einer Tierpflegerin der Gruppe an, die mir sagte, dass es die letzte Show ist, da sie sich das nichtmehr mit angucken möchte. Sie erzählte mir, dass 3 Tiere gestorben sind. Eins hat sich ertränkt. Eins hatte einen Hitzeschlag und das letzte einen Herzinfarkt. Ich glaube mehr muss ich nicht sagen. Am Ende der Show hatte ich jedoch meine 4000 Dollar verdient und auch mehr verdient als mein Chef. So konnte also mein Tauchkurs beginnen. Ich nahm mir also für die nächsten Wochen frei und ging zu Pro Dive in Cairns (SEHR ZU EMPFEHLEN!)
Kapitel 9: Tauchen, Berrier Reef, feiern in Cairns
Ich hatte also endlich frei und buchte den Tauchkurs auf Deutsch, was bei Pro Dive möglich ist. Ich wollte ja alles verstehen. Bevor es losging musste jedoch ein ärztliches Gutachten her, dass ich auch Tauchtauglich bin. Hier lernte ich eine andere Backpackerin kennen, die auch tauchen wollte und in der selben Gruppe wie ich war. Wir unterhielten uns noch den ganzen Tag und freuten uns darauf, dass es bald losgehen sollte. Am nächsten Tag war sie jedoch nicht in der Tauchschule. Aus Solidarität verschob ich mein Beginn dann auch auf den nächsten Tag in einen englischen Kurs. Das war eine sehr gute Entscheidung, da taucher sich hauptsächlich auf Englisch unterhalten und du so die ganzen Fachbegriffe gleich in der richtigen Sprache lernen konntest. Nach ein paar Tagen im Pool und der Theorieprüfung, die nach der tollen Vorbereitung von Pro Dive ein Spaziergang war, ging es dann bald auch Richtung Berrier Reef. EEEEENNNNDLICH!!!! : ) Wir konnten es garnichtmehr abwarten in unsere Wetsuits zu steigen und runter zu gehen. Doch zunächst mussten wir eine sehr wackelige Bootsfahrt überstehen. Drei unserer Taucher wurden Seekrank. Doch als wir da waren, wurde auch diese Übelkeit durch das glasklare Wasser wieder weggemacht. Sichtweiten von 20 Meter + wurden verzeichnet. Nach ein paar tropischen Fischen trafen wir schon auf den ersten Rochen und mit jedem Tag sahen wir mehr. Unser Tag bestand aus Tauschen – Essen – und Erfahrungen und Gesehendes austauschen. Meine Highlights waren eine Schildkröte, die mit mir geschwommen ist und ein Hai, der flach im Wasser lag und mich anguckte. Es ist beeindruckend, wenn du mit einer Schildkröte tauchst bekommst du ein Gefühl, als wenn sie genau wüsste wer du bist. Sie schwamm nicht von mir davon, als wenn sie genau wüsste, dass ich ihr niemals was tun würde, vielmehr wartete sie auf mich. Es war total beeindruckend und faszinierend. Später beobachtete ich andere Taucher, die die Schildkröten schupsten (*hust* Idioten *hust*) und bereits bevor diese Taucher ihnen hinterher schwammen, versuchten die Tiere zu verschwinden. Nach diesen Erfahrungen glaube ich, dass viele Tiere viel klüger sind als wir es ihnen zutrauen. Das andere Erlebnis war mit einem Weiß-Spitzen-Riffhai. Es sind stolze und respektvolle Tiere. Sie sind die Könige des Meeres und bewegen sich von allen Fischen und Säugetieren am Stilvollsten durchs Wasser. Sie sind noch viel beeindruckender zu beobachten als Delphine (mit denen ich in WA schnorchelte, aber dazu später). Ich weiß, dass viele von euch Angst vor Haien haben würden. Doch diese Angst ist unbegründete, in Wirklichkeit sterben nämlich nur durchschnittlich 5 Menschen in einem Jahr durch Haiangriffe und oft/so gut wie immer waren diese vom Menschen provoziert (z.B. durch Harpunfischen) Taucher und Surfer werden nur sehr sehr selten von Haien angegriffen. Doch vor allem, wenn du mit einem Hai tauchst wirst du nie das Gefühl haben, dass er dich angreifen will. Sie haben mindestens so viel Respekt vor dir wie du vor ihnen und das wirst du merken und dieses Verhältnis aus Respekt voreinander macht das Tauchen mit Haien zu einem besonderen Erlebnis. (ganz nebenbei: Eine unserer Taucherinnen hatte Nasenbluten beim Tauchen und wurde auch nicht von Haien angegriffen ;) )
Doch das Berrier Reef kann mehr als nur Haie und Schildkröten. Das Berrier Reef ist unglaublich farbenfroh und Korallen- und Fischreich. Du wirst definitiv Tiere sehen von denen du noch nie gehört hast und etwas sehen was wahrscheinlich noch nie jemand vor dir entdeckt hat, da sich die Gegebenheiten des Riffes täglich ändern. Du kannst nicht 3 Tage lang dort tauchen ohne ein persönliches Lebenshighlight zu erleben. Mit anderen Worten: Es ist total genial und ich möchte nochmal!
Mit all diesen Eindrücken ging es dann Richtung Airlie Beach und den Whitsundays. Aber das ist eine andere Geschichte, die im vierten Teil Thema wird. Falls ihr noch mehr über die Tauchgänge im Barrier Reef lesen wollte schreibt es einfach als Kommentar hier drunter, dann mach ich das gern noch.
 

