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namens Erde


© WWF
Meine Reise durch Ozeanien Teil 2


von PaperWing
29.06.2011
5
0
17 P
Tags: Australien

soo, heute gibt es Teil 2, den dritten Teil kann ich wohl erst am Wochenende schreiben. Viel spaß beim Lesen : )

Kapitel 3: Hinflug und Sydney

Im ersten Teil habe ich bewusst meine ersten Tage am anderen Ende der Welt weggelassen, da ich Australien für sich beschreiben wollte. Es vergingen 5 Tage zwischen meiner Ankunft in Sydney und dem Flug nach Auckland. Doch beginnen wir am Bahnhof in Deutschland.

Nachdem mich meine Familie mit Tränen verabschiedete ging es mit dem ICE quer durch Deutschland. Es war mein erstes mal in Frankfurt, bis dato bin ich nur dran vorbei gefahren. Die Orientierungslosigkeit am Flughafen war also vorprogrammiert. Ich brauchte fast 2 Stunden um vom Bahnhof des Flughafens bis zum Gate zu kommen. Am Schalter wurde mir gesagt, dass ich in China ein und auschecken müsse, da irgendwas technisch nicht funktioniert hat. Ich war sehr früh dran, ich saß lange am Gate und wartete auf meinen Flieger, der dann natürlich noch eine Stunde verspätung hatte, wie sollte es auch anders sein? Der Flug war sehr lang und meine Nachbarin konnte weder deutsch noch englisch, so verlor ich mich im TV Programm und versuchte zu schlafen. Nach, ich glaube, acht Stunden sind wir in Shanghai gelandet. Die Skyline war beeindruckend. Ich habe nie zu vor so hohe Gebäude gesehen. Auch als wir am Flughafen ankamen begrüßte uns ein großes Gebäude, was dem typischen chinesischen Gebäuden in jeder Hinsicht widersprach. China wird modern. Als ich dann auschecken musste, wurde mir mein Reisepass weggenommen. OH BACKE! In China ohne Reisepass. Der Konrolleur hatte für mich keine Aufenthaltsgenehmigung finden können (ich hatte ja auch keine, weil ich nach Australien wollte). Glücklicherweise war ich nicht der einzige Deutsche, dem das so ging. Am Ende waren wir eine Gruppe von 7 Leuten, die ungeduldig in eine fremden Land ohne freies Meinungsrecht auf ihren Pass warteten, während uns ein Mann mit Uniform autoritär anguckte. Nach ungefähr einer Stunde kam dann ein grinsender Chinese auf uns zu und drückte uns die Pässe in die Hand mit den Worten: danke, dass ihr für kurze Zeit in unserem Land seid (auf englisch). Nun konnte es also endlich weitergehen. Der Flug nach Sydney war in der Nacht. Warum ich das erzähle? Jeder, der in der Nacht nach Australien fliegt, sollte sein Fenster im Flugzeug aufmachen und in den Himmel gucken. So ein Sternenzelt habt ihr in eurem Leben noch nicht gesehen, sehr zu empfehlen : )

