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Zeitung oder Internet? Was ist ökologischer?


von MarcelB
07.04.2011
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Was ist eigentlich besser für die Umwelt: Eine Zeitung auf Papier zu lesen oder online im Internet? Überraschenderweise hat das alte „Holzmedium“ im Öko-Vergleich die Nase vorne!

Wer alle zwei Wochen einen dicken Stoß Altpapier an die Straße stellt, fühlt sich womöglich als Umweltverschmutzer schuldig. Wäre es nicht viel ökologischer gewesen, die neusten Nachrichten auf dem Bildschirm zu lesen? Eine neue gründliche Ökobilanz vom Centre for Sustainable Communications (CESC) am KTH Stockholm bestätigt das nicht!

 CO2 ist ein Gas, das bei allen Verbrennungsvorgängen, u.a. bei unserer Atmung, entsteht und nicht als Emission gemessen, sondern nur über die chemische Umsetzung (das CO2-Äquivalent) mathematisch berechnet werden kann. Daher wird auch oft das Gefährdungspotenzial von weniger bekannten Gasen in eine äquivalente CO2-Menge umgerechnet.

In der ersten Verpflichtungsperiode des Kyoto-Protokolls werden sogar Emissionsmengen mit Hilfe der CO2-Äquivalente der einzelnen Gase bewertet und so gemäß ihren Treibhauspotenzialen gewichtet.

Online im Internet: 36 Kg CO2-Äquivalent/Jahr

 

Der Energieverbrauch (39%): Wer online liest, verbraucht Strom für den PC und Bildschirm. Dazu kommt der heimische Internet-Modem und falls vorhanden der drahtlose W-LAN Zugang. Beides läuft in der Regel rund um die Uhr.

Das Internet (35%): Ohne Internet keine Online-Zeitung! Die Einrichtung und der Betrieb der vielen weltweiten Serverpacks für Datenspeicherung- und übertragung verbraucht eine Menge Strom.

Die Herstellung von Bildschirmen oder PCs (13%): Bei der Produktion von PCs und Bildschirmen werden hochwirksame Treibhausgase wie Schwefelhexafluorid in die Umwelt freigesetzt

Die Herstellung von Hardware (12%): In diesem Bereich geht es um die Herstellung von Speicherchips, Prozessoren, Festplatten, Trafos oder Gehäuse.

Der Transport (1%): Aus den Produktionsstätten in Fernost muss die Hardware wieder zum Endverbraucher: Europa

 

Als Papier in der Hand: 28 Kg CO2-Äquivalent/Jahr

 

Das Papier (57%): Für Zeitungspapier wird meistens recyceltes Altpapier verwendet, trotzdem hat das Papier die größte Umweltbelastung. Je mehr Frischfasern aus der Holzwirtschaft hinzugefügt werden, desto höher ist der Umweltschaden. Moderne Papierfabriken kommen auf einen deutlich geringeren Stromverbrauch und Prozessorwärme als Altanlagen

Die Druckmaschinen (19%): Die hohe Umweltbelastung entsteht vor allem durch den hohen Stromverbrauch durch die Rotationsmaschinen. Diese verwandeln die Papierrollen in zusammengelegte, gedruckte und verschnürte Zeitungen

Die Farbe (10%): Besonders tragen hier die Druckplatten der Farben und ihre Chemikalien zur Treibhausbilanz bei

Der Papiertransport (7%): Rohes Material für das Papier kommt besonders aus heimischen „Anbau“

Der Vertrieb (7%): Per LKW werden die fertigen Zeitungen zu Großhändlern, Bahnhofsbuchhandlungen uns Kiosken transportiert.

Quelle:

DIE ZEIT 31. März 2011 Nr. 14 Seite 41

http://www.ualm.es/Universidad/CCOO/online-zeitung-kanaren.jpg

 

