Entdecke die Natur!


Ein Dorf


namens Erde


© WWF
Die Malediven versinken im Meer!


von Laurii
11.03.2012
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Malediven, ein Urlaubparadies für groß und klein! Doch auch sie sind vom Klimawandel betroffen, die der viele Tourismus noch verschlimmert.

Geographie:

Die Malediven liegen nahe Indien, sie sind ein Inselstaat bestehend aus 1.196 Inseln und mehreren Antollen.

Ganzjährlich herrscht eine Temperatur von ca. 28 Grad Celsius.
Bei einem Urlaub auf den Malediven ist für jeden etwas dabei. Wer den Urlaub durch und durch entspannen will, für den sind die wunderschönen, teils Palmenbeschatteten, weißen Strände zum Sonnen und Baden perfekt. Und nach dem wohltuendem Tag in der Sonne bieten die Luxus Hotels ein großes Verwöhnprogramm (Massagen etc.) an. Doch auch für Sportgetriebene und Entdecker sind die wunderschönen Inseln eine gutes Reiseziel. Man kann Wandern oder Tauchen gehen und hat ganz nebenbei die Chance den größten Fisch der Welt zu sehen.
Doch die Natur holt sich zurück, was ihr gehört. Die Malediven sinken, der Wasserpegel steigt. (Ich glaube ich muss nicht erzählen wie das mit dem Klimawandel zusammen hängt :D ) Das Einzige, was die Inseln vor der Überflutung noch retten kann, sind die Korallenriffe. Doch diese werden von den Menschen mehr und mehr zerstört.

Malé, die Hauptstadt der Malediven

Massentourismus auf Paradiese Island.                                                                                           Ständig werden neue Strände aufgeschüttet und somit die natürliche Form der Insel verändert. Durch Wellenbrecher und Mauern, die zwar sehr schön anzusehen sind, werden Lagunen eingegrenzt, die sich dadurch nicht entwickeln können, denn die natürlichen Strömungen werden gestoppt und es lagert sich Dreck und Müll an.
Die schönen Wasserbungalows, die dem Urlauber einen schönen Rückzugsort bieten, stehen auf Korallenriffen, welche dadurch vollends zerstört werden. Ebenfalls stören die Stelzen der Häuschen die Meeresströmungen. Auf der einen Seite verebben sie völlig, auf der Anderen sind sie dafür umso heftiger, sodass in diesen Zonen striktes Badeverbot gilt.
Doch das beunruhigt die Urlauber nicht, sie gehen einfach in dem Pool kurz vor der Tür. Man denkt natürlich nicht darüber nach, wie das Süßwasser eigentlich in den Pool gelangt ist.

Aber jetzt geht es erstmal zum Erkunden der Insel los ins Urlaubparadies. Zuerst eine Tauchtur zu einem begehrenswertem Ziel. Der Walhai. Leider ist dieser Fisch selten auf den Malediven geworden.

                               

 

 Ein Grund: zu viele Taucher. Auf der Suche nach ihm, werden die Riffe abgesucht. Sie stoßen an die Korallenriffe, setzen sich unbedacht auf sie und beschädigen sie somit.

 

 

 

Auch abends gibt es ein beliebtes Tourismusziel. Sonnenuntergang auf dem Meer. Mit kleinen Fischerboten werden die Menschen aufs Meer gefahren. Unter ihnen ein Korallenriff mit vielen Fischen, vor ihnen der Sonnenuntergang. Zum Spaß kann nebenbei geangelt werden. Der Anker wird ausgeworfen (direkt in die Korallen). Der Köderfisch wird zerschnitten, doch Reste die man nicht braucht werden mit ins Meer geschmissen. Während man den Ausblick und die Wärme genießt, fängt man schon mal ein Pläuschchen mit einem der Urlauber auf den Nachbarbooten an. Nach 2 Stunden wird das Boot wieder aufbruchbereit gemacht. „Erst einmal nachzählen 1,2..,3 ganze 5 Fische haben wir gefangen.“ Es war ein großer Spaß immer wieder einen anders aussehenden Fisch an die Oberfläche zu holen. Doch jetzt gibt es keine Verwendung mehr für sie und die toten Tiere werden zurück ins Wasser geworfen. (Hier könnte man sich z.B. den Fisch für ein bisschen Geld in der Hotelküche fertigmachen lassen und so ein eigensgefangenes Abendessen genießen.

Wenn ich schon gleich beim Thema bin, was passiert eigentlich mit den Essensresten aus der Küche? Auch diese werden bei vielen Hotels einfach ins Wasser entsorgt, denn sie sollen Fische anlocken, die man aufgrund der zerstörten Korallenriffe nicht mehr sieht.

Jetzt gerade entsteht ein neuer Flughafen, auch deshalb wurde die Inselform wieder verändert. Der Untergrund besteht aus Korallenmaterial. Auch hierfür wurden die Korallenriffe flächenweit zerstört, (der große Nachteil.) Der Vorteil ist, es können nun noch mehr Touristen auf die Insel gebracht werden.

Hotelparadies unter Palmen, doch es gibt immer 2 Seiten.
Sehen wir uns die Seite an, wo die Mitarbeiter der Hotels leben, so sehen wir keine schönen Strände sondern Müllberge genau so wie  Stromgeneratoren und die Meereswasserentsalzungsanlagen (für die Pools).
Bei ungefähr 200 Inseln ist die Abfallentsorgung nicht geregelt. Es gibt keine Mülltrennung, Wiederverwertung usw.
 

