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Ein Dorf


namens Erde


© WWF
Klimaschutz oder Augenwischerei?


von Marcel
02.06.2009
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Was hälst du eigentlich davon: Wenn du mit dem Flieger verreist, kannst du den Treibhausausstoß bei diversen Organisationen gegen eine Spende ausgleichen. Das Geld fließt dann in Klimaschutzprojekte in Entwicklungsländern. CO2-Kompensation - Augenwischerei oder wirksamer Klimaschutz?

Die Angebote zu Kompensation von Treibhausgasemissionen schießen wie Pilze aus dem Boden. Doch hilft das dem Klima wirklich? Wann und wie ist Kompensation sinnvoll? Der WWF findet die Idee eigentlich gut: Denn für die Atmosphäre unseres Planeten ist es nicht von Belang, an welchem Ort der Erde CO2 in die Luft geblasen wird. Daher schützt es das Klima genauso viel, wenn eine Tonne CO2 in Indien eingespart wird statt in Deutschland.

altDer Grundgedanke der Kompensation - im Englischen auch als "Offsetting" bezeichnet - ist daher, den Ausstoß einer bestimmten Menge an Treibhausgasemissionen, der bei uns nicht vermieden wird, an einem anderen Ort der Welt zu verhindern. Und so wird dann zum Beispiel in Indien ein Windpark anstelle eines Kohlekraftwerks gebaut - finanziert etwa durch die Spenden von Flugreisenden. Mal ökonomisch ausgedrückt: Dieser Transfer wird über den Handel mit so genannten "Zertifikaten" - im Englischen "credits" - gesteuert. Der Besitz eines "Zertifikats" berechtigt dich dazu, eine bestimmte Menge an Treibhausgasen zu produzieren. Dafür gibt's den ziemlich seltsamen Begriff "Emissions-" bzw. "Verschmutzungsrechte". Wer Geld für ein solches Klimaschutzprojekt gibt, erwirbt also solche Zertifikate. Der Vorteil ist, dass Emissionen dort eingespart werden, wo es wirtschaftlich am günstigen und am leichtesten umsetzbar ist.

Doch Kompensation ist leider auch mit einigen Unsicherheiten behaftet. So muss zum Beispiel sichergestellt sein, dass ein Projekt nur deshalb umgesetzt wird, weil es die zusätzliche Finanzierung durch die Kompensation erhält. Es wäre ja ziemlich bescheuert, wenn der indische Windpark ohnehin schon in Planung ist und hierzulande ein Unternehmen weiterhin genauso viel CO2 wie vorher verursacht, weil es sich im falschen Glauben wiegt, durch eine Geldzahlung seine Emissionen ausgeglichen zu haben.

Leider gibt es auch viele Anbieter, bei deren Projekten die tatsächliche Einsparung von Treibhausgasen fragwürdig ist. Auch die Aufforstung von Wäldern ist da umstritten, denn Bäume bienden zwar CO2, aber ein monoton gepflanzter Wald ist alles andere als intakte Natur. Zum Glück gibt's mal wieder ein Siegel, dass dir die Orientierung erleichtert. Der WWF empfiehlt Anbieter mit dem sogenannten Gold Standard, ein weltweit anerkanntes Gütesiegel für Kompensationsprojekte. Weitere Infos zum Gold Standard auf den Seiten des WWF.

Findet ihr die Idee der Kompensation gut? Oder bringt das die Leute dazu, einfach weiter so viel durch die Gegen zu jetten wie bisher?

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Kommentare (3)
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14.01.2010
joshixxl hat geschrieben:
dieses bild das den torndo zeigt wird es in 10 jahren vllt schon jeden tag geben ! das ist die REALITÄT
mfg joshixxl
11.06.2009
Foster hat geschrieben:
Diese Idee ist gut. Aber man muss zwei Dinge beachten: 1. Auf die Siegel und 2. Die Leute zu überreden so wenig wie möglich zu fliegen, obwohl man dan das Geld für Projekte in den SchwellenLändern schwieriger zusammen bekommt.
08.06.2009
straetsi hat geschrieben:
ich finde die idee auch sehr gut. gerade auch, dass es für leute die einfach beruflich viel unterwegs sind, die möglichkeit gibt ihren co2 ausstoß wieder auszugleichen.
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