Entdecke die Natur!


Ein Dorf


namens Erde


© WWF
Eine Zugfahrt zwischen Schlagzeilen, Kummer und Umweltschutz


von MarcelB
13.04.2012
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100 P

Ich sitze im Zug und blicke auf die grüne Landschaft an der wir gerade vorbeifahren. Weit entfernt drehen sich Windkrafträder. Ein majestätisches Monument, denke ich mir. Touristen kommen aus fernen Ländern und schauen sich Gebäude, Kirchen und Museen an um etwas über die längst vergessenen Kulturen zu erfahren. Dabei geht an ihnen die wahre, gegenwärtige Schönheit gänzlich vorbei.


Entkräftet schlafen die fremden Besucher auf Plätzen neben mir und verpassen das, was mich gerade in den Bann zieht – das Wunder Natur.
Wie werden uns wohl die Leute in 2000 Jahren sehen? Als Ameisen die sich gegeneinander bekriegen, wie die Kleinkinder und dabei vergessen haben, was das wichtige im Leben war?
Werden die Windkraftanlagen die neuen „Heiligtümer“ einer zukünftigen Kultur?
Wir denken, dass uns garnichts mehr erschrecken kann. Wir haben schon alles erlebt. Wir haben alles aus der Vergangenheit gelernt, blicken nach vorne und bauen uns unsere eigene Zukunft wie sie uns gefällt – „Denkst'e!“, spreche ich mir zu.
Längst schon ziehen die Bilder an meinem Fenster vorbei und bilden in meinem Kopf einen Film, der nicht aufhört.
Ich fühle mich gefangen, in einem Zug aus dem ich nicht mehr aussteigen kann. In dem ich keine Kontrolle über das habe, was ich früher hatte – das Ziel. Wo geht es hin? Was erwartet mich dort? Und wer wird mich auf diesem Weg begleiten?


Auf dem Bildschirm ziehen merkwürdige Meldungen umher: Gottschalk live, garnicht „live“; Raketentests in Nordkorea; Facebook macht die Chronik zur Pflicht, User genervt.
Wohin entwickelt sich unsere Gesellschaft? Haben die alten Römer auch über die Outfits ihrer Gladiatoren gelästert, so wie bei Thomas Gottschalk? Gab es schon damals Leute, die sich um die Lunge des Planeten Sorgen gemacht haben, wie ich? Warum haben wir Menschen immer den Trieb alles perfekt oder wenigstens besser als der Nachbar zu machen? Warum müssen wir unser Ego immer wieder aufs neue „füttern“?


Man lehrt uns, dass unsere Welt komplex ist. Globalisierung, zunehmende Institutionen mit wechselseitigen Zuständigkeiten und ein Finanzsystem auf Pump.
Wir vergessen aber, dass wir es uns selbst so schwierig gemacht haben. Und wer muss jetzt leiden? Natürlich die unbeteiligten Dritten.

Der Zug hält. Die Fremden wachen auf und merken hysterisch, dass sie raus müssen. Schnell wird alles zusammengesucht und rausgerannt – gerade nochmal rechtzeitig sage ich mir.
Ich blicke mich im Zug um, vor mir eine Bande Jugendlicher die ordentlich Spaß hat. Sie schreien, lachen und hören laut Musik. Ob die sich für den Planeten interessieren auf dem sie leben? Wohl kaum, stelle ich fest. Trotzdem versuchen wir auch für sie den Planeten zu retten. 

Ich verkrieche mich in mein Arbeitsbuch, dass ich mir extra für den Unistart zugelegt habe. Ein alter Mann, schräg gegenüber von mir, sieht den WWF-Jugend Sticker auf meiner Tasche und schaut mich die ganze Zeit aufdringlich an. Unangenehm. Ich blicke düster zurück und versuche ihm in Gedanken klarzumachen was das soll.