Manche Inseln werfen ihren Müll einfach ins Meer, doch die meisten bringen ihn zu Thilafushi. Thilafushi ist eine künstliche Insel die nur aus Müll besteht. Dort wird der Müll planiert und mit ein wenig Erde bedeckt. So bekommt man Bauland für Fabriken. Die Arbeiter leben in primitiven Wohnmöglichkeiten.
Der (dortige) Umweltminister erklärt, dass sie noch keine andere Möglichkeit haben außer den Müll auf Thilafushi zu bringen. Es wird aber daran gearbeitet, in der Zukunft aus dem Müll Energie herstellen zu können.
Wie wirkt sich die Müllbelastung auf weit entfernte Korallenriffe aus? Sie sind noch heile, doch die Artenvielfalt hat ziemlich abgenommen.

Fazit:
Die Malediven müssten nicht zwangsläufig untergehen, man braucht nur gesunde Riffe, die mit dem Meeresspiegel wachsen, sie würden das Abspülen von Sand verhindern und so die Inseln retten. Natürlich gäbe es auch noch andere positive Aspekte, wie das die Artenvielfalt der Unterwasserwelt wieder enorm ansteigen würde. ( Im Bereich der Korallenriffe)
 

Was können die Leute vor Ort unternehmen? :
Die Tauchlehrgangbetreiber sollten besser ausgebildet werden, Taucher und Fotografen sollten insgesamt mehr auf die Korallen achten.
Limitation der Tauchgruppen.
Verbot von Regierung, die natürliche Form der Insel zu verändern.
Regierung: Für Müllproblem schnellstmöglich eine Lösung finden
 

Was können wir tun? :
Gerade ich bin ein großer Fan des Reisens, deshalb sagen ich nicht, vermeidet am besten Reisen an solche Orte. Aber trotzdem können wir etwas unternehmen.
Man kann sich vor der Hotelauswahl etwas erkundigen. Es muss z.B. kein Wasserbungalo sein. Ein Haus auf dem Land ist genau so gut.
Man kann umweltfreundlichen Tourismustouren mitmachen. (Dies kostet zwar etwas mehr, ist dafür aber auch für einen guten Zweck.)
Keine Souvenirs aus den Läden mitnehmen wie Muscheln oder Haifischzähne.
Und so vielen wie möglich, die eben aufgelisteten Faktoren wenigstens einmal sagen.
 

Quellen:

Film: "Malediven Paradies vor dem Untergang" von Johannes Höflich und Jo Angerer

Produktion: Bettina Kapune, Ulrich von der Nahmer

Lief am 21.02.2012  im Fernsehsender phoenix ,von um 20:20-21:00 Uhr

Bildquellen: Wikipedia Commons

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Kommentare (4)
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14.03.2012
gelöschter User hat geschrieben:
Ich kann mich nur anschließen, wirklich schöner informativer Bericht!
Vorallem den Absatz "was können wir tun" finde ich super. Nicht nur erschrecken und wachrütteln bringt was, sondern man muss auch Lösungsansätze bieten.

Als Verbraucher/Tourist hat man so viel in der Hand und kann so viel bewegen. Ich verstehe nicht, wie die meisten Menschen mit Scheuklappen für ihr Handeln und die Folgen durch die Gegend laufen/reisen können.....?
12.03.2012
Carina hat geschrieben:
Danke für diesen interessanten und informativen Bericht! Die Menschen müssen lernen, dass Naturschätze auch immer ein großer Magnet für viele Touristen sind und damit eine wichtige Einnahmequelle, die es sich zu schützen lohnt. (Wenn man es schon nicht auf anderen Wegen kapiert...)
12.03.2012
Peet hat geschrieben:
@mucmuc: Sehr schöne Informationen und ebenfalls gut zusammen gefasst! :) Die Sache mit dem Korallenabreißen ist krass...
@Laurii: Schöner und doch erschreckender Bericht zugleich, danke! :)
12.03.2012
mucmuc hat geschrieben:
Gute Zusammenfassung, Laurii! Vor allem das Bewusstsein der Urlauber muss sich ändern. Es gibt tatsächlich Leute, die lebende Korallen abreißen um sie als Andenken mit nach Hause nehmen. Und sich dann wundern, warum sie plötzlich nicht mehr so schön bunt sind (habe ich genau so am Flughhafen erlebt!!) - unglaublich.

Es gibt auch Hotels, die sich sehr für den Umweltschutz einsetzen. Ich war z.B. in einer Anlage, auf der es keine Plastikflaschen gibt, sondern ausschließlich wiederverwertbare Glasflaschen. Auch das Trinkwasser wird dort aus Regenwasser gefiltert und in diese Flaschen abgefüllt. Da kann man auf importiertes Perrier und Co doch wirklich verzichten. Es ist auch im Sinne der Hotelbetreiber, den Müll so weit wie möglich zu reduzieren.

Außerdem wurden die Hotelgäste über die Riffe informiert und ein neues Hausriff nach der Zerstörung durch den Tsunami angelegt - mit Unterstützung und Hilfe der Gäste.

Auf den Tourismus ganz zu verzichten ist für die Bewohner sicher auch nicht die Lösung, da sie mittlerweile fast ausschließlich davon leben. Aber nachhaltig muss er sein und die Urlauber müssen ein schärferes Bewusstsein für die Natur bekommen. Dann gibt es dieses Paradies hoffentlich noch lange.
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