Weiterempfehlen

Kommentare (4)
Um einen Kommentar zu schreiben einfach registrieren oder einloggen.
Sortieren nach Aktualität:
09.12.2011
PaperWing hat geschrieben:
hi Katharina, ich kann versuchen das mal in Angriff zu nehmen, allerdings bin ich im Moment sehr mit meinem Studium ausgelastet und habe kaum Zeit für irgendetwas anderes außer studieren, arbeiten und ein bisschen Sport...vielleicht schaffe ich es über die Weihnachtszeit :)
18.11.2011
KatharinaM hat geschrieben:
selbst mal einen weg dahin. Mensch, hast aber in der Zeit richtig viel erlebt ! :D Wie lange warst du nochmal dort? Der Roadtrip hört sich echt klasse an ? Landschaft so weit das Auge reicht. Da kommen gleich Erinnerungen von Amerika hoch. (: Das mit den Kakadus ist ja echt putzig. Die haben sich auch echt getraut so nah ranzukommen und auf einem ?rumzulaufen?? Naja, wenns um Sonnenblumenkerne geht?. :D Great Barrier Reef. WOW. Das mit den Tauchen hört sich einfach nur hammer an- Besonders dein Erlebnis mit der Schildkröte. :) Muss echt atemberaubend gewesen sein! Und ein Moment den man nie in seinem Leben vergisst. Und andere Menschen können ihre Hände mal wieder nicht bei sich behalten und müssen die Lebewesen um sich herum antatschen. >_> Als Tier hätte ich auch gleich das Weite gesucht. Wie lange konntest du denn so Unterwasser bleiben? Gibt es noch die Möglichkeit, dass du noch einen viertel Teil verfasst? Wäre echt super! ? Aber natürlich nur, wenn du noch Lust hast. ;)
02.08.2011
Puma hat geschrieben:
Mich freut,dass dir das Tauchen im Riff so viel Spaß gemacht hat.Ich hab im Urlaub einen Schnuppertauchkurs mitgemacht und überlege,ob ich einen Tauchschein mache,da es so viel Spaß gemacht hat!!!!
01.08.2011
Cookie hat geschrieben:
Ich fand auch Teil 3 deiner Reise wieder unglaublich spannend und freue mich auf den nächsten Bericht... :)
Login
E-Mail


Passwort


Kostenlos registrieren
Mitglied werden
Könnte dir auch gefallen
Life Abroad - mein AuPair Jahr in London
Life Abroad - mein AuPair J...
Hello everyone, zuerst einmal möchte ich mich allen, die mich noch nicht kennen, vorstel... weiter lesen
Zwischen Rentieren, Eis und Sonnenschein – 12 Tage lang von Heidelberg zum nördlichsten Punkt Europa
Zwischen Rentieren, Eis und...
  „Happy Birthday to you! Happy Birthday to you! Happy Birthday dear Yannick, Happ... weiter lesen
Klimaschutz bei der Urlaubsplanung
Klimaschutz bei der Urlaubs...
Der Tourismus trägt 5% aller Treibhausgasemissionen zur globalen Erderwärmung bei. Dre... weiter lesen
Empowering Locals - Ökotourismus am Victoriasee in Kenia
Empowering Locals - Ökotou...
  Der Victoriasee ist der zweitgrößte Süßwassersee der Welt. E... weiter lesen
Bienvenue en France! (5) - Die Kehrseite der Medaille (2)
Bienvenue en France! (5) - ...
Hallo meine Lieben, schön, dass ihr wieder dabei seid. Heute steht Montepellier auf d... weiter lesen
Deine Ansprechpartner
Marcel
Marcel Gluschak
WWF Jugend Community Manager
zum Profil
Luise
Luise Neßler
WWF Jugend Community Moderatorin
zum Profil
MarcelB
Marcel Brüssow
WWF Jugend Redaktion
zum Profil
Ronja96
Ronja Post
WWF Jugend Aktionsteamer
zum Profil
HannahFee
Hannah Fesseler
hilft dir bei technischen Fragen
zum Profil
AndreaRentschler
Andrea Rentschler
hilft dir bei Fragen zur WWF Jugend Mitgliedschaft
zum Profil
NicoleB
Nicole Barth
hilft dir bei Fragen rund um die WWF Jugend Camps
zum Profil