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Was trägt FairTrade zur Umwelt bei? (1/2) - Umweltstandards und Bio


von Franzichen
26.07.2015
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Wohl jeder wird schon einmal von dem FairTrade-Siegel gehört haben. Und ich könnte mir auch gut vorstellen, dass es hier Viele gibt, die das FairTrade-Siegel nicht nur kennen, sondern auch regelmäßig FairTrade-Produkte kaufen. Für alle die es trotzdem nicht wissen: FairTrade ist eine Organisation die sich für Fairen Handel einsetzt. FairTrades Grundsatz ist es den Kleinbauern in Entwicklungsländern wie z.B. Afrika einen gerechten Lohn für ihre harte Arbeit zu ermöglichen. Denn den Menschen in solchen Ländern fehlt es an dem Nötigstem, wie: Wasser, Nahrung oder Unterkünfte und müssen meistens für einen viel zu geringen Lohn und zu harten Bedinungen arbeiten.

Bild: Patricia Niklas

Ich könnte euch noch einen viel längeren Text hier schreiben zu allgemeinen Infos über FairTrade, denn das war mein Prüfungsthema an meiner Abschlussprüfung dieses Jahr. Ich möchte euch aber einen anderen Aspekt, mit dem ich mich auch beschäftigt hatte, von Fairtrade näher bringen, nämlich was FairTrade prositives für die Umwelt beiträgt.

Obwohl Fairtrade ein Sozialsiegel ist, sind Umweltkriterien Bestandteil der Fairtrade-Standarts. Dies ist nötig, da in Schwellenländern die Bevölkerung und die Armut immer weiter wächst, und so die Natur dafür weichen muss. Das Ziel der Umweltstandards von Fairtrade ist es, sämtliche Fairtrade-Produkte ressourcenschonend und umweltverträglich anzubauen. Weiterhin will Fairtrade die umgebende Natur von den Arbeitern fördern. 

Dies geschieht mit der Erhaltung der Bodenfruchtbarkeit, einem Verbot zur Verwendung von genetisch veränderten Organismen und die Reduzierung von Chemikalien beim Anbau. Des weiteren ist das nachhaltige Wassermanagement ein wichtiger Punkt in den Fairtrade-Umweltstandards. Viele Produzenten-Gemeinschaften setzten ihre FairTrade-Prämie, die sie als Gemeinschaft zusätzlich zu ihrem Lohn bekommen, für umweltschonende Technologien ein, um zum Beispiel so wassersparend wie möglich produzieren zu können. Dies ist zum Beispiel die Nutzung von Regenwasser oder der Tröpfchenbewässerung, bei der in regelmäßigen Zeitabständen immer nur Tröpfchen auf die Pflanze kommen.
Auch Brandrodung ist laut der Fairtrade-Umweltstandards verboten und Gebiete wo viele Pflanzen und Tiere leben sollen geschützt werden. Außerdem dürfen Gebiete wo Fairtrade angebaut wird, dafür nicht gerodet worden sein.

Ein großes Problem mit dem Fairtrade in Sachen Umwelt zu tun hat, ist die große Übernutzung des Bodens und die Verseuchung des Grundwassers. Doch wie kommt es zur Übernutzung oder zur Verseuchung? Dies kommt von der ständig betriebenen Monokultur. Monokultur bedeutet, dass jedes Jahr immer das selbe auf diesen Flächen der Bauern angebaut wird. Dies ist für den Boden natürlich ziemlich einseitig und trägt auch zur Ausbreitung von Schädlingen bei. Wegen den Schädlingen, müssen die Pflanzen mit Pflanzenschutzmitteln geschützt werden. Das Pflanzenschutzittel und dazu noch Überdüngung kann dann zur Verseuchung des Grundwassers führen. Bei jedem Produkt ist es ein wenig anders wie viele Pestizide gesprüht werden dürfen, aber Fairtrade möchte dass so wenig wie möglich gesprüht werden muss. Inzwischen setzt man sich auch schon dafür ein Monokulturen zu vermeiden, so haben zum Beispiel Kaffeebauern aus Guatemala begonnen Honig und das Gewürz Kardamon noch zusätzlich anzubauen.

 Bild: Laura Billings
Bio und Fairtrade ist so sagt man die beste Kombination.  Die Bauern erhalten wenn sie biologisch anbauen einen extra Zuschlag von Fairtrade. Durch den hohen Bio-Standard ist die Umwelt noch besser geschützt. Grundwasser Verseuchung ist dann auch kein Problem mehr, da Bio-Produzenten keine chemischen Mittel sprühen dürfen.

Am Anfang sind die Bio-Standarts zu hoch für Produzenten, die gerade erst in Fairtrade einsteigen. Später wenn die Produzenten allerdings vollständig im System sind, fördert Fairtrade die Umstellung auf Bio.
Die Umstellung auf Bio-Produktion ist ein Prozess, der den Produzenten von Fairtrade-Beratern erklärt wird. Obwohl die Anforderungen an die Bio-Produktion sehr hoch ist, können Fairtrade-Gemeinschaften diesen Umstellungsprozess gut meistern, da sie die Fairtrade-Umweltstandards schon erfüllen müssen. So