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Ein Dorf


namens Erde


© WWF
Die Färöer Inseln- Ein Reisebericht (Teil 1)


von Ronja96
21.09.2015
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100 P

Wind, Regen, grüne Landschaften, Papageientaucher, Schafe, kleine Dörfer,…

Das alles und noch vieles mehr sind die Färöer Inseln. Und das alles durfte ich auch selbst auf meiner Reise auf die Färöer Inseln miterleben und daran möchte ich euch auch in meiner Berichtreihe über meine Reise dorthin teilhaben lassen.

Vielleicht fragt ihr euch, wie man darauf kommt, ausgerechnet auf die Färöer Inseln zu verreisen. Nun würde ich sagen, dass ich eher rein zufällig auf diese Reise gestoßen bin: Ich Juni dieses Jahres habe ich von meinen Eltern zum bestandenen Abitur eine Wolfspatenschaft vom WWF bekommen. Dazu gab es ein Gutscheinheft, in welchem ich auf den Anbieter Wikinger-Reisen gestoßen bin, welche eine Kooperation mit dem WWF eingegangen sind. Da ich sowieso geplant hatte, nach meinem Abi eine Reise zu machen, schaute ich mir doch gleich mal die Internetseite von Wikinger-Reisen an. Was für mich gleich feststand, war, dass es auf jeden Fall in den Norden gehen sollte, der mich schon immer fasziniert hatte, und wo ich auch schon einige Länder bereist habe. Doch was sollte ich nehmen? Die Auswahl ist einfach zu groß… Und dann stieß ich auf die Färöer Inseln. Eine Reise, die dieses Jahr ganz neu angeboten wurde. Sofort schaute ich mir die Reise näher an, und fand Gefallen daran. Daraufhin schaute ich mir noch weitere Reisekataloge an, doch keine Reise sprach mich so an, wie eine Wanderreise auf den Färöer Inseln.


Als ich nach der Buchung meinen Freunden erzählte, wo es hinging, fragten sie: „Fä… was?“ und „Wo ist das überhaupt?“ Die Lage der Färöer Inseln habe ich dann so beschrieben: Nördlich von Schottland, östlich von Island und westlich von Dänemark. Dies ist die ungefähre Lage der Färöer Inseln. Allerdings sollte man, wen man vorhaben sollte, dies auf der Weltkarte zu suchen, lieber eine Lupe zur Hand nehmen, da die Färöer Inseln, welche insgesamt aus 18 Inseln bestehen, nur etwa 1400 Quadratmeter groß sind. Zum Vergleich: Das Saarland ist 2500 Quadratmeter groß.

Doch nun zu meinem ersten Tag auf den Färöer Inseln: Nach meiner Nacht, die gefühlt nur 2 Stunden gedauert hat, klingelte bereits um 4 Uhr in der Früh mein Wecker. Nachdem ich mich fertig für den Tag machte, konnte es um kurz vor fünf Richtung Bahnhof losgehen. Mit dem Zug ging es dann Richtung Düsseldorf Flughafen, wo ich um kurz nach acht ankam. Erstaunlicherweise war schon sehr viel los an diesem Morgen, weshalb ich mich an eine etwas längere Schlange an meinem Schalter einreihen musste. Als ich es dann doch noch endlich geschafft hatte, fragte mich die Frau am Schalter, wie man denn den Namen meines Zielflughafens (Vágar) denn richtig ausspreche. Doch diese Frage konnte ich leider nicht beantworten… Nach meinem Umstieg in Kopenhagen (leider gibt es keinen durchgängigen Flug auf die Färöer Inseln), kam ich dann gegen kurz nach zwei Ortszeit (minus eine Stunde gegenüber Deutschland) auf den Färöer Inseln an, wo ich auf den Rest der Wandergruppe traf. Zunächst wurden wir von einem englischsprachigen Guide abgeholt, da unsere deutschsprachige Reiseleitung etwas später eintreffen sollte. Also fuhren wir mit unserem Kleinbus erst einmal Richtung Gásadalur. Als wir in diesem Ort aus dem Kleinbus stiegen, wehte uns gleich ein kalter Wind ins Gesicht. Doch dies hinderte uns nicht daran uns den kleinen Ort mit etwa 20 Einwohnern einmal anzuschauen.

