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Zum Urspung zurück!


von Lisa18
14.04.2015
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Wenn das Ende gleichzeitig der Anfang bedeuten würde, würden sich all unsere Probleme in Luft auflösen.

"Von was?", fragt ihr euch. Die Rede ist von unseren unverzichtbaren Rohstoffen, die uns allmählich zwischen den Fingern zergehen. Denn wir leben in einer Wegwerfgesellschaft, die vom schnellen Konsumieren, verschwenderischen Umgang mit natürlichen Ressourcen (das sind Vorkommen, die nach aktuellem Stand der Technik wirtschaftlich abbaubar sind) und Umweltverschmutzung geprägt ist.

Im Durchschnitt wirft jeder Deutsche 82 Kilogramm Lebensmittel weg!

Denn trotz Recycling gehen jährlich wertvolle Rohstoffe verloren. Der Grund ist das sogenannte Downcycling. Dabei verliert das Material an Qualität und somit wird aus dem urspünglichen Primärrohstoff ein Sekundärrohstoff. Man kann sich denkbar leicht vorstellen, dass nach mehreren Recyclingdurchgängen nicht mehr allzuviel von dem eigentlichen Material übrig bleibt.

Um genau diese Wertminderung und den unwiederbringlichen Verlust zu verhindern, wurde das "Cradle to Cradle" vom Chemiker Michael Braungart und dem US-amerikanischen Architekten William McDonough entwickelt. Deren Idee schließt an die sogenannte Kreislaufwirtschft an, die sich am Nährstoffkreislauf der Natur orientiert.

Kurze Erklärung: Links habt ihr die heutige Wegwerfgesellschaft oder auch Linearwirtschaft genannt. Rechts seht ihr die Kreislaufwirtschaft.

Die Natur vermeidet (unbewusst) Abfälle, denn was für die einen nicht verwertbare Reste sind, sind für die anderen wiederum sehr gute Nahrungsquellen. Es ist folglich ein Geben und Nehmen.

Beachtet das Chemische nicht! Es geht hier lediglich um die Wechselbeziehung zwischen Tier und Pflanze.

So, wie es die Natur regelt, könnte auch ein technisches Produkt effektiv weiterverwertet werden. Schließlich kann der Abfall der einen Industrie ein gutes Material für eine andere Industrie sein. Zum Beispiel könnten Emissionen eingefangen und für neue Produkte oder Brennstoffe weiterverwendet werden. Dieses Verfahren nennt man Upcycling, wo Abfallprodukte in neuwertige Produkte umgewandelt werden.

Ein weiteres Beispiel sind die Biogasanlagen, die entweder mit Exkrementen von Tieren (Gülle,Festmist) und zusätzlicher Mais-/Gras-/Getreidesilage gefüllt werden oder mit Material aus der Biotonne. Die in dem Prozess enstehenden Gase werden in ein Blockheizkraftwerk (BHKW) geleitet und zur Strom- oder Wärmeerzeugung genutzt.

Neben solchen "biologischen Nähstoffen", die in biologische oder energetische Kreisläufe zurück- bzw. weitergeführt werden, müsste es noch vielmehr technische Kreisläufe geben, wo "technische Nährstoffe" kontinuierlich gehalten werden können.

Ein konkretes Beispiel ist das Recycling von Elektroschrott, also von Handys, Laptops, Fernsehern usw. Denn diese enthalten wertvolle Metall-Rohstoffe, wie Kupfer, Gold, Silber und Kobalt. Der riesige Vorteil ist, dass sich diese meist recht einfach und ohne Qualitätsverlust wiederverwerten lassen. Das Problem an der Sache ist unteranderem, dass die meisten Elektrogeräte entweder in irgendeiner Ecke verstauben oder auf Nimmerwiedersehen im Hausmüll verschwinden.

Von den 35 Millionen Handys, die jährlich in Deutschland verkauft werden, werden gerade mal 5% recycelt!

Appell also an uns: Wenn wir unbedingt ein neues Handy haben wollen, sollten wir unser Altes auch fachgerecht entsorgen!

Das große zu erreichende Ziel ist die Bewahrung unserer nicht-erneuerbaren Rohstoffe, wie Gold, Silber, Phosphate, Erze, Uran, Kohle, Erdöl und Ergas. Wenn wir dies nicht tun, stehen uns schlechte Zeiten bevor: Ressourcenkriege, Umweltkatastrophen als Folge der steigenden Temperaturen, Flüchtlingsströme, Erosionen aufgrund von Brandrodungen, um an die Rohstoffe zu gelangen und noch einiges mehr.

Wir müssen anfangen umzudenken, um die restlich verbliebenen Rohstoffe nicht auch noch zu verlieren! Wisst ihr, was man als Otto Normalverbraucher tun kann, damit wir unsere Erde nicht noch weiter ausbeuten? Ich bin auf eure Ideen gespannt!

Textquellen:

http://de.wikipedia.org/wiki/Produktlebenszyklus
http://de.wikipedia.org/wiki/Kreislaufwirtschaft
http://c2c-ev.de/c2c-konzept/denkschule/
http://de.wikipedia.org/wiki/Nichterneuerbarer_Rohstoff
http://www.finanztreff.de/wissen/rohstoffe/was-ist-der-unterschied-zwischen-reserven-und-ressourcen/5431
http://de.wikipedia.org/wiki/Nat%C3%BCrliche_Ressource
http://de.wikipedia.org/wiki/%C3%96koeffektivit%C3%A4t
http://de.wikipedia.org/wiki/Rohstoff
http://de.wikipedia.org/wiki/Biogasanlage
http://www.planet-wissen.de/alltag_gesundheit/werkstoffe/metallrohstoffe/elektroschrott.jsp

https://www.zugutfuerdietonne.de/warum-werfen-wir-lebensmittel-weg/wie-viel-werfen-wir-weg/

Bildquellen:

http://logopond.com/logos/d6872a0263a44d8af7896b54c9213203.png

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/c/c6/Handy_schrott_mobile_phone_scrap.jpg

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/d/d9/Dumpstered_vegetables.jpeg

„Produktionsketten“ von Ökologix - Eigenes Werk. Lizenziert unter CC0 über Wikimedia Commons - http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Produktionsketten.png#/media/File:Produktionsketten.png

http://www.schwerdtfisch.net/images/stories/stickstoffkreislaufsehrkleinii.jpg

https://www.hbk-bs.de/imperia/md/content/hbk/hbk/aktuell/veranstaltungen/2012/cradle-logo.jpg

 

 

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Kommentare (2)
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16.04.2015
Zohar7 hat geschrieben:
Klasse Bericht, vielen dank!
15.04.2015
Laura619 hat geschrieben:
Danke für diesen aufklärenden Bericht, hat mir gut gefallen und ist sehr informativ!
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