Der Zug hält wieder. Diesmal mitten in der Landschaft. Der Mann steht auf, läuft zu mir.
Gehörst du zu denen mit dem Panda da?“, fragt er mich und zeigt auf meinen WWF-Jugend Button. Ich nicke.
„Über die hab ich letztens eine Doku gesehen!“, er hebt den Zeigefinger und brüllt laut um sich: „Das ist ein ganz übler Drecksverein! Verpiss dich bloß!!! Mit euch wollen wir nichts zu tun haben, ihr Möchtegern Ökos...“, dreht sich um und wechselt den Wagon.
Verwirrt und eingeschüchtert blicke ich um mich. Hat das wer gehört? Ist er weg?

Ich war wohl länger in meine Übungsaufgaben vertieft und habe nicht bemerkt, dass der Zug nun leer ist.
Ich erinnere mich an die Nachrichtenanzeige von vorhin.... „Die Medien“... Haben wohl mehr Macht als gedacht.
Besteht unsere eigene Zufriedenheit darin, andere schlecht zu machen? Warum ist jemand genau gegen die Wenigen in unserer Gesellschaft die sich für Umweltschutz einsetzen? Ich blicke aus dem Fenster und finde keine Antwort. Es scheint wohl in der Natur des Menschen zu liegen, versuche ich mir einzureden.
Sei es Gottschalks neue Talkshow vor der Tagesschau, Facebook oder der WWF.

Draußen wird es langsam dunkel. Nun muss auch ich aussteigen - Endhaltestelle.

Ich packe meine Sachen und gehe zum Ausgang. Kurz blicke ich zurück zu meinen Sitz. „Junger Umweltschützer, von altem Mann beleidigt“, das wäre doch mal eine gelungene Schlagzeile, überlege ich mir.

 

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Kommentare (33)
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16.04.2012
wintersommer hat geschrieben:
Den Punkt von Urmeli find ich sehr gut.
Die älteren Generationen reden so gerne, dass früher alles besser war. Aus ihrer Sicht mag das vielleicht stimmen, aber sie haben doch zu der Zukunft beigetragen. Sie haben doch viele Entscheidungen getroffen, die wir nun "ausbaden" dürfen.
manchmal pack ich mir wirklich nur an den Kopf, bei dem was manche Menschen von sich geben. Es ist ihnen nicht Recht, wenn die Jugend nichts macht, aber wenn sie was macht, werden wir meistens nur kritisiert und abgestempelt, obwohl ein bisschen Unterstützung echt gut tät.
15.04.2012
MarcelB hat geschrieben:
Klar ist es falsch Cosima! :/ aber was will man machen. Man braucht eben einfach heute Intelligenz und ein kritisches Selbstbewusstsein. Ich denke viele sind sich über die Probleme in der Welt bewusst. Und das bewerte ich grundsätzlich positiv. Da musst man dann eben aufbauen und wir wollen ja nicht jeden zum Öko machen, sondern eher "wachrütteln" :)

Einzelgänger und kleine Grüppchen hatten es schon immer schwer. Vielleicht regen sich auch viele einfach deswegen auf, weil wir eine Minderheit sind und man die immer leicht "ärgern" kann. Also nicht immer gleich inhaltlich runtergezogen werden. Wer willig ist, den "Ökos" zuzuhören, wird überraschende Parallelen entdecken! :)
14.04.2012
MJ1499 hat geschrieben:
Tja, hinterfotzig ist einfach besser als alles andere.

Wisst ihr, warum die Leute uns nicht leiden können? Sie sind neidisch und haben Angst vor uns...und solche Leute kann man besser ausgrenzen und beleidigen, als sich mit ihnen auseinanderzusetzen, und zu merken, was man in seinem Leben alles falsch macht^^

Ansonsten ist in dieser Dikussion manches Wichtiges, und vieles Richtiges geschrieben, werde ich aber nicht alles aufgreifen ;)
14.04.2012
Cosima hat geschrieben:
Ein wirklich guter Punkt Marcel !

