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Elektroautos in Norwegen


von vince
10.11.2014
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Autos mit Elektromotor sind DAS Verkehrsmittel der Zukunft. Jedoch sieht man Autos dieser Art hierzulande relativ selten auf den Straßen. Das sieht in anderen Ländern anders aus, denn dort sind die Umstände für die Fahrer elektrischer Autos um einiges besser als für Dieselautos oder Benziner.

Ein gutes Beispiel für einen größeren Fortschritt ist Norwegen. Hier haben Käufer von Autos mit Verbrennungsmotor Steuern zu entrichten, nicht aber solche, die E-Autos kaufen. Obwohl die Elektroautos durch die moderne und noch nicht in so hohen Mengen produzierte Technik meist teurer sind, zahlen die Käufer durch die wegfallenden CO2-Steuern unter dem Strich weniger als für Autos mit Verbrennungsmotor.

Hinzu kommt noch, dass der Strom um einiges billiger ist als andere Kraftstoffe wie Diesel, Benzin und Super (1 Liter Diesel kostet dort ca. 1,90€, für eine Kilowattstunde Strom werden nur 10 Cent fällig). Dadurch, dass in Norwegen Strom aus erneuerbaren Energien wie Wasserkraft gewonnen wird, gibt es nahezu keinen CO2-Ausstoß, was die Elektroautos dort zu den umweltfreundlichsten Verkehrsmitteln überhaupt macht.

Der dritte Punkt ist, dass Norwegen viel mehr Ladestationen aufgestellt hat, als Deutschland. Dort sind es etwa 5.000, während wir hier nur etwa 3.000 zählen können. Und das, obwohl wir Deutschen viel mehr Einwohner pro Quadratmeter haben. Mit anderen Worten: Wir sind in dem Punkt noch ziemlich hinterher. Aber wie gesagt, noch: In den nächsten Jahren soll sich das ändern, es sollen mehr Säulen gebaut werden, freie Parkplätze für Fahrer von Elektroautos geben und Bussonderfahrstreifen für E-Auto-Fahrer freigegeben werden.

Dennoch haben diese Autos, jetzt abgesehen von den Vorteilen, die die Norweger Fahrern dieser Autos bieten, ein Nachteil: Bei den meisten Modellen reicht der Akku gerade mal für ca 100 km. Dies habe ich in Österreich, wo wir ein E-Auto als Mietwagen hatten, eigens erfahren. Als wir einen Ausflug in die nächst größere Stadt gemacht haben, mussten wir für den Rückweg dort erst mal 7 Stunden lang „volltanken“! Dies kostete zwar nichts, allerdings gelang dies auch nicht ohne Hindernisse: Es gab dort nur eine Tanksäule, und auf dem einzigen Lade-Parkplatz parkte ein Nicht-E-Auto. Daneben war auch alles belegt. Wir mussten erst die Polizei holen, die dann den PKW abgeschleppt hat, sonst wären wir nicht wieder nach Hause gekommen!

Damit das Angebot besser genutzt wird, ist es also nicht nur von hoher Wichtigkeit, die Preise für Kraftstoffe günstiger und die Anzahl der Tanksäulen höher zu bringen, sondern in erster Linie auch, die Technik weiter zu verbessern. Da ständig neue, bessere Modelle mit auf den Markt kommen, wird es aber in wenigen Jahren sicherlich effektiv sein, auf so ein Auto umzuwechseln.
 

Elektroautos - Eine Berichtreihe in Kooperation mit RichardParker

 

Quelle: www.mein-elektroauto.com

Bild: © Brent Stirton / Getty Images / WWF-UK

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Kommentare (8)
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12.11.2014
vince hat geschrieben:
@Erdbeercupcake: Jap, ist in Deutschland auch so!
11.11.2014
Erdbeercupcake hat geschrieben:
wir sind dabei einen Hybrid zu kaufen und daher weiß ich, dass man auch in Deutschland keine Steuern zahlen muss. Ich denke beim reinen Elektroauto ist es genauso, oder?
11.11.2014
Lisa18 hat geschrieben:
Vielen Dank für den sehr interessanten Bericht! Es ist echt cool, wie fortschrittreich die Norweger schon sind, besonders die Sache mit den Steuern und den Preisen für Strom und Benzin beeindrucken doch ganz schön.
11.11.2014
Ronja96 hat geschrieben:
Danke für den interessanten Bericht! Es ist wirklcih eine gute Möglichkeit (mit den Steuern) die Leute davon zu überzeugen E-Autos zu kaufen. Ich hoffe, dass in ein paar Jahren die Technik in Deutschland auch so weit verbessert wird, dass man auch mal mehr E-Autos zu Gesicht bekommt.
11.11.2014
LSternus hat geschrieben:
Ich denke das sollte in Deutschland unbedingt weiter ausgebaut werden. Auch weil das sicherlich wirtschaftliche Vorteile mit sich bringen würde.
11.11.2014
Sandsturm hat geschrieben:
@Luke24: Es gibt sehr wohl leistungsstarke Elektroautos mit vielen PS (z.b. Tesla Model S), das Problem dabei ist bloß in den meisten Fällen der Preis.
Da wäre so ein System wie in Norwegen ziemlich praktisch.
11.11.2014
Rastello hat geschrieben:
Das ist aber sehr gut. Ich wohne in Frankreich: es ist unglaubig, die Natur ist es den Franzosen völlig egal.
Aber Elektroautos verlieren ihren Sinn in Frankreich, weil AKW 85% des Stromes repräsentiert.
11.11.2014
Luke24 hat geschrieben:
Ich fürchte, dass hierzulande auch viele bei einem Auto mit Verbrennungsmotor bleiben, auch wenn eine entsprechende Infrastruktur für Elektroautos aufgebaut wird.

Viele Leute haben Spaß am schnellen Fahren, an einer starken Beschleunigung und an PKW mit vielen PS. Solange die Elektroautos hier nicht aufholen, d.h. wesentlich leistungsfähiger werden, haben sie für viele Fahrer einen Makel.

Das ist Schade, weil die Umweltverträglichkeit eigentlich jedem am Herzen liegen sollte.
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