In Sydney angekommen scheuchten mich zwei mitreisende gleich durch die ganze Stadt, um den Jetlag zu überwinden. Ich wurde förmlich von neuen Eindrücken überschwämmt und konnte nicht wirklich glauben am anderen Ende der Welt zu sein. Nach einem kurzen Aufenthalt in unserem Hostel (Billabong Gardens in Newtown SEHR ZU EMPFEHLEN) ging es mit dem Bus richtung Innenstadt. Im Stadtpark begrüßten mich komische weiße Vögel mit schwarzen Schnäbbeln (ich habe bis heute nicht rausgefunden wie sie heißen). Von hier hatte ich einen guten Ausblick über die Stadt. Auch die Wahrzeichen der Stadt durften am ersten Tag nicht fehlen. Wir gingen unter der großen Habourbridge zum Opera House. Da stand es also, das weltberühmte Gebäude, dass an Segel erinnert, aber eigentlich eine geschnittene Orange darstellen soll. Mit diesem Anblick wurde mir auch bewusst: Hey Julian, du bist in Australien. Jedes Mal wenn ich das Opera House von nun an sah, fühlte ich mich in diesen Moment zurück versetzt, was mir jedes mal ein lächeln aufs Gesicht zaubert. Nach geschätzten 3000 Bildern vor dem Opera House, ging es in den dahinter liegenden Botanical Gardens. Dem Wohl schönsten Stadtpark australiens, auch wenn der Lonely Planet was anderes sagt. Jedem der hier hingeht kann ich nur empfehlen Sonnenblumenkerne einzupacken. Es gibt wilde Kakadus, die total darauf abfahren und sich dann auch gerne auf deine Schultern, auf den Kopf und wo sonst noch Platz ist setzen um ganz in Ruhe vor dir die Kerne zu essen. Ein sehr schönes Erlebnis. Von dem Park aus hat man zudem einen herrlichen auf die Habourbridge und das Operahouse(siehe Bild). Einen so tollen ausblick, dass man für ein Ticket an Silvester richtig Geld zahlen muss um hier stehen zu dürfen. Aber dazu später mehr. Doch auch hier verweilten wir auch hier nicht lange. Ich durfte ja nicht müde werden. Also gings weiter zum Bondi Beach...es war schon komisch aus dem kalten Deutschland (20. März 2010) ins heiße Australien zu kommen. Ich war wohl der weißeste Mensch am Strand. Der Bondi Beach ist der Hauptstrand Sydneys, wenn man Bilder von Sydney sieht, ist er fast immer dabei, doch das beste an dem Stand ist eigentlich, wenn man mit dem Bus, mit dem man gekommen ist, weiter fährt. Er brachte uns in die Suburbs von denen man einen unglaublichen Blick auf die Stadt hat. Mit dieser Scenerie machte ich meine erste Goonerfahrung. Was Goon ist erkläre ich gerne. In Australien ist die Alkoholsteuer sehr hoch (Jägermeister kostet z.B. 45 Dollar für 0,7 Liter) darum trinken die meisten Backpacker diesen Wein, der aus den letzten Resten der Porduktion gewonnen wird. Sau ekelig, sehr süß und die Kopfschmerzen am nächsten Tag merkt man schon mit dem ersten Schluck. Bei mir ist es das dann auch mit dem Goon gewesen. Es war auch eine Blöde Idee am ersten Tag Alkohol zu trinken. Auf dem Rückweg zum Hostel musste ich sehr mit mir kämpfen um nicht im Bus einzuschlafen. Ich habe den Kampf verloren. Allerdings das Glück genau im richtigen Moment wieder aufzuwachen...ehrlich gesagt will ich wirklich nicht wissen was ich gemacht hätte, wenn ich die Haltestelle verpennt hätte...schlechte Idee in einer Stadt, die man seit einem Tag kennt und größer ist als Berlin. Den Jetlack habe ich dann auch gemerkt, als ich um 4 Uhr nachts aufgestanden bin und mich für den Tag fertig gemacht habe, da ich der festen Überzeugung war, es muss ja schon morgens sein. Am nächsten morgen lernte ich auch die ersten Backpacker kennen. Ganz wichtig, ihr müsst euch echt keine Sorgen machen, wenn ihr allein fahrt, ihr werdet so unglaublich viele tolle Leute treffen : ). Die Folgetage erkundete ich Sydney noch ein bisschen mehr und erledigte wichtige Dinge. Wie ein Handy zu besorgen, dass ich in Neuseeland wieder verloren habe und mich um das Mietauto für NZ zu kümmern. Also nicht so spannend zum Lesen.