 


Nach unserem Rundgang führte uns der Guide in ein kleines Geschäft, wo uns eine Einwohnerin nett begrüßte, und uns etwas zu Gásadalur erzählte. Sie erzählte uns, dass erst 2006 ein Tunnel gebaut wurde, welcher Gásadalur mit den anderen Ortschaften der Färöer Inseln verband. Vorher mussten die Bewohner immer zu Fuß über einen steilen und windigen Berg gehen, um in einen größeren Ort zu kommen. Diesen Weg hat auch der Postbote mehrmals die Woche auf sich genommen, um die Post auszuliefern.

Auf dem Rückweg zum Flughafen, wo wir unsere Reiseleitung abholen, machen wir noch einen Halt an einem Wasserfall, den die Färinger als schönsten Wasserfall der Welt beschreiben.

Der Wasserfall mit dem Dorf im Hintergrund.


Nachdem wir unsere Reiseleitung vom Flughafen abgeholt haben, fahren wir nach Gjógv. Dieser Ort liegt auf der Insel Eysturoy, welches die zweitgrößte Insel der Färöer Inseln ist. Auf dieser Insel liegt Gjógv im Norden. In diesem kleinen Dorf mit etwa 50 Einwohnern beziehen wir unsere Zimmer in einem kleinen Hotel, wo ich eine tolle Sicht aus dem Fenster habe:


Nach einem leckeren Abendessen, gehen wir noch ein bisschen nach draußen, um uns Gjógv anzuschauen. Allerdings machen wir nur eine kleine Runde, da wir von der langen Anreise doch sehr müde sind.

 

Nächsten Montag geht es weiter mit meiner Berichtreihe über die Färöer Inseln. Wenn ihr Fragen habt, schreibt mir einfach einen Kommentar. =)

 

Fotos: © Ronja Post

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Kommentare (6)
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08.10.2015
LSternus hat geschrieben:
@Ronja: Das hatte ich vor einiger Zeit in einer Dokumentation (ich glaube ARD oder ZDF) gesehen, wo es auch um die Grindwaljagd dort ging. Ich weiß aber leider nicht mehr wie die Doku hieß.
07.10.2015
Ronja96 hat geschrieben:
@LSternus: Oh, dass wusste ich gar nicht. Wo hast du gehört, dass Umweltschützer dort bedroht werden? Und nein, die wussten nicht, dass ich beim WWF aktiv bin.
05.10.2015
LSternus hat geschrieben:
Ich muss schon sagen, mutiges Reiseziel, zumindest wenn man hört, dass dort immer wieder Umweltschützer bedroht werden. Wissen die Leute dort eigentlich, dass du beim WWF bist? Wenn ja würden mich mal die Reaktionen interessieren, falls du die uns verraten willst.
Sonst kann ich den anderen nur beipflichten, es sind wirklich schöne Inseln.
22.09.2015
Wasserjunge hat geschrieben:
Die Inseln sind wunderschön, wie deine Bilder noch einmal verdeutlichen. Man würde nie darauf kommen, dass die Grindwale dort zu Hunderten im Herbst abgeschlachtet werden. Auch zu diesem jetzigen Zeitpunkt...
22.09.2015
johannesS hat geschrieben:
Ich will auch :D Schöner Bericht, der Lust aufs Reisen macht :)
21.09.2015
Cookie hat geschrieben:
Wow, dieser erste Bericht hat mich schon total fasziniert! Das ist wirklich mal ein ungewöhnliches Reiseziel. Die Bilder sehen jedenfalls atemberaubend aus und ich bin sehr gespannt, wie es weitergeht. :)
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