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Ein Dorf


namens Erde


© WWF
Ein Käse namens Korsika


von FelicitasVulkanisiert
10.08.2011
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Auf Korsika herrscht ein typisches Mittelmeerklima, was sehr trockene Sommer bedeutet.

Trotz dessen leuchten die korsischen Gärten in saftigen Grün. Wie ist das möglich und was mag diese Wasserverschwendung kosten?

Nichts! Auf Korsika ist es gang und gebe, sich eine eigene Brunnenanlage zu bohren, die das Grundwasser an die Oberfläche pumpt. In den letzten 50 Jahren haben tausende Korsen sich dies zu nutze gemacht. Mittlerweile ist die Insel völlig durchlöchert- wie ein Käse. Die Wasserquellen werden irgendwann erschöpft sein.

Für die Unternehmen ist diese Art Wassergewinnung sehr lokrativ, da sie mit einer Bohrung für einen neuen Brunnen um die 7000€ verdienen. Nach Angaben eines dieser Unternehmer würde sich ein Brunnen schon nach 3-4 Jahren rentieren.

Jedoch liegt die Frage nah, ob die Gartenbesitzer gar kein schlechtes Gewissen hätten. Einige argumentieren tatsächlich mit einem Gewinn für die Natur. Sie sehen sich als Umweltschützer, da nach ihrer Meinung u.a. mit einem blühenden Garten mehr Bienen mehr Pflanzen bestäuben.

Damit rechtfertigen sie aktiven Raubbau an der Natur und stellen somit das private Vergnügen über das Wohl aller.

Doch ein weiteres Problem kommt hinzu. Einige Anlagen, die teilweise ganze Dörfer versorgen, wurden nicht beantragt und illegal erbaut. Nicht beantragt, weil sie nicht genehmigt worden wären. Denn Brunnen dürfen beispielsweise nicht in der Nähe von Kläranlagen oder Kanalisationen gebaut werden, da es zur Verschmutzung des Wassers kommen kann, was ein beträchtliches Gesundheitsrisiko darstellt. Auch sind die Rohre, die das gewonnene Wasser in die Haushalte bringen teilweise schlecht isoliert und somit echte Nährböden für Keime.

Natürlich liegen längst Beschwerden bei den Behörden vor, die jedoch geflissentlich ignoriert werden.

Ich bin hoffnungslos übermüdet und habe wahrscheinlich tausend Fehler drin (außerdem habe ich das Schreiben in den Ferien verlernt :D)

 

 

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Kommentare (7)
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15.08.2011
FabianN hat geschrieben:
Toller Bericht ;)
Gibt es eig schon alternative Lösungen für dieses Problem oder sucht man noch nach einer Lösung. Ich kann mir nämlich nicht vorstellen, dass das noch lange so gut geht.
Vielen Dank für den Bericht ;P
12.08.2011
LSternus hat geschrieben:
Das ist eine ungeheure Wasserverschwendung und ein echtes Problem! Das Grundwasser ist schließlich nicht unbegrenzt da. Auf der anderen Seite, wenn man alle Quellen verbieten und zuschütten würde, würde Korsika austrocknen wie ein Schwamm und zu dem werden was es zu den Zeiten Napoleon I war, ein kleiner vertrockneter Landstrich im Mittelmeer. Man muss also eine Art Kompromislösung finden, auch damit sich die Eigentümer der Quellen nicht stur stellen. Bleibt nun die Frage wie man sie dazu überredet Wasser zu sparen statt zu verschwenden!!
11.08.2011
Franzi hat geschrieben:
Super, danke fuer die Antwort :)
11.08.2011
FelicitasVulkanisiert hat geschrieben:
Naja, wenn es nur um die Versorgung ginge, wäre das Anzapfen des Grundwassers sicherlich vertretbar und in Maßen. Die Bevölkerungszahl kann ja auch nicht immer weiter anwachsen auf einer Insel, gerade wenn vielen Leuten Grundstücke gehören. Doch Gärten zu bewässern und weitere Wasserverschwendungen müssen eingedämmt werden. Es ist, so mein ich, grundsätzlich nicht schlimm, Grundwasser anzuzapfen,s ondern notwendig.
11.08.2011
Franzi hat geschrieben:
Das klingt wirklich nach einem ernsthaften Problem! Gibt es denn Alternativen zu diesen illegalen Brunnen? Denn von den bluehenden Gaerten mal abgesehen muessen die Korsen ja trotzdem von irgendwo Wasser beziehen koennen...
11.08.2011
Viveka hat geschrieben:
toller bericht. ich wusste zwar, dass sie nicht mit dem gartenschlauch bewässern, aber nicht, dass die bewässerung zu solchen problemen führt...
10.08.2011
FelicitasVulkanisiert hat geschrieben:
Ps. Quelle: Arte.tv
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