Kapitel 4: Warum Melbourne besser ist als Sydney

Sicher ist diese Aussage provokant und der ein oder andere wird mir nicht zustimmen, jedoch sei eines gesagt, ich habe 4 Australier kennen gelernt, die in beiden Städten mehrere Jahre gelebt haben und alle haben gesagt, dass Melbourne die bessere Stadt ist. Ich stimme dem zu. In Melbourne war ich das erste mal nach Neuseeland und dachte zu diesem Zeitpunkt noch, dass es das einzige mal sein würde. So viel vorweg: ich lag ein wenig falsch. Auch in Melbourne ging es gleich auf Sightseeingtour. Wie Sydney begrüßt ein die Stadt mit modernem Großstadtflair. Sehr übersichtlichen Gassen (es ist unmöglich sich in Melbourne zu verlaufen). Die Stadt ist auch mindestens genau so multikulturell wie Sydney, nur zu den Stränden ist es in Melbourne ein bisschen weiter. Doch setzt man sich erstmal in die richtige Tram, ist man auch schnell da. Port Sea ist wohl der schönste Strand. Er liegt recht weit außerhalb, jedoch für Wellenreiter der absoulte Traum und durch die Entfernung der zur Stadt ist auch die Farbe des Wassers in einem schönen Azurblau. Melbourne wird vom Yarariver geteilt und liegt in einer Bucht. Es lohnt sich einen Tag an den Docklands zu verbringen und abends am Yara entlang zu spazieren. Jeden Abend um 19Uhr ist am Crowncasino eine Feuerballshow, bei der von Türmen Wasserstoff entzündet wird. Danach ist im Casino eine Lightshow zu sehen. Melbourne versucht durch das AAMI stadion und den Federation Square mit dem Opera House mitzuhalten, doch der charm der Stadt liegt im Gesamtbild. In der Bücherei gibt es im Sommer Konzerte von australischen Bands und über das ganze Jahr umsonst Internet. Oft werden von hier auch Demonstrationen gestartet. Viele von denen sind sehr Sinnvoll und so kann man auch oft an tolle Organisationen, die sich für etwas gutes Einsätzen, kommen. Wer vegetarisch oder vegan lebt ist in St. Kilda gut aufgehoben. St. Kilda ist wie Brunswick(am anderen Ende der Stadt) ein Studentenviertel wodurch die Vegieküche einen echten Schub bekommen hat. Am Pier von St. Kilda kann man abends wilde Pinguine sehen und hat einen schönen Blick auf die Skyline von Melbourne. So viel erstmal zu meiner lieblings Stadt, ich werde später bestimmt nochmal drauf zurück kommen.

Kapitel 5: Adelaide, Sydney, Newcastle, CRASH

Nach Melbourne ging es für mich und meinen Reisbegleiter nach Adelaide, der wohl langweiligsten australischen Stadt. Wir besuchten hier einen Freund von meinen Nachbarn, der unser Auto hatte. In Adelaide fing ich auch an nach einem Job zu suchen. Nach einer Woche ohne Erflog wollte mein Mitreisender, mit dem ich mich bis dahin sehr zerstritten habe, weiter. Ich kann es nur immer wieder betonnen: Leute, reißt alleine. Wenn nicht alleine, dann nur mit einem/r besten FreundIn oder dem/der Freund/Freundin. Niemals mit Leuten die ihr nicht gut kennt.... Wenn ihr genauer wissen wollt was passiert ist kann ich das gerne noch schreiben, schreibt es einfach als Kommentar unter diesen Text : ) sonst lass ich den Teil weg und spule ein bisschen vor. Wir wollten von Adelaide nach Sydney und von dort mit Freunden von meinem Mitreisenden immer weiter richtung Norden. An der Ostküste entlang. Wir hatten nicht viel Zeit also sind wir die 1375 Kilometer von Adelaide nach Sydney mit Fahrerwechsel durchgefahren. Was durch Kangeroos ganz schön gefährlich sein kann. Uns ist zum Glück keins begegnet. Statt dessen aber millionen von Heuschrecken. So viele, dass wir nach einer Weile anhalten mussten um die Membran vom Kühler von Heuschrecken befreien mussten. Sehr Ekelig. Auf dem Weg gab es immer wieder Abschnitte an denen man weit über das Land blicken konnte. Es ist kaum vorstellbar, wenn man es nicht gesehen hat. Australien ist ein weites, nahe zu endloses Land, wild und unglaublich schön. Es gab gebiete in denen du sehen konntest, dass es weit weg von dir an einer Stelle regnet und weit weg auf der anderen Seite die Sonne scheint. Ich habe den Himmel noch nie so endlos gesehen. Diese Eindrücke begeleiteten uns bis nach Sydney. nach ein paar Tagen hier ging es dann Richung Newcastle. Einer Stadt, die eigentlich nicht auf unserem Plan stand, doch sollte mich das Schicksal einmal mehr sehr positiv überraschen. Wir fuhren mit 4 Personen auf einer Hauptstraße als irgend so ein Vollidiot und mein heutiger Held, rechts auf der Hauptstraße abbog, trotz Vollbremsung des Fahrers war es zu spät und wir rasten in seinen Anhänger. Die Polizei gab dem Typen natürlich klar die Schuld an dem Unfall, jedoch hatten wir natürlich in unseren Zeitplan keinen Unfall mit Reperatur eingerechnet. Für mich war jedoch klar, dass ich kein Interesse an der Reperatur des Autos habe und nun in Newcastle mein Glück für die Jobsuche versuchte. Ich wurde Fündig, es dauerte auch nur zwei Tage.