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Kommentare (21)
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19.04.2011
TaniaTukan hat geschrieben:
Ach ja, mir ist noch ein Argument für die Zeitung eingefallen: Ein und die selbe Zeitung kann von mehreren Personen gelesen werden - bezieht man Nachrichten aus dem Internet, können zwar auch mehrere Leute ein und denselben PC nutzen, die Zeit im Internet und des Stromverbrauchs wird aber bei gleicher Lesedauer verdoppelt. Wäre dann mal interessant zu erfahren, von wie vielen Personen eine Zeitung im Durchschnitt gelesen wird. Außerdem vermute ich mal, dass Illustrierte eine schlechtere Umweltbilanz als der PC haben, denn sie verbrauchen viel viel mehr Farbe für den Druck und Springer wird wohl kaum für seine Hochglanz-Zeitschriften recyceltes Papier verwenden...
19.04.2011
TaniaTukan hat geschrieben:
Um das entgültig beurteilen zu können, bzw. sich sicher auf die Studie verlassen zu können, muss man wahrscheinlich selber mitgewirkt haben. Da sie aber von der Zeit veröffentlicht wurde und der IT-Branche nicht so sympathisch sein dürfte, glaube ich schon, dass man ihr vertrauen kann. Die Benutzung von Zeitung und PC zum Nachrichtenlesen wurde auf ein Jahr berechnet, d.h. alles was so angeführt wurde wie einmalige Anschaffung eines PC's im Gegensatz zur täglichen Produktion der Zeitung ist bezogen auf gesamtes Jahr. Und das nach einem Jahr nicht mal am PC was upgedatet wurde, ist eher unwahrscheinlich...
Mich hat das Ergebnis ebenfalls total verwundert... Trotzdem wird sich das Internet über kurz oder lang durchsetzen, daran besteht kein Zweifel. Wie umweltfreundlich dein PC ist, hängt auch von dir ab - zB von deinem Stromanbieter ;-) Und noch ein Argument für die Zeitung, nachdem immer nur die Argumentationsmängel hinsichtlich der PC-Umweltbilanz aufgezählt wurden: Zeitungen werden nach dem Gebrauch recycelt und sinnvoll wiederverwendet. Ein PC dagegen muss fachgerecht entsorgt werden, alles andere als ein Plus für die Umwelt.
13.04.2011
YepBecci hat geschrieben:
Meines Wissens nach hängt das davon ab, wie lange man Nachrichten liest. Schaut man weniger als 15 Minuten in die Zeitung rein, ist es ökologischer im Internet zu recherchieren, liest man jedoch länger als eine viertel Stunde, so sollte man die Zeitung vorziehen.
12.04.2011
MarcelB hat geschrieben:
Hier wird nur dargestellt, welche kosten entstehen, wenn man versucht eine Zeitung zu lesen...ob man lieber aufs Internet zu greifen sollte, oder auf Papier. Das "teilen" von Mitteilungen nimmt mal überhaupt keinen Einfluss auf die Produktionskosten. Jeder der diese geteilte Nachricht empfangen will, braucht ein Gerät welches vorher 36 Kg CO2-Äquivalent/Jahr produziert hat! Somit ist diese Behauptung mehr oder weniger entkräftet...
12.04.2011
ichbineinoeko hat geschrieben:
hier wurde nach meiner meinung auch nicht nur vergessen, dass viele übers handy ihre news abrufen, sondern diese wiederum teilen und weiterleiten (via fb, twitter u.ä.) dies spricht sicher auch mehr für verwendung des internets.
10.04.2011
Jolly hat geschrieben:
Das hatte ich nicht erwartet, dass Papier ökologischer ist, aber ich stimme @dasmaetthes zu. Schließlich lesen viele momentan auch schon mit dem Handy Nachrichten, oder auch im Fernsehr? Womöglich gilt diese Studie nur für ein Mal Nachrichten lesen, denn auf Dauer würde glaube ich der PC gewinnen, denn wie gesagt: Man macht nebenbei noch etwas am PC, beispielsweise Hausaufgaben/Arbeiten. Im Gegensatz zu der Zeitung, die man einmal aufschlägt und wieder weg werfen kann, wenn einen bestimmte Nachrichten nicht interessiert. P.S: Außerdem neigen wir Deutsche so oder so mehr dazu, die Nachrichten im Fernsehr zusehen :).
09.04.2011
gelöschter User hat geschrieben:
Ist in der Berechnung auch berücksichtigt das man den PC nicht nur zum Nachrichten lesen verwendet? Ich kaufe mir den PC einmal somit fallen nur einmal die Transport und Herstellungskosten an bei der Zeitung fallen diese Kosten täglich an. Dazu kommt das viele nebenbei , während sie am PC arbeiten die Nachrichten lesen, also man somit nicht zusätzliche Energie verbraucht.
Bei der Zeitung fallen all die Kosten täglich an und die meisten Artikel überfliegt man nur oder lässt sie ganz aus.
08.04.2011
gelöschter User hat geschrieben:
find ich mal gut zu lesen. Super Beitrag mit vielen Fakten!
08.04.2011
sternchen1 hat geschrieben:
sehr interessant, aber ich finde auch das die rechnung irgendwie einen haken hat. man kauft sich den pc ja in den meisten fällen nicht fürs zeitunglesen, sondern für irgendwelche anderen dinge und nutzt ihn dann auch zum lesen. wenn man sich den pc jedoch so oder so gekauft hätte, kann man doch eigentlich die co2 emissionen bei der herstellung nicht mit einberechen, oder habe ich einen denkfehler?
08.04.2011
MarcelB hat geschrieben:
Es handelt sich ja um recyceltes Papier...Wahrscheinlich wurde das vorher für andere Zwecke benutzt und wird daher nicht mit einberechnet....wer weiß!
08.04.2011
liberti hat geschrieben:
und die holzabrodung? wird die da auch mit eingerechnet?
08.04.2011
Taki hat geschrieben:
Ich finde man sollte beides nutzen. Zumal man eine Zeitung etwas Schwarz auf Weis hat. Das Internet aber viel Aktueller ist das es Dynamisch ist. Mal ganz davon abgesehen würde ich eine Fliege lieber Klassich mit eier Zeitung platt hauen als mit einer Tastatur. Neben bei bemerkt wenn man einen Intelegenten HUB einsetzt spart man auch noch Energie, bei nicht so hoher Last fhrt er in ein Stand by Modus. Und bei keinen Datenfluß wird einfach der Port und der Kanal nicht mehr mit Strohm versorgt. Solange sich Alle Geräte die über der Intellegenten HUB versorgenlassen im Standby Modus verfallen sinkt der Stromverbrauch sofort drastisch. Auch spart es eine Menge Strom einen IP Kreis im WAP Schlüssel einzurichten. Da nicht Jeder Rechner oder gar Laptop Nootebook oder Table PC oder Handy dich aufschalten kann, Macht vorallem Sinn wenn man mit vielern Laptops und PC auf einen W LAN zugreift. Unbedingt sollte man auch Zwei HUBs nutzen einer der Nach innen Abschirmit und eier der Nach außen zum internet trennt. Denn man muß ja nicht seine Eigenen Daten z.B vom Backup uber das Internet jagen. Eine Eigene Zertifikatsverwaltung und Vierscenner sollte schon ein HUB machen. Das Spart auf den Recher jedemenge Leistung und Energie. Also immer sein Mobiles Heimnetz runterfahren und den Recher Ausstellen. Macht vorallem Sinn wen man Zwei Backup Server hat. Modem Durch Intellegenten HUB ersetzten spart auch energie.
07.04.2011
Bienenkoenigin hat geschrieben:
Doch ich hätte auf den PC gewettet... umsonst gibt es ja nicht seiten wie forestle.de... super idee... hab darüber vorher noch nicht nachgedacht...
07.04.2011
Oekojule hat geschrieben:
Ich glaube mit diesem Urteil hätte keiner gerechnet. Aber die Rechung beweist es. Sehr schöne Bericht! Aber daran, dass ein PC eine einmalige Anschaffung ist, habe ich auch gedacht. Vielleicht nimmt sich das doch nicht so viel.
07.04.2011
Stoffie hat geschrieben:
hätte ich nicht gedacht dass zeitung besser ist!
07.04.2011
MarcelB hat geschrieben:
Wenn du die Rechnung nicht nachvollziehen kannst, beschwer dich bei der Zeit!^^