Ich finde es einfach nicht richten etwas schlecht zu reden, worüber man nicht genau bescheid weiß, aber das scheint viele Leute eben nicht zu stören, ob sie jetzt die ganze Wahrheit kennen oder eben nur mal etwas darüber gesehen haben.
14.04.2012
MarcelB hat geschrieben:
Leichter gesagt als getan, wenn man immer nur die halbe Wahrheit über die Medien erfährt und die Medien selbst nur einen Bruchteil der Wahrheit bekommen haben, Urmel! :(
14.04.2012
gelöschter User hat geschrieben:
Sehr schön und sehr ehrlich geschrieben :)

Hier wurde ja schon fast alles sagenswerte geschrieben. Auch wenn es stimmt, dass die Medien einen erheblichen Einfluss auf die Gesellschaft haben, frage ich mich immer wieder warum der Großteil der Menschen sich so beeinflussen lässt..? Nachdenken ist wohl momentan nicht modern.

Der ältere Herr ist ja krass drauf! Seine Generationen hat viele Fehler gemacht und vieles versäumt. Unsere Generation muss viel wiedergutmachen und aufarbeiten, da wäre etwas mehr Unterstützung nett. Aber so demoralisierende Personen sollte man einfach ausblenden.
14.04.2012
MarcelB hat geschrieben:
Dankeschön! :) Ich weiß nicht ganz, ob man wirklich die Einstellung der Menschen geändert werden muss. Müssen wir uns wirklich mit den Kritikern und "sturen Köpfen" hinsetzen und die in einer Diskussion überzeugen?
Ich bin hier in der WWF-Jugend, weil ich den anderen Weg - hintenherum -, wie es der WWF macht deutlich besser finde.
Wir werden die meisten Leute nie dazu kriegen, völlig auf Bio umzustellen und Öko zu denken. Also muss man sich mit den Produzenten, Bauern sowie Unternehmen aber auch Politikern hinsetzen und darüber reden. Wie man es schafft die Geselllschaft klimafreundlich zu gestalten.
Einerseits, müssen wir doch die Produkte im Supermarkt einfach so anpassen, dass alles fair und öko hergestellt wurde. Den Leuten ist doch egal welche Marke da drauf steht. Sie wollen ihr Klopapier, ihre Milch und tausend sinnloses Zeug mehr. Wenn wir die Unternehmen überzeugen, da umzustellen ist das für mich ein größerer Erfolg als auf der Straße 5x Leute davon zu überzeugen Öko-Klopapier zu kaufen.
Aber warum steht genau das meistens beim WWF in der Kritik, frag ich mich da. Es ist doch ein richtig guter Weg, auf dem der WWF da operiert.
Ist man da "sauer", als nicht WWF'ler, dass man da mit den "Bösen" gemeinsame Sache macht(?) Anders kann ich mir sonst diese Anti-WWF-Haltung nicht erklären....
14.04.2012
Cosima hat geschrieben:
Bei dem Stichwort komplett umorientieren: Es hab kürzlich einen Bericht zu Cradle to Cradle
(http://www.wwf-jugend.de/leben/fair-kaufen/cradle-to-cradle---ein-leben-ohne-muell;3847)

Ich denke, dass die Leute nur inspiriert und motiviert werden müssen.
Wir, die schon davon überzeugt sind, die die schon inspiriert und motiviert sind, müssen
das weiter geben. Denn nur wenn man selbst von etwas überzeugt ist, kann bzw will man das auch umsetzen.
14.04.2012
Marielle hat geschrieben:
So versuch nummer 2 :)

Der Bericht ist super Marcel und um ehrlich zu sein, der beste den ich hier in der Community je gelesen hab. Ich stimme dir total zu...
14.04.2012
Gluehwuermchen hat geschrieben:
...und andererseits denke ich oft, dass ich unterschätze, wie viel die Einstellung eines Menschen ausmacht.
Wenn Menschen innerlich einfach anfangen, liebevoll über Tiere und Natur nachzudenken und denen der Planet am Herzen liegt. Die guten Gedanken vieler Menschen summieren sich sicher irgendwo - wir können sie leider nicht sehen, aber ich glaube sie werden nicht ganz wirkungslos sein. Und wenn sie nur der Wegbereiter sind um einen Wandel auf der sichtbaren Welt zu bewirken.
Also - lasst uns positiv denken :) wenn wir schon nicht eine Wundertaste drücken können.
14.04.2012
Gluehwuermchen hat geschrieben:
Sehr fesselnd geschrieben! :) Gefällt mir.

