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Ein Dorf


namens Erde


© WWF
Durch die Hölle ins Paradies


von Denis-C.
17.10.2013
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Weiße Bären gibt es nur in der Arktis … und Regenwälder nur in den Tropen um den Äquator herum. Nein, denn da wo diese beiden Gestalten, also weißer Bär und Regenwald, aufeinander treffen, ist grade die Hölle los. Und ein vielversprechendes Projekt liegt fast auf Eis.

 

Dass Regenwälder stark bedroht sind, sollte inzwischen jedes Kind wissen. Vor allem brasilianische, tropische Regenwälder werden von Tag hektarweise abgeholzt. Doch ein weiteres, fast unberührtes Regenwaldgebiet steht vor der Zerstörung. Der Regenwald an der Westküste Kanadas, auch „Great Bear Rainforest“ genannt, wird von der Öl- und Holzindustrie stark bedroht. Noch nichts davon gehört? Stimmt, es fehlen Nachrichten oder Dokumentarfilme zu diesem heiklen Thema. Denn der Great Bear Rainforest ist nicht irgendein Regenwald. Es ist der größte Regenwald außerhalb der Tropen und auch der nördlichste. Er liegt an der Westküste Kanadas im Staat British Columbia. In ihm leben einzigartige Tierarten wie zum Beispiel der sagenumwobene Geisterbär, der eine Unterart der Schwarzbären darstellt und trotz der weißen Fellfarbe kein Albino Tier ist. Außerdem lebt in dem Waldgebiet direkt am Meer der so genannte Küstenwolf, der auch schon mal einen Fisch aus einen der zahlreichen Fjorde jagt.


Ein Küstenwolf durchstreift sein Revier. Er ist die einzige Wolfart, die zum Jagen auch mal ins Wasser steigt.

Produzent Konstantin Muffert und Tatort-Schauspieler Andreas Hoppe würden gerne einen Dokumentarfilm über die voranschreitende Arbeit an einer Pipeline von einem Teersandbergbau, quer durch den Regenwald zu einer Hafenstadt an der Küste wo Supertanker das gewonnene Ül ab zu transportieren, sowie die Abholzung in diesem Gebiet, drehen. Doch ein solches Projekt muss finanziert werden und öffentlich-rechtliche Fernsehanstalten (zu der ARD,ZDF,NDR usw. gehören) lehnten dies ab, da es angeblich zu schwer und komplex sei und für den Durchschnittsbürger schwer verständlich. Muffert und Hoppe hoffen nun auf private Unterstützer, die die Produktionskosten für den Film durch Spenden decken können.


Geisterbären - so heißen die Tiere übersetzt aus der Sprache der Ureinwohner. Obwohl sie eine Abart der Schwarzbären sind, sind sie keine Albinos. 


Auf startnext.de/durch-die-hoelle-ins-paradies kann man bis zum 28.Oktober (also noch 11 Tage) mit Spenden das Projekt unterstützen. Bei einer Spende von 10 € gibt es eine DVD von dem Dokumentarfilm. Wird das Ziel von 85.000€ nicht erreicht, so gibt es das gespendete Geld zurück.
 

Bilder: Küstenwolf © http://wildblog.org/?p=2665
            Geisterbär © http://www.ruhrnachrichten.de
            Orca © Konstantin Muffert

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Kommentare (4)
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18.10.2013
Carinaa hat geschrieben:
Guter Bericht :)
Ist ja echt krass, dass kaum jemand etwas davon weiß :o
17.10.2013
lolfs hat geschrieben:
Man soll, zwar die Hoffnung nicht aufgeben, doch sieht es leider so aus, als würde die Finanzierung nichts werden (erst 3000 ? in rund 75 Tagen).

"Zu komplex für den Durchschbittsbürger" so eine Begründung finde ich so lächerlich. Wenn man es richtig macht, kann das sicherlich jeder, der will, kapieren. Ich denken, dass die wahre Begründung wohl sein wird: "Menschen, die auch gern beim Fernsehen aktiv mitdenken wollen, sind nicht unsere Zielgruppe."
17.10.2013
Cookie hat geschrieben:
Danke für die Infos, Dennis! Wir hatten das Thema letztes Jahr schon in Englisch und ich finde es verdammt wichtig. Unfassbar, dass die öffentlich-rechtlichen das ablehnen, vor allem mit so einer behämmerten Begründung. Da konnte ich nicht anders, als noch irgendwo 15 Euro zusammenzukratzen und sie zu spenden. Ich fürchte allerdings, dass die sich bald wieder auf meinem Konto einfinden werden, die 85.000 sind ja bei Weitem noch nicht erreicht, grade warens grade mal 2500. :( Dabei gibt es so nette Belohnungen für großzügige Spenden!
17.10.2013
Lisa18 hat geschrieben:
Ich hoffe und drücke die Daumen, dass es denen gelingt einen Dokumentarfilm zu drehen! Gerade wenn noch nicht soviel darüber bekannt ist, finde ich es sehr wichtig darüber zu informieren, denn es könnte bald schon zu spät sein:(
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