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© WWF
Der dramatische Rückgang der Monarchfalter


von Marcel
28.02.2014
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Es ist ein einzigartiges Naturschauspiel, wenn Millionen von Monarchfaltern im Spätherbst ihr Winterquartier im Hochland von Mexiko aufsuchen. Wie ein riesiger Teppich aus Schmetterlingen legen sie sich über die Natur. Für die Mexikaner symbolisieren die orange-schwarzen Schmetterlinge die Rückkehr der verstorbenen Seelen. Doch damit könnte es bald vorbei sein.

Der Bestand des Amerikanischen Monarchfalters (Danaus plexippus) ist auf einem Rekordtief angelangt. Seit Beginn der Zählungen 1993 haben noch nie so wenige der königlichen Schmetterlinge ihr Winterquartier erreicht wie in der aktuellen Saison. Das ergab eine Untersuchung des WWF Mexiko. Damit hat sich die Population innerhalb eines Jahres um fast die Hälfte verringert. "Dieser starke Rückgang alarmiert mich," sagt Volker Homes, Leiter Artenschutz beim WWF Deutschland. "Wenn wir nicht mehr für ihren Schutz tun, droht dieses Naturschauspiel zu verschwinden."

Jeden Herbst fliegen Abermillionen der orange leuchtenden Monarchfalter aus Kanada und den USA nach Mexiko, um hier die Wintermonate zu verbringen. Es ist ein Staffellauf über mehrere Generationen: Über 4000 Kilometer müssen die Monarchfalter zum Teil auf ihrem Weg ins Winterquartier zurücklegen. Das kann ein einzelner Schmetterling zu Lebzeiten nicht schaffen. Monarchfalter leben nur wenige Wochen und brauchen mehrere Generationen, bis sie den gesamten Weg hinter sich gebracht haben. Nach wie vor ist nicht genau erforscht, wie die Schmetterlinge ihr Ziel finden. Aber sie kommen an. Noch.

Verantwortlich für die Monarchenkrise ist vor allem die Landwirtschaft. "Der massive Einsatz von Pestiziden macht den Schmetterlingen schwer zu schaffen", erläutert Volker. "Die sogenannten Seidenpflanzen, die Hauptnahrung der Schmetterlings-Raupen, werden durch den Pestizideinsatz zurück gedrängt. Dadurch gibt es immer weniger Falter-Nachwuchs." In den USA und Kanada sind in den letzten Jahren viele Gebiete in Ackerflächen umgewandelt worden, in denen der Monarchfalter in den Sommermonaten siedelt. Die dort entstehenden Monokulturen berauben den schönen Schmetterling seines Lebensraums und seiner Nahrung. Der WWF fordert eine naturnahe Landwirtschaft. "Wir brauchen auch auf den Äckern Rückzugsräume für wildlebende Tiere und Pflanzen, sonst gehen bei vielen Arten bald die Lichter aus", so Volker vom WWF.

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Kommentare (11)
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11.07.2014
david.s hat geschrieben:
Das ist Erschreckend, aber in Deutschland und dem Rest von Europa sind auch viele Schmetterlinge wie der Bläuling bedroht.
22.03.2014
LilianA hat geschrieben:
Das bricht einem ja nahezu das Herz! Das sind meine Lieblingsschmetterlinge. Habe sogar eine DVD dazu, die übrigens sehr empfehlenswert ist! "Die Reise des Schmetterlings- Das Geheimnis des Monarchfalters". Man fühlt sich da total machtlos… Lässt sich das nicht irgendwie verhindern?
04.03.2014
moxnox hat geschrieben:
Und diese Landwirtschaft wird auch noch durch Subventionen gefördert... es ist wirklich traurig :(
04.03.2014
Marcel hat geschrieben:
Wenn ihr die Arbeit des WWF für die Monarchfalter und die Natur insgesamt unterstützen wollt, dann schaut mal, ob ihr nicht Mitglied werden möchtet. Darüber würden wir uns sehr freuen. Mit eurem Beitrag macht ihr die Naturschutzarbeit des WWF stärker. Und 3 Euro im Monat sind nicht zu viel - das schafft ihr sicher. Hier könnt ihr euch anmelden: https://www.wwf-jugend.de/durchstarten/mitglieder
02.03.2014
thinkgreen26 hat geschrieben:
Sie sind so schön! Es wäre schrecklich wenn sie verschwinden!! :/
Gibt es etwas, das wir aktiv dagegen unternehmen können?
28.02.2014
Ronja96 hat geschrieben:
Das ist wirklich schade, aber man hört ja leider immer wieder, dass durch heutige Landwirtschaft oft der Lebensraum oder die Nahrung einiger Tiere zurückgeht.
28.02.2014
Himbaerchen hat geschrieben:
Was kann man denn dagegen tun? :/
28.02.2014
Carinaa hat geschrieben:
Man sieht eindeutig, dass selbst die Kleinsten Lebewesen durch eine kleine Veränderung schweren Schaden nehmen können :/
28.02.2014
RichardParker hat geschrieben:
Oje, wie schrecklich! Hoffentlich passiert nicht noch mehr! Das sind so schöne Schmetterlinge! :O
28.02.2014
Himbaerchen hat geschrieben:
Ich finde diese Tiere sooo schön ... Wirklich total Schade, dass es nur noch ganz wenige von ihnen gibt!!
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