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Ein Dorf


namens Erde


© WWF
Die Mia


von SimonL
29.04.2012
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Bei meinem Besuch der „Klima & Leben“ Messe in Kiel am Ostseekai, die vom 24. bis 25. März stattgefunden hat, bin ich zum ersten mal ein Elektroauto gefahren. Ich bin zwar erst sechzehn Jahre alt, aber der Mann vom Stand der Stadtwerke Kiel hat mich trotzdem mal eine Runde über das Messegelände drehen lassen.

 

Das Auto, von dem ich hier berichte, ist eine Mia, ein günstiger Dreisitzer, der... GÜNSTIG?! Ihr habt euch nicht verlesen, der Hersteller verlangt für seinen Elektroflitzer gerade einmal 19.500€. Gut, für einen Kleinwagen ist es noch sehr viel, aber in der Elektrobranche liegt er deutlich unter dem Durchschnitt. Trotzdem hat der Produzent, jedenfalls auf den ersten kurzen Blick bei meiner Testfahrt, nicht an allen Ecken und Kanten gespart. Das Interieur ist gut verarbeitet, wenn auch aus Plastik, die Schiebetüren lassen sich von innen per Knopfdruck sehr komfortabel öffnen und die Sitze sind bequem, einzig das Radio wurde in Foren häufiger bemängelt. Dazu kann ich allerdings nichts sagen.

Der Fahrer sitzt vorne zentral, hat dadurch einen guten Überblick, hinten sind je nach Modell zwei bis drei Sitze verbaut. Das Platzangebot ist reichlich und durch die Schiebetüren kann man einfach ein und aussteigen.

Zu den Fahrwerten: Mit der Standard Batterie (8kwh) kommt man im Eco-Modus, in dem das Anfahren gemächlicher von statten geht, laut Hersteller 100km weit. Mit der größeren Batterie (12kwh) sind es 130km. Ich persönlich finde diese Reichweite absolut ausreichend, man fährt eh selten weiter als 30km und für längere Strecken kann man dann auch die Bahn nehmen. Die Ladezeiten liegen zwischen drei und fünf Stunden.

Maximal schafft es die Mia auf 110km/h, wobei allerdings mehr ihre Beschleunigung beeindrucken wird. Zum Glück hatte ich auf dieser Messe einmal die Gelegenheit das Auto zu testen. Es macht richtig Spaß! Man tritt nur sanft auf das Gaspedal und schon schießt man lautlos davon! Auch in engen Kurven bleibt die Mia sehr stabil. Man sollte in diesem Temporausch jedoch sehr auf die Fußgänger achten! Denn das Auto ist von draußen nicht zu hören, innen hört man noch ein leises Summen. Manche Passanten haben sich richtig erschreckt, als sie mich erst bemerkt haben, als ich knapp hinter ihnen war.

Lässt man Vorsicht walten, kommt bei diesem Auto sehr viel Fahrspaß auf, trotzdem ist es mit seinen Schiebetüren, seinem relativ großen Kofferraum und seinem extrem kleinen Wendekreis (man dreht fast auf der Stelle) sehr praktisch, gerade für den Stadtverkehr.

Die Stadtwerke Kiel haben schon einige Fahrzeuge in ihre Flotte aufgenommen, ab 2012 soll der Markt auch für Privatkunden eröffnet werden.

Interessanter Umwelt-Clou: Für jedes verkaufte Modell der Mia-Serie will der Hersteller neue Windkraft- oder Solaranlagen fördern, die den durchschnittlichen Jahresverbrauch des Fahrzeugs decken. Gute Idee!

  

Quellen: autobild.de, mia-electric.de

Wer mehr über die Mia erfahren will, kann hier klicken!

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Kommentare (2)
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17.05.2012
SimonL hat geschrieben:
Auf der Mia-Seite steht, dass die Batterien zu 90% wiederverwendet werden können. ;)
30.04.2012
Peet hat geschrieben:
Klingt super :) Ich würde auch mal gerne ein solches Fahrzeug fahren! Bis jetzt konnte ich mal ein Hybridfahrzeug probieren, welches zu Beginn ja auch mit Strom fährt. Ebenfalls sehr interessant.

Wobei ich mich frage, was mit den Batterien passiert, sobald diese ausgesondert werden...

VG
Peter
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