Entdecke die Natur!


Ein Dorf


namens Erde


© WWF
Ignorance is their old best friend


von kathAlexa
22.08.2011
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Ich war für drei Wochen in den USA, davon fünf Tage in NYC und den Rest in Teilen von Florida. Ich bin überwältigt von den vielen Eindrücken und glücklich, dass ich diese Reise machen durfte, obwohl ich aufgrund des Gebrauchs von zwei langen und drei kurzen Flügen, sowie langen Fahrten mit einem Mietwagen ein ziemlich schlechtes Gewissen bezüglich der Umwelt hatte. Dieses verhärtete sich allerdings bald ins Unerträgliche und brachte eine Wut mit sich, was bei jedem Gang zu Mülleimer, Dusche und Supermarkt in mir aufschäumte und mir täglich trübe Stunden bescherte....und das in meinem Urlaub! Im Land der Träume, in dem Land wo alles möglich ist! Es ist vlt. wirklich alles möglich...bis auf einen respektvollen Umgang mit der Natur und unseren Ressourcen!
Schon hier in Deutschland bin ich der Meinung, dass viel mehr getan werden könnte, von jedem, nicht zuletzt von mir. Vorallem im alltäglichen Umgang ist es für jeden leicht mit anfänglichen, minimalen Aufwand auf die Umwelt Acht zu geben und Energie zu sparen.
Ich war der festen Überzeugung, hier eine ausgeprägten Ignoranz vorfinden zu können....aber ich Vergleich zu der Gleichgültigkeit und (Verzeihung) Dummheit die ich in den Gegenden der USA vorfand, wäre jeder der seinen Müll trennt ein Ökofreak.
Mülltrennung ist rar, und wenn dann sind nur einzelne Behälte für Plastikflaschen aufgestellt. Duschhähne sind weder in Stärke und Temperatur verstellbar und sehr launisch, was eine doppelt solange Duschzeit als Folge hat. Die publiken Toiletten und Wasserhähne sind meist mit Sensoren versehen. Die Toiletten spülen bei jeder kleinsten Bewegung, genauso wie die Wasserhähne, in einer kleinen Ewigkeit eine Menge von Wasser weg. Das Amerikaner auf große Autos stehen ist kein Geheimnis. Aber das sins keine Autos. Das sind Schiffe! Und diese Schiffe (wenn man kein Förster ist, komplett sinnlos sich so was anzuschafffen und auch echt unpraktisch - einparken?!) brauchen eine Menge Benzin! Auf jede 100m folgt eine mal mehr mal weniger lange Ampelperiode die bei laufendem Motor, offenem Fenster und maximal gestellter Klimaanlage überbrückt wird. Die Klimaanlagen in den Hotels sind alte scheppernde Dinger, die zwar logischerweise direkt an der Außenwand angebracht sind...aber an was für einer! Isolation muss man dort erst erfinden. Genauso wie Bio-Speisen. Recyceltes Papier kam mir selten unter die Nase.  Das Toilettenpapier wurde als Öko-Papier angepriesen. Durch den Zustand seiner Transparenz verbraucht man Unmengen. Dadurch das man nur für den Einkauf eines Apfels zum nächsten Mall fahren muss (in dem man dann allerdings ALLES finden kann, auch Ärzte) und die Leute auf dem Land auch zur Arbeit lange cruisen müssen, ist die Luft ziemlich von Abgasen beschwert. Ein Liebling der Amerikaner scheint auch die Plastiktüte zu sein. Brot wird in zwei eingepackt und die Einkäufe sowieso. Die Dinger sind allerdings so klein und dünn, dass man sehr viele braucht, die man meist auch nur einmal verwenden kann.Und im ganzen Sunshine State hab ich weniger Solarzellen und Photovoltaikanlagen gesehen wie in ganz Suttgart-Pliniengen.
Dabei haben sie doch schon so wundervolle Naturschutzgebiete errichtet! Und die meisten New Yorker gehen zu Fuß zur Arbeit oder fahren mit der Metro! Es steht auch schon oft, man solle doch bitte recyceln....aber ich glaube es ist schwer das diesen Menschen beizubringen. Obwohl sie doch schon Hurricans im Übermaß, Überschwemmungen und Dürren am laufenden Band und die Zahlen ihres Verbrauchs vor der Nase haben. Manhatten ist Land unter, sollte der Wasserspiegel noch mehr steigen. Die Hurrican-Gegenden sind irgendwann nicht mehr bewohnbar und dann? Dann ist es zu spät, zu bereuen, dass die tausenden Werbescreens auf dem TImes Square sinnlos waren, weil sie eh niemand liest und dass man in keinem Hotel und an zu wenig Leuchtwerbungen Energiesparlampen finden konnte.
Was tun?

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Kommentare (4)
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22.08.2011
LaLoba hat geschrieben:
Da muss ich dir leider auch recht geben. Ich war gerade für ein Jahr in den USA und habe mich auch sehr über die automatischen Toilettenspülungen und die unmengen an Plastiktüten aufgeregt. Ich wurde in Supermärkten auch regelmäßig komisch angeschaut, wenn ich ausdrücklich auf Plastiktüten verzichtet habe. Aber da muss man eben durch und als gutes Beispiel vorangehen!
22.08.2011
Alexbeppo hat geschrieben:
Ich binn auch grad in den USA und versteh vollkommen was du sagst. Was mich am meisten wundert ist, dass es fuer die meisten Menschen so selbsverstaendlich ist so zu leben und ueberhauptnicht drueber nachdenken (vllt auch nicht wissen?!) wie schaedlich es ist. Was die Autos betrifft geb ich dir auch recht, in deren "COMPACT" Parkplaetzen sind Autos geparkt, die in Deutschland ueberdurchschnittlich gross waeren.
22.08.2011
Stoffie hat geschrieben:
echt schlimm was du da alles schreibst! man müssen versuchen den amis die augen zu öffnen ihnen bewusst zu machen was für ein mist die da bauen!!!
danke fürs eindrücke teilen und herzlich willkommen in der community :)
22.08.2011
JohannesB hat geschrieben:
Hey kathAlexa! Da haben sich ja ganz schön viele Eindrücke und Kopfschüttel-Erlebnisse bei Dir angestaut ... Auch wenn Du mit so einer pauschalen Kritik den (leider wenigen) umweltbewussten Amerikanern unrecht tust, kann ich gut verstehen, dass Dich die vielen offensichtlichen "Umwelt-Sünden" in den USA wütend gemacht haben. Und es ist sicher nicht bloß ein böses Vorurteil, sondern in gewissen Teilen wirklich, wie Du ja auch beschreibst, zu beobachten dass in Sachen Umweltschutz bei den Amerikanern einiges im Argen liegt und viele eigentlich so einfache und kleine Dinge getan werden müssten. Ich glaube mit der Zeit wird sich auch in den USA mehr und mehr das Bewusstsein durchsetzen, dass wir nur diesen einen Planeten haben und dass es nicht nur moralisch sondern auch finanziell unsinnig ist, so verschwenderisch mit den natürlichen Ressourcen umzugehen. Herzlich willkommen übrigens hier in der Community! Ein Tipp noch für Deinen nächsten Artikel: Klarere Absätze (auch mal mit Leerzeile) und Bilder lockern den Text auf und es macht mehr Spaß ihn zu lesen ;)
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