Ich denke auch immer solche Dinge, wenn ich Zug fahre. Diese Tätigkeit scheint psychisch- therapeuthische Auswirkungen zu haben ;)
Wenn man sich - wie du beschrieben- hast anschaut, wie andere Menschen leben und die Welt sehen, dann kann man hoffnungslos werden. Ich fahre durch Deutschland und sehe, was aus diesem Land geworden ist: Industrie, Müll, Häuserblöcke die wie hässliche Klötze aussehen...und dazwischen, zwischen den Städten zum Glück etwas Grün...aber nichts was die Seele wirklich befriedigt.
Es kommt mir vor, als wäre die Menschheit in eine Art illusionären Trancezustand gefallen, der sie nicht merken lässt, was sie da eigentlich tun - unreflektiert eine Realität zu akzeptieren, die unseren Planeten krank macht :(

Und ja, die Medien manipulieren uns da sehr. Die arbeiten mit dem Gewissen, jetzt sind plötzlich die Autos "grün" und in der Werbung machen die Bäume am Pistenrand Laola-Welle (*kotz...*)
Das kommt mir immer so heuchlerisch vor. Und dann frage ich mich: Wo ist da der Ausweg...er muss aus den Menschen selbst kommen. Es bringt nichts, jemanden überzeugen zu wollen. Und wie viel ist genug?
Da stelle ich sogar uns infrage: Klar, wir begeistern uns für Umweltschutz und verteilen Flyer, aber was ist das schon? Und wie viele von uns machen das weil sie ein schlechtes Gewissen haben?
Aaah... und WENN es den Wandel gibt, das Umdenken....es kommt mir so LANGSAM vor. Ich würde da gerne mal auf eine Speed- Taste drücken.
Das Problem ist, die muss jeder bei sich selbst drücken. Und man muss bereit sein, für völlig neue Ideen. Mit ein bisschen Windkraft- Werbung und abends Licht ausschalten ist es meiner Meinung noch nicht getan. Das kommt mir alles so halbherzig vor. Irgendwie müsste sich die Menschheit ganzheitlich umorientieren.
Aber in der Hinsicht bin ich einfach zu anspruchsvoll eingestellt, scheint mir ;-)
Selbst ich kämpfe ja immer mit der Tatsache, dass ich kaum eine Wahl habe und mich in das bestehende System eingliedern muss.
14.04.2012
MarcelB hat geschrieben:
Danke! Ich verstehe es auch nicht. An den Planeten zu denken hat doch garnichts mit irgendeiner "Öko-Szene" zu tun. Heutzutage muss man sich einfach in eine Ecke stellen. Ob man jetzt Hip-Hopp'er, Spießer, Schnösel, Öko oder sonst was ist. Dabei ist es völlig egal welcher Richtung man angehört. An den Planeten zu denken ist etwas, was darüber hinaus wachsen muss. Aber die meisten Leute fühlen sich dann wahrscheinlich unwohl, wenn sie nun plötzlich einmal die Woche auf Fleisch verzichten muss. Und sehen sich dann gezwungen der "Szene" beizutreten/anzugehören und genau das macht denen Angst und sie blockieren.
Niemand will hier irgendwen bekehren. Man handelt einfach in einem bewussten Interesse - mehr nicht. Aber soweit ist unsere Gesellschaft noch nicht, schade.
14.04.2012
LSternus hat geschrieben:
Ein wirklich guter Bericht!
Es ist schon wahr dass unsere Medien uns den letztn neusen Mist um die Ohren hauen, die wirklich wichtigen Dinge (Klimaerwhärmung, Raubbau in den Tropen, Politik) außer Acht lassen - und allen finden es super!

Als ich versucht habe in Meiner Klasse jemanden für Naturschutz zu begeistern (ich hab es schon lange aufgegeben) bekam ich Atworten wie: "Ist mir egel", "Geht mich nichts an" oder mein persönlicher "Faorit", " Bis die Welt unter geht bin ich schon lange tot, also was solls".