Hier geht es ja nur um die einmaligen Produktionskosten, die Anfallen wenn du Zeitung lesen möchtest. Genauer als, was muss getan werden, damit die Zeitung zu dir kommt, mehr nicht..
07.04.2011
SirLovealot hat geschrieben:
Bei der PC-Variante sind doch aber viele einmalige Sachen dabei. Ich lege mir doch nicht jeden Tag für die Online-Zeitung einen neuen PC oder ähnliches zu. Zudem checkt man diese doch auch nur, wenn man sowieso im Internet ist um auch Mails und co zu checken.
Also ganz nachvollziehen kann ich die Rechnung nicht.
07.04.2011
anni95 hat geschrieben:
Aha. Aha. Hätte ich niht gedacht :O Cooler Bericht ;)
07.04.2011
MarcelB hat geschrieben:
Ja, es ist faszinierend nicht wahr? Ich habe auch erstmal gestutzt....! Aber naja, es heißt ja nicht, keine Zeitung mehr übers Internet lesen! Sondern man soll kurze Berichte mehr übers Internet lesen und wenn man weiß, dass man länger liest, dann lieber die Zeitung kaufen..es kommt also zusätzlich noch auf die zeit an die wir in die Zeitung investieren. Ein lustiges Zitat gabs da, man solle doch die schlechten Blätter online lesen und die guten bitte kaufen...aber naja^^
07.04.2011
Gluehwuermchen hat geschrieben:
Tja, ich hätte auch das Gegenteil vermutet :-) Aber schlimmer ist es wohl noch, wenn man BEIDES gleichermaßen gebraucht...
07.04.2011
Viveka hat geschrieben:
interessanter bericht! eigentlich hat man eher das gegenteil vermutet...war spannend die rechnung zu sehen
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