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China - Retter oder doch Sünder? (3)


von RichardParker
03.03.2015
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Hallo meine Lieben,

willkommen zum dritten Teil über China! Wir haben in den letzten beiden Teilen einige Dinge über China erfahren die das Land in schlechtem aber auch gutem Licht erscheinen lassen. Jetzt dreht sich alles um Umweltprobleme und Umweltpolitik.

Chinas Umweltprobleme sind nicht erst seit gestern bekannt, aber sie sind wesentlich schlimmer geworden, gerade in den letzten Jahren. Die Aufzählungen der Politiker und Wissenschaftler sind bestürzend. Der Jangtsekiang ist mit 6.000 Kilometern der drittlängste Fluss der Erde. Dennoch hat China ein massives Wasserproblem, über 300 Millionen Chinesen haben keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser.

Eine Lösung auf Kosten anderer, Tibet als Wasserlieferant. In einem anderen Artikel über die Ausbeutung Tibets habe ich das Problem bereits angesprochen. Tibet hat ein großes Wasserpotential. Es sind Großprojekte zur Wasserumleitung geplant, China kann seine Bevölkerung nicht mehr mit sauberem Trinkwasser versorgen. Der Drei-Schluchten-Damm in Tibet ist der größte Damm der Welt, zu Gunsten der Chinesen. Tibets Ökologie wird ausgebeutet, damit irgendwo in China Menschen wieder leben können.

Die Luft lässt keine Möglichkeit mehr zum Atmen. Smog, längst ist das kein unbekanntes Phänomen mehr sondern gefährliche Realität. Vor lauter Feinstaub sieht man das blau am Himmel nicht mehr. Von 20 Städten mit der schlechtesten Luftqualität liegen alleine 16 in China. Der Grund: Kohleverbrennung in alten Kraftwerken und der stetig steigende Personenverkehr. Die Belastung durch Schwefeldioxid ist sehr hoch.

Es gibt einen Grenzwert für die Feinstaubbelastung, der vielerorts unbeachtet bleibt. Die Grenze liegt bei 25 Mikrogramm pro Kubikmeter. Xingtai ist ein schockierendes Beispiel, hier liegt tägliche Feinstaubbelastung über dem 19-fachen es eigentlichen Grenzwertes. In 30 Prozent des Landes fällt saurer Regen. Die Lungenerkrankungen und Krebsrate ist in die Höhe geschossen. Fast 500.000 Menschen sterben jährlich an den Folgen der Luftverschmutzung.

Die ganzen Probleme lassen es fast unglaubwürdig erscheinen, dass tatsächlich ein Drittel des gesamten Strombedarfs bereits durch erneuerbaren Energien gedeckt wird. Wie kommts? China sagt von sich selbst: Sie haben nicht den grünen Weg eingeschlagen haben weil man sie gezwungen hat. Sondern weil sie Angst vor einer Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen.

Durch die Produktion und Vermarktung von Solarprodukten, hat China einen entscheidenden Beitrag zur Umwandlung der Energiepolitik in anderen Ländern beigetragen. Die Solarprodukte sind um einiges billiger geworden. 

Der Wind, der Wind das himmlische Kind. Auch Windenergie hat an Prominenz in China gewonnen. Gansu hat einen riesigen Windpark mit 10.000 Windrädern, es sollen 20.000 werden und bereits jetzt decken sie rund 8,1 Gigawatt, dass entspricht etwa einem Viertel aller Leistungen in Deutschland. 

Ist China in mancher Hinsicht Vorreiter für anderer oder doch eher ein der Sünder der noch viel zu lernen hat. Danke dass ihr mich begleitet habt, die Diskussion überlasse ich euch, der Community :))

Hier ist noch einmal der Artikel über die Ausbeutung Tibets:

http://www.wwf-jugend.de/entdecken/asien/artikel/ausbeutung-durch-china-das-leiden-der-tibetische-kologie;7396

Bildquelle:

http://de.wikipedia.org/wiki/Volksrepublik_China#mediaviewer/File:Flag_of_the_People%27s_Republic_of_China.svg

Quellen für den Text:

Wikipedia, der SPIEGEL, "der glühende Planet", GEO Themenlexikon Länder 1

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Kommentare (2)
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05.03.2015
FenyaM hat geschrieben:
Ja, das war auch mit nicht bewusst, da ich mir nie die Mühe gemäht habe die entsprechenden Zahlen zu recherchieren... Ich finde es sehr gut, dass du auch erklärt hast, in welcher Hinsicht China schon große Vortschritte gemacht hat in der Gewinnung von Energie durch Wind- und Solarkraft. :) Ich will nicht sagen, dass es die Umweltverschmutzung, die durch die Gewinnung von Energie aus Kohle entsteht, rechtfertigt, aber es ärgert mich auch immer, dass man sonst immer nur von dem negativen hört.
04.03.2015
Ronja96 hat geschrieben:
Danke für deinen interessanten Bericht, Lara! Ich wusste zwar, dass die Feinstaubbelastung in China extrem hoch ist, aber das es so schlimm ist, hätte ich nicht gedacht.
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