Genau so wie mit der Doku und den alten Tüp in dem Zug, für den WWF interessiert sich niemand, aber wenn der WWF als vermeintlicher "Drecksverein" "entlarvt" wird, da sind dann alle mit dabei.
13.04.2012
Cosima hat geschrieben:
Ein wirklich guter Bericht. Ich hatte in den letzen Wochen viele Autofahrten durch Neuseeland und da bekommt man eine wunderschöne Naturszene zu sehen, bei fast jeder Autofahrt. So hatte auch ich viel Zeit zum Nachdenken.
Und es ging mir manchmal genauso wie dir,man sieht Leute, die total verschwenderisch mit etwas umgehen und dass manchmal vielleicht ohne zu wissen, was sie eigentlich gerade tun. Ich habe zB jemanden gesehen, der in einen Laden gegangen ist und sein Auto, welches davor stand, angelassen hat.
Sowas ist einfach total unnötig und ignorant.

Auch wenn wir vielleicht in der Unterzahl sind, so war das immer.
Leute, die sich für die Zukunft interessieren, sich dafür einsetzen, demonstrieren und all das tun um was zu Ändern, haben es am Anfang nicht leicht. Doch ich finde es so schön zu sehen, was die Jugendlichen hier schon alles organisiert haben. Und die Ideen davon kommen meistens von Jugendlichen. Und ich finde sowas motiviert und inspiriert einen ungemein ! :D

Und nochwas zum WWF. Manchmal mach ich mir schon Sorgen, ob der WWF so vertrauenswürdig ist, weil es ja wirklich viele Berichte gibt, die das bezweifeln.
Doch in der Community hat ja nicht so viel mim WWF zutun,denn die Jugendlichen machen hier ja am Anfang einer Aktion fast alles alleine und falls sie Hilfe brauchen, werden sie vom WWF unterstützt, was zeigen sollte, dass der WWF auch die Jugend fördert um die nächste Generation umweltbewusst zu machen.