Kapitel 6: Mein Job

Wir gingen in ein tolles Hostel (mit Swimmingpool, Billiardtischen und vor allem total tollen Leuten, die auch sehr gemeinschaftlich zusammen waren) in Hammilton. Hier lernte ich zwei deutsche Mädchen kennen, die grade einen neuen Job gefunden haben. Ich erkundigte mich nach der Nummer des Chefs und konnte dann nach kurzem Hin- und Her mitkommen. Australien war gerettet. Endlich arbeit und endlich allein weiter. Wir fuhren an einem Donnerstag zu einem Motel, von dem aus der Job losgehen sollte. Es war eine perfekte Abwechslung in einem Motelbett zu schlafen und die quietschenden Hochbetten im Hostel hinter sich zu lassen. Am Freitag morgen ging es zum Markt, bei dem ich arbeitete. Man muss sich das so vorstellen, dass es einmal im Jahr ein Fest gibt, bei dem Traktoren verkauft werden und Produkte, die der Farmer so braucht. Dazu gibt es verschiedene andere Dinge für die ganze Familie. Wie Gewinnspiele oder leider auch Kamelreiten...was für die Kinder toll und für die Tiere sehr traurig ist... aber Australier, grade Farmer sind bei Tieren leider ehh sehr ignorant. Dazu komm ich später noch. Meine Produkt, dass ich verkaufen sollte war ein Lederprodukt, dass schützt und Wasserabweisend ist, es wurde aus Bienenwachs und Eukalyptus hergestellt. Zunächst war ich sehr unmotiviert, da ich als Vegetarier kein Fan von Lederprodukten bin, jedoch nach kurzer Zeit verstand, dass dieses Produkt das Leben des Leders verlängert, so konnte ich das dann mit meinem Gewissen vereinbaren und war am Ende von den neuen Mitarbeitern der Beste, trotz meines eher brüchigen Englisch zu dieser Zeit. Mein Chef fragte mich dann wo ich hin möchte, worauf ich antwortete einfach nur weg von hier. Keine zwei Tage später ging mein Flug Richtung, ihr habts schon erraten, Melbourne.

So nun ist es zwei Uhr, ich muss mich mal ein bisschen um meinen Haushalt kümmern : ) ich hoffe euch hat der Teil gefallen, beim nächsten mal geht es dann vor allem um die Zeit meines Jobs, was ich noch so für Shows hatte und dann um meinen Lieblingsteil: Tauchen im Berrier Reef.
 

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Kommentare (5)
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Sortieren nach Aktualität:
13.08.2011
Stoffie hat geschrieben:
danke danke danke das du deine erfahrungen und eindrücke mit uns teilst!
23.07.2011
Cookie hat geschrieben:
Danke für den schönen Bericht, der zweite Teil ist mindestens genauso interessant und spannend wie der erste. :)
03.07.2011
PaperWing hat geschrieben:
Hallo, aufgrund von mangelnder Konzentration werde ich die Fortsetzung wohl erst am Dienstag zuende schreiben. Tut mir leid :(
29.06.2011
Lars0220 hat geschrieben:
Sehr schöner bericht.
29.06.2011
gelöschter User hat geschrieben:
Sehr interessant dein Bericht danke für die Mühe :) Fliege im September selber nach Australien :)
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