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Was trägt FairTrade zur Umwelt bei? (2/2) - Maßnahmen gegen den Klimawandel


von Franzichen
18.08.2015
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Obwohl Entwicklungsländer am wenigsten Emissionen austoßen und somit am wenigsten zum Klimawandel beitragen, spürt man die Auswirkungen der Klimaveränderungen zuerst in diesen Ländern. Für die Bauern und Arbeiter auf Plantagen bedeuten Klimatische Veränderungen nichts gutes, so hat Fairtrade beschlossen die Bauern mit nachhaltigem Anbau zu fördern. Fairtrade will den Produzenten helfen sich den wechselnden klimatischen Bedingungen anzupassen und Fairtrade klärt die Produzenten auf, was sie gegen den Klimawandel tun können.

In Peru kann man die Veränderung durch den Klimawandel schon feststellen: längere, heißere Sommer, häufiger Regen im Winter, weniger Regen im Frühjahr und stärkere Winde. Diese Veränderungen machen es den Fairtrade-Produzenten aus Peru nicht einfacher. Denn Folgen dieser Klimaveränderung sind Bodenerosion, Wassermangel und Dürre, sowie mehr Schädlinge, was alles für die Kaffepflanze verheerend sein kann.

Ein bestimmter Schädling bei dem Kaffeeanbau ist der Kaffeerost, dies ist ein aggresiver Blattpilz. Fairtrade unterstützt seit 2013 den Kaffeeanbau gegen solche Schädlinge. Mit finanzieller Hilfe trägt Fairtrade zu dem Klimaprojekt bei, dass mit neuen Anbaumethoden und neuen Pflanzenarten dafür sorgen soll, dass der Kaffeanbau nicht mehr so anfällig für Schädlinge wie den Kaffeerost ist.

Ebenso hat Transfair die Bauern in Peru mit 100.000 neuen Kaffepflanzen unterstützt, als 2013 die Hälfte der Ernte durch den Kaffeerost zerstört wurde.
Des weiteren setzt sich Fairtrade für Schulungen für die Bauern ein, damit die Ernteverluste der Bauern so gering wie möglich beleiben. So kann nachhaltig dafür gesorgt werden, dass weniger Kleinbauern Probleme mit den klimatischen Veränderungen haben, da die Bauern ihr Wissen untereinander weiter geben.

Fairtrade arbeitet derzeit an den "Fair Carbon Credits". Dies soll ein neuer Standard für Fairtrade werden, in dem es darum geht bei der Produktion so wenig Emissionen wie möglich auszustoßen. Während Fairtrade International noch am erarbeiten dieses wichtigen Standards ist, generieren einige Fairtrade-Produzenten schon so wenig Emissionen wie möglich. Für diesen, bis jetzt noch freiwilligen, Emissionsstandard bekommen diese Produzenten ein "Verified Emission Reduction"-Zertifikat. Dieses Zertifikat bekommen die Produzenten für freiwillige Emissionsverminderung und es wird von Menschen, die aus kleinen Klimaschutzpjoketen kommen, überprüft.

Fairtrade unterstützt den Klimaschutz auch durch den Transport: 98,7 Prozent aller Fairtrade-Produkte werden mit dem Schiff transportiert. Nur Fairtrade-Rosen bilden die Ausnahmen, diese werden mit dem Flugzeug transportiert. Doch trotzdem wird für Fairtrade-Rosen weniger CO2 verbraucht als für Europäische Rosen.
Kaffee aus Fairem Handel hat ebenfalls eine gute Ökobilanz. Da der Kaffee durch die Sonne getrocknet wird, spart man sich eine energiereiche Aufbereitung.
Inzwischen setzten auch viele Fairtrade-Gemeinschaften ihre Prämie für Umweltschutz ein. Holzöfen werden beispielsweise durch solarbetriebene Anlagen ersetzt oder Kaffeebauern heizen inzwischen mit Kaffeehülsen statt mit Holz.

1. Bild: @Matthias Ripp, 2. Bild: @naturalbornstupid, Titelbild:(Max Havelaar) @Tony's Chocolonely . Alle bilder von https://www.flickr.com/ !

Zum Ersten Teil > Umweltstandards und Bio

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Kommentare (9)
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24.08.2015
Johannisbeere1502 hat geschrieben:
Und noch mehr Gründe fairtrade Produkte zu unterstützen :-) Danke für den Artikel
19.08.2015
Lisa18 hat geschrieben:
@FranziNatur: Ich danke dir für deine Antwort :)
19.08.2015
Franzichen hat geschrieben:
@waldelb3: Leider nein. Da muss ich dir leider komplett wiedersprechen. Ich habe meine Prüfung zum Thema Fairtrade gemacht und wsr dafür auf Zahlreichen InfoVeranstaltungen zum Thema Fairtrade und habe sehr viel Recherche betrieben.

Der Produzent hat seinen gerechten Preis schon längst bekommen bis das Produkt überhaupt bei uns im Laden verkauft wird. Natürlich kommt ein Teil an den Handel an den Transport und auch siher an Fairtrade. Doch der Bauer hat seinen gerechten Preis schon längst bekommen.

@Lisa18: Entweder sind dies die selben Kaffepflanzen wie vorher oder dass habe ich auch teils schon gelesen welche die diesem Schädling anscheinend besser trotzen können. So genau weiß ich dass dann leider nicht.
19.08.2015
Waldelb3 hat geschrieben:
Problem beim Fairtrade ist nur, dass das meiste vom Aufpreis für irgendwelche Organisationen draufgeht, die das Sigel machen. Das Wenigste kommt wirklich bei den Bauern an...
Im Endeffekt führt es sogar dazu, dass die Bauern die schlechten Produkte an Fairtrade verkaufen, weil sie da eine Abnahmegarantie haben, und dann die guten Sachen "normal" verkaufen. Fairtrade-Kaffe schmeckt deshalb tatsächlich schlechter. Das ist keine Einbildung...

Ein generelles Einfuhrverbot für nicht-Fairtrade-Produkte wäre viel sinnvoller.
18.08.2015
Lisa18 hat geschrieben:
Vielen Dank für den interessanten Bericht!
Weißt du, was das für andere Kaffeepflanzen sind, die Fairtrade den Bauern finanziert?
Bei den Rosen bin ich jetzt echt überrascht! Ich hätte niemlas gedacht, dass Fairtrade-Rosen weniger CO2 erzeugen, als Europäische Rosen. Von wo kommen eigentlich die Fairtrade-Rosen, vielleicht liegt es ja daran ;) Verbrauchen denn die Fairtrade-Rosen auch so wahnsinnig viel Wasser?
18.08.2015
Luke24 hat geschrieben:
Auch der zweite Teil der Berichtreihe ist sehr interessant.

Ich habe im Radio gehört, dass auch einige Kommunen zu "Fair-Trade-Städten" werden und dabei beispielsweise in Behörden und öffentlichen Einrichtungen nur noch fair gehandelte Produkte auf den Tisch kommen sollen. Zum Beispiel eben der oben beschriebene Kaffee.
18.08.2015
lena.lux hat geschrieben:
Sehr toller Bericht !
18.08.2015
Carinaa hat geschrieben:
Toller Bericht!
Schön zu hören, dass sowohl die Natur als auch die Bauern davon profitieren.
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