Ich hoffe, dass regt eine Diskussion an.
13.04.2012
gelöschter User hat geschrieben:
gelöscht
13.04.2012
gelöschter User hat geschrieben:
gelöscht
13.04.2012
MarcelB hat geschrieben:
bei den Medien sehe ich das Problem der Übersättigung. Wir haben soviele Kanäle, Zeitungen, Quellen. Wer sagt das richtige, wer lügt rum und verbreitet nur Tratsch? So war das auch beim WWF. Durch zum Teil unseriöse Berichterstattung wird etwas als seriös und aufklärerisch hingestellt. Das hilft natürlich die "Übeltäter" von Mindestlohn, Umweltsünden und co. aufzudecken, schadet aber denen die sich wirklich für etwas tolles einsetzen.
Und hinter großen Firmen wie Springer, stecken -wie es der name sagt- auch nur Menschen, die eine Meinung vertreten und meistens ein Lebensbild vertreten. Niemand ist objektiv und Mr.Neutral in Person. Auch wenn wir es meistens nicht bewusst wahrnehmen. ALSO: Vorsichtig mit den Medien umgehen, wenn es sich um heikle Themen handelt... :)
13.04.2012
MarcelB hat geschrieben:
Ja. Auf Facebook kam auch ein netter Beitrag. Saßen zwei Freunde in der S-Bahn und unterhielten sich über die vegane Küche da wurden die auch von irgendwelchen Machos angepöbelt und als Körnerfresser beleidigt.
Vielleicht haben wir "Ökos" einfach ein zu radikales Image, wie Maddy sagt. Als würden wir den anderen etwas zB. Vegetarismus aufzwingen wollen. Ich kenne auch viele in der Uni die sagen, ich lebe zwar mit einem Vegetarier zusammen, will aber nicht von dem laufend bekehrt werden.
Das kann man natürlich auf der einen Seite nachvollziehen, auf der anderen Seite ist die Ignoranz da schon ziemlich tief verankert und man sollte sich fragen wieso das eigentlich so ist...
13.04.2012
Mihhee hat geschrieben:
Ok also die Medien haben schon einen recht großen Einfluss auf die Menschen, aber das ist auf garkeinen Fall schlecht! Es kommt nur darauf an, wer sie wie nutzt.
Durch das Medium Internet können wir etwas oganisieren, diskutieren, .....
Durch diverse TV-Medien können auch wir sogenannte "Dokus" drehen, wie der alte Herr gesagt hat, und ander Meinungen verbreiten. Also ich seh hier auch große Vorteile für Naturschutzorganisationen.
13.04.2012
gelöschter User hat geschrieben:
@Babbuina: Ja das stimmt die Medien haben ein wirklich viel zu große Macht, die sie viel zu häufig ausnutzen und nicht immer die Wahrheit erzählen. Man braucht sich nur die Politik anzuschauen, wenn es darum geht gewählt zu werden. Jedes Wahlprogramm sieht schön dahingestellt aus und soll möglichst viele ansprechen, wird eine Partei dann gewählt, werden die meisten Ziele eh nicht eingehalten oder was völlig anderes gemacht. Heutzutage wird einem doch überall was vorgespielt, nur nicht jeder blickt da richtig durch. Die Leute sollen immer glauben, dass alles gut ist und die Politik "regelt das schon alles" =P
13.04.2012
Babbuina hat geschrieben:
Sowelche Leute gibts aber häufig. Auch wenn sie jetzt nicht so extrem laut geworden sind, wie dieser Mann. Beim Infostand vor der Earth hour sind wir auch einigen von denen begegnet. ^^
Aber man muss auch immer hinter die Geschichte gucken. Wer weiß, was der Mann für Erfahrungen, Eindrücke und Wissen hat und dadurch eben seine eigene Meinung gebildet hat.
Aber auch gut möglich, dass er durch die Medien total manipuliert wurde, wie so viele andere auch. Die Medien haben einen gigantischen Einfluss auf die Gesellschaft, nicht sehr positiv, aber nicht zu ändern.
13.04.2012
gelöschter User hat geschrieben:
Genialer Text, hat richtig Bock gemacht zu lesen :) Finds nur komisch, dass der ältere Mann so ausgetickt ist...naja komische Leute gibts immer und überall. Da darf man sich gar nicht lange Gedanken drüber machen, einfach weitermachen :)
13.04.2012
MarcelB hat geschrieben:
Ja gut... Es gibt aber sicherlich auch alte Leute die noch fit sind und genau um Klimawandel und Co bescheid wissen.
Ich denke nicht, dass die Ignoranz ein Problem von bestimmten Altersgruppen ist. Gut, vielleicht sind Erwachsene mehr betroffen als Jugendliche.
Ich denke eher, dass das ne Einstellung von einer sozialen Herkunft ist. Leute die immer schon bequem gelebt haben, wollen jetzt nicht gleichgesetzt werden mit anderen und das sie auch Verantwortung tragen mögen sie überhaupt nicht. Aber nun gut, es gibt auch bestimmte Leute die bequem leben und trotzdem was für den Umweltschutz tuen.
Besonders aber sind wir "Normalos" es aber, die so stark aufgeklärt sind mit den Problemen. Man sollte in den nächsten Generationen deutlich mehr Aufklärungsarbeit leisten...
Bildung ist eben doch der Schlüssel zur Freiheit!
13.04.2012
Maddy hat geschrieben:
Finde den Fehler: Angeblich ist die Jugend von heute faul und für nichts mehr zu begeistern, interessiert sie dich allerdings für ihre Zukunft wird die schief angesehn ..
Die meisten Menschen denken nicht, sondern urteilen. Sie sehen nicht jemanden, der sich für seine Zukunft und für das Wohlergehen der Tiere und der Natur einsetzt. Sie sehen lediglich irgendeinen komischen "Ökofreak". Sie sehen jemanden, der ihnen die Augen öffnen will. Aber ganz ehrlich, wer will schon hinsehen und mithelfen, wenn wegsehen und ignorieren der so viel leichtere Weg ist ?

Die Zukunft wird abgesagt wegen Mangel an Beteiligung ..
13.04.2012
Babbuina hat geschrieben:
Mihhee, gut zitiert, zwar hab ich jetzt einen Ohrwurm, aber du hast Recht. :D
Bei älteren Menschen redet man gegen eine Mauer. Die sind 1. viel zu überzeugt von ihren Ansichten und 2. so wie du gesagt hast, mögen es nicht, dass sie für etwas veranwortlich gemacht werden, was sie vergessen haben.
13.04.2012
Mihhee hat geschrieben:
Hey Marcel, des is überhaupt nicht schlimm, is mir auch schon passiert. Kann ich echt gut nachvollziehen, aber:
"Lass die Leute reden und hör ihnen nicht zu
Die meisten Leute haben ja nichts Besseres zu tun"
Einfach ein paar mal durch den Kopf gehen lassenund dann gehts bei mir wieder.
So sind manche alten Leute halt.
Aber aufgepasst: Man kann des so nicht so ernst nehmen und sollte sich nicht aufregen. Dazu ein kleiner Auszug: "Demenzkranke reagieren gelegentlich sehr verärgert, wenn man sie für Dinge verantwortlich macht, die sie inzwischen vergessen haben". Das dürfen wir echt nicht vergessen bei der Diskussion.
13.04.2012
Babbuina hat geschrieben:
Marcel, ich will dich ja nicht enttäuschen, aber ich finde diese Art wie du ihn geschrieben hast, einfach wundervoll. :-)
Im Zug lässt es sich immer gut nachdenken und meine Gedanken wandern manchmal in die gleiche Richtung. Jedes Mal wenn ich mit dem Zug nach Hannover fahre, sehe ich Rehe, Hasen, Bussharde und weitere Wildtiere. Neben mir sitzen häufig Familien mit kleinen Kindern die dann erstaunt ausrufen : 'ohh guck mal Mama, ein Reh!' Aber sonst ?! Die Meisten von ihnen werden sich später wohl auch nicht darum kümmern, dass unsere Welt verdreckt, wenn es sie nicht persönlich was angeht. Und das ist unser Problem. Die Menschheit ist einfach viel zu egozentrisch, als dass sie irgentwie auf ihre Umwelt achten würden. Ausnahmen bestätigen zwar die Regel, so wie wir ;), aber in den meisten Augen blinken doch sowieso nur die Dollarnoten. :s
13.04.2012
MarcelB hat geschrieben:
Schade, ich dachte wir kriegen hier ne kleine Diskussion hin. Stattdessen stimmen hier wie üblich alle "nur" zu (was ja nicht schlecht ist). :P
13.04.2012
Peet hat geschrieben:
Genau so denke ich auch, und das jeden Tag. Irgendwie finde ich das auch bedrückend und umso schöner ist es, das hier aufzuschreiben. Danke, Marcel :)

Den Gedanken freien lauf lassen ist immer eine tolle Sache.
13.04.2012
Sandsturm hat geschrieben:
@midori: Ja, du hast es auf den Punkt gebracht. Also ran an die Arbeit! :o)
13.04.2012
midori hat geschrieben:
Toller Einblick in die Seelenwelt des MarcelB! Gefällt mir! ;o)

Und ich kann Dir genau sagen, woran das liegt! Das schlechte Gewissen plagt die Leute. Sie können es nicht leiden, wenn jemand moralisch korrekter lebt als sie selbst und das versuchen sie herunterzuspielen und schlechtzureden. Und wenn dann noch eine solch dumme Doku daherkommt, werden sie in ihren plumpen Vorstellungen noch bestätigt. Es ist traurig, aber es ist so.

Und bei den Alten werden wir daran nicht viel drehen können. Deshalb ist es wichtig, die Jugend zukunftsfähig zu machen! Wir sind die Jugend und es ist verdammt nochmal unser Recht!

Danke Dir für den Bericht! :o) Lesenswert! ;o)
13.04.2012
MarcelB hat geschrieben:
Dankeschön, Sandsturm! :) Ich hab mir da mal echt den Frust von der Seele geschrieben... :/
13.04.2012
Sandsturm hat geschrieben:
Wow, ein wirklich schöner Text. Ich glaube er spiegelt genau das wieder, was viele denken. Und die Realität. Gefällt mir gut!
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