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namens Erde


© WWF
Fliegen - vertretbar oder nicht?


von Franzi
18.06.2009
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Verreisen. Ferne Länder erkunden, Neues sehen, fremde Menschen und Kulturen kennenlernen. Das alles klingt wunderbar, ist jedoch oft mit fliegen verbunden. Und das ist eine enorme Umweltverschmutzung.

Ich persönlich fliege öfters und bin schon viel umhergereist. Ich liebe es und würde ungern darauf verzichten, obwohl mich jedesmal ein schlechtes Gewissen plagt. Ist es als Umweltbewusster Mensch vertretbar weite Reisen mit dem Flugzeug anzutreten um sich "nur" zu amüsieren? Oder sollte man heutzutage - wenn es irgendwie geht - ganz darauf verzichten?

Zwischen den zwei Extremlösungen gibt es auch noch eine dritte: man kann sich "freikaufen". Vor ca. einem Jahr habe ich "Atmosfair" (www.atmosfair.de)entdeckt entdeckt, ein Unternehmen, bei welchem man genau angeben kann wohin man fliegt und das einem dann ausrechnet wie viele Emissionen das verursachen würde. Darauf hin rechnet es einem aus, was man als Entschädigung zahlen sollte. Dieser Betrag fließt dann in Projekte zum Umweltschutz. So werden zum Beispiel in Wasserkraftwerke und neue Technologien bei Stromerzeugung und Bewässerung in ländlichen Gebieten, hauptsächlich in dirtte Weltländern, investiert, die oft aus purer Not ihre Umwelt ausbeuten. So würde man z.B. für einen Flug von Berlin nach Rom für eine Person 17,00 Euro zahlen oder für das Gleiche nach New York 97,00 Euro. Vom Preis her ist es also fair finde ich.

Insgesamt bin ich absolut überzeugt von dieser Idee, man hat ein eindeutig besseres Gefühl zu fliegen, obwohl natürlich klar ist, dass das bezahlte Geld nichts an der Umweltverschmutzung ändert.

Was sagt ihr dazu? Wie findet ihr so ein Unternehmen? Bringt das etwas oder ist es Geldverschwendung? Und wenn ja, darf man dann gar nicht mehr fliegen?

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Kommentare (5)
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31.08.2009
Sarah25 hat geschrieben:
Mir geht es auch oft wie dir. Einerseits möchte ich die Welt sehen, andererseits ist Fliegen ja auch umweltunfreundlich. Ich finde es kommt wirklich darauf an ob man mal eben für 5 Tage nach New York fliegt oder dort ein Jahr seiner Schulzeit verbringt. Für eine längere Zeit finde ich fliegen auch okay und möchte nicht darauf verzichten doch für 1 Woche ist es nicht vertretbar finde ich.
20.06.2009
Philipp hat geschrieben:
So sehe ich das auch.Das manche Leute sich dann einfach sagen "Ich zahle ja dafür dann ist es ja egal" anstatt sich trotzdem darüber Gedanken zu machen und das Fliegen ,wenn möglich, vermeiden.
18.06.2009
Jutta hat geschrieben:
Reisen, das ist natürlich etwas wunderschönes, und weitentfernte Länder kennenzulernen etwas ganz besonderes! Inzwischen, habe ich mich jedoch entschlossen, wenn es zu vermeiden ist, nicht mehr zu fliegen. Dabei habe ich entdeckt, dass auch Deutschland sehr schön sein kann- viele Ecken des Landes kannte ich überhaupt nicht, weil ich oft in anderen Ländern Urlaub gemacht habe.
Auch meinen Reisestiel versuch ich zu ändern: letzten Sommer war ich z.B. in Spanien, mit dem Zug. Es ist möglich- und kann sogar viel Spaß machen. Die Anreise wird quasi Teil des Urlaubs und ein richtiges Erlebnis!
Generell möchte ich natürlich nicht ganz auf's Fliegen verzichten, andere Kontinente erreicht man sonst einfach nicht- und in mir steckt einfach zu viel Abenteurlust und Neugier auf ferne Länder und Kulturen!
Ich sehe einen großen Unterschied in Art und Dauer der Flugreise. Für drei Tage nach London, oder für eine Woche nach Mallorca fliegen finde ich verantwortungslos. Längere Reisen und diese am besten verknüpft mit einem Projekt wie Freiwilligenarbeit, Work Camp oder ähnlichem finde ich hingegen vollkommen in Ordnung. Man macht es schon aus Zeitgründen selten, und somit bleibt es etwas Besonderes....was so eine Reise ja auch sein sollte.
Die Sache mit Atmosfair finde sehe ich kritisch. An sich ist es eine gute Idee, aber ich sehe die Gefahr, dass Leute damit ihr Gewissen beruhigen und dann doch fliegen, obwohl es auch anders ginge...und dann ist der Sinn von atmosfair dahin..
18.06.2009
Franzi hat geschrieben:
Ja, so sehe ich das auch :) Danke Janine :)
18.06.2009
Janine hat geschrieben:
Hey Franzi!
Vielen Dank für deine Info! Ich wusste noch gar nichts davon! :)
Also, hier meine Meinung:
Natürlich ist man immer fasziniert, wenn man an anderen Ecken der Welt ist, alles ist so anders und interessant und schön und und und. Neben weit entfernten Orten könnte man aber auch mal sehen, ob es nciht die Möglichkeit gibt mit dem Zug irgendwo hinzukommen, denn auch in Europa gibt es sauviele Orte, die super schön und super toll sind!
Klar, ich war auch schon in Neuseeland und hier und da und will natürlich auch noch so viel wie möglich von der Welt sehen! Denn das ist mein Ziel. Ich will wissen, was die Erde ist, sie begreifen, sie kennenlernen und entdecken. Wenn mich jemand nach dem Sinn des Lebens fragen würde, wäre meine Antwort wahrscheinlich "Die Welt sehen und realisieren, wie schön sie (noch) ist". Gerade wegen dem noch müsste ich aber wiederum in kürzester Zeit sehr viel fliegen.
Aber, wie gesagt, will ich das für mcih einschränken und immer erst auf Möglichkeiten zurück greifen, die umweltfreundlicher sind.
Die Summe, die der Geldrechner für dich berechnet, sollte man aber bereit sein zu zahlen. Denn es ist einfach mittlerweile so, dass Egosismus nicht mehr ohne Vernunft existieren darf. Dadurf haben wir ja den Planeten zerstört. Und wenn man aus Egoismus sagt, dass man unbedingt fleigen will, aber nicht dafür "zahlen" will, dann sollte man gleich aufs Fliegen verzichten. Das ist so, als wolle man sagen "Ja, ich habe keine Sparlampen, aber die Anderen, das reicht ja." Aber man sollte versuchen immer so zu handeln, wie man es von den anderen erwartet. Egoistisch und bequem haben wir lange genug gelebt. Wir dürfen nciht immer nur nehmen. Das Zurückgeben muss endgültig seinen Einzug in den Alltag finden.
Und wenn es im Fall des Fliegens auch nur ein kleiner Teil des Geldes ist.
Man sollte sich darüber bewusst sein, dass jeder kleine Schritt, den man in eine grüne Richtung geht, ein Schritt in die Zukunft geht und auch ein Schritt zur einzigen Möglichkeit, die uns bleibt.
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