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Ein Dorf


namens Erde


© WWF
Die Färöer Inseln- Ein Reisebericht (Teil 3)


von Ronja96
05.10.2015
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Nachdem ich euch letzte Woche Montag von der Insel Mykines berichtet habe, fahre ich heute mit dem dritten Tag meiner Wanderreise auf den Färöer Inseln fort:

Heute blieben wir auf der Inseln Eysturoy, wo wir mit unserem Kleinbus nach Selatrað fuhren. Dieses kleine Dorf mit rund 60 Einwohnern ist im Nordwesten der Insel gelegen, wo man einen tollen Blick auf das Meer hat. Dort sollte also unsere Wanderung losgehen, doch leider stellte sich der Anfang als Problem heraus, da wir über Weidezäune hätten klettern müssen, um die Hochebene hoch zu gehen.

Also gingen wir durch das Dorf, um einen geeigneten Aufstieg zu finden. Wir schienen sehr hilflos auszusehen, denn auf einmal kam ein Mann in T-Shirt bekleidet (Das finde ich wirklich bemerkenswert, denn ich lief mit Mütze und dicker Jacke rum. Es waren ungefähr 11°C an dem Tag mit sehr kaltem Wind.) auf uns zu. Als er hörte, was wir vor hatten, sagte er, er hole sich mal schnell eine Mütze und eine Jacke, dann könnte er uns den Weg zum ersten Steinmann zeigen.

Steinmänner sind Wegmarkierungen, an denen die Einwohner und Wanderer erkennen können, wo der beste Weg entlang führt. Dies sind einfach mehrere Steine, die aufeinander geschichtet sind. Also führte er uns über Weidezäune und Bäche, bei denen man ganz schön aufpassen musste, um nicht hinzufallen.

Man hatte einen tollen Blick, da die Sonne schien, welche dem Meer eine tolle Farbe verlieh. Umso schwerer fand ich es auf den Weg zu achten, da mich der Ausblick immer wieder faszinierte.

Ein Fluss, den wir bei unserem Weg überquerten.

Als wir den ersten Steinmann erreichten, bedankten wir uns bei dem Mann, dass er uns den Weg gezeigt hatte. Dieser wiederum entschuldigte sich, dass er so langsam hier hochgegangen sei, früher sei er doch schneller gewesen. Ich wunderte mich doch sehr darüber, da er nach meinem Gefühl, den Weg halbwegs hochgejoggt war, während man selbst immer etwa 100 Meter hinter ihm war.

Der Blick vom ersten Steinmann.

Wir gingen also unseren Weg weiter, immer darauf bedacht, den nächsten Steinmann im Blick zu haben. Dabei konnte man den Blick einfach nicht von der Umgebung lassen: So viele verschiedene Grüntöne wie hier, habe ich noch nie gesehen. Es war so, als würde die ganze Palette von hell- bis dunkelgrün sich hier befinden. Zwischen diesen tollen Farben, schlängelte sich noch ein kleiner Bach hindurch. Es erinnerte mich immer mehr an eine Märchenlandschaft, als an etwas, was ich wirklich vor Augen hatte. Die Schafe um uns herum beäugten uns auch immer wieder, denn diese finden sich nicht nur auf dem Weg, den wir gerade entlang wanderten, sondern auf den ganzen Inseln. Nicht umsonst heißen die Färöer Inseln übersetzt so viel wie „Schafsinseln“. Auf die etwa 50.000 Einwohner kommen nämlich etwa 80.000 Schafe!

Als wir schließlich an der höchsten Stelle der Hochebene ankamen, wehte uns ein noch stärkerer Wind ins Gesicht, mit dem ich gar nicht gerechnet hatte, obwohl es ja eigentlich logisch ist, dass der Wind an der höchsten Stelle am stärksten ist. Von hier aus konnte man auch schon ein bisschen von unserem Zielort Skala erkennen.

Von hier aus gingen wir noch ein wenig weiter, bis wir einen Platz fanden, wo es einigermaßen windstill war (aber ganz windstill ist auf den Färöer Inseln nahezu unmöglich). Dort machten wir erstmal eine Pause:

Anschließend gingen wir die Hochebene runter. Das war ganz schön steil! Man musste sehr aufpassen, dass man genügend Halt fand, und nicht auf einmal den Abhang runterkullert. Wir erreichten aber zum Glück unbeschadet Skala, wo ein herreliches Wetter auf uns wartete. Es war sogar so warm, dass ich es wagte eine Jacke auszuziehen!

Die anderen Leute aus meiner Gruppe bekamen so langsam Kaffeedurst, da aber das einzige Cafe in Skala an diesem Tag zu hatte, wie uns eine Frau erklärte, sah es zunächst schlecht aus. Doch die Frau bot an, uns Kaffee zu kochen, und diesen dann vor die Tür zu stellen. Das war schon das zweite beeidruckende Erlebnis an diesem Tag mit den Einwohnern. Ich fand es beeindruckend, wie herzlich die Menschen dort sind.

In der Zeit, wo die anderen am Kaffeetrinken waren, schaute ich mir noch ein bisschen Skala an. Dort war sogar ein kleiner Strand, der bei dem Wetter seht schön anzusehen war.

Die Kirche in Skala.

Blick vom Strand

 

 

 

Später am Nachmittag ging es dann zurück nach Gjógv, wo ich nochmal nach draußen ging, das schöne Wetter genoß und am Wasser noch die Vögel beobachtete.

 

Hier kommt ihr zu meinem letzten Bericht über die Färöer Inseln!

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Kommentare (8)
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Sortieren nach Aktualität:
10.10.2015
Johannisbeere1502 hat geschrieben:
Wow, das sind wirklich sehr schöne Bilder! Du hast Recht, selbst auf den Bildern sieht es wie eine Märchenlandschaft aus! Danke,dass du uns an deiner Reise teilhaben lässt :-)
08.10.2015
Thorsten hat geschrieben:
Scheint ja wirklich schön dort zu sein.
Nach deinem Bericht will ich da auch mal hin und die Landschaft, die man sonst nur aus dem Fernsehen kennt selbst mal erleben.

Toller Bericht!
07.10.2015
Ronja96 hat geschrieben:
@Luke24: Nein, viele Touristen sind dort nicht. Aber unsere Reiseleitung meinte, dass das noch im Kommen ist. Auf den Färöer Inseln sind nur oft Touristen von Kreuzfahrtschiffen, die für ein, zwei Tage bleiben.
06.10.2015
RichardParker hat geschrieben:
Oh, was für schöne Bilder!!! *__* Wie als würde ich in einem Bildband blättern, ehrlich... :)
Und ein schöner Reisebericht noch dazu ;)

Ich glaube ich möchte da auch mal hin!
06.10.2015
Luke24 hat geschrieben:
Die Bilder sind echt klasse!

Von den Färöer Inseln wusste ich bislang nicht allzu viel. Die Leute scheinen ja jedenfalls super nett zu sein. Gibt es dort viele Touristen?
06.10.2015
Gluehwuermchen hat geschrieben:
So schöne Bilder! Dank dir für diesen schönen Reisebericht!
05.10.2015
simondominik hat geschrieben:
Wow unglaubliche Tolle Fotos. Superschöne Landschaft.
05.10.2015
Cookie hat geschrieben:
Wow, das waren grade mal die ersten drei Tage deiner Reise und du hast schon so unglaublich viel erlebt? Wahnsinn!
Die Menschen scheinen so nett und hilfsbereit zu sein und die Bilder sind einfach nur atemberaubend schön - jetzt will ich unbedingt auch mal dorthin!
Vielen Dank für diesen schönen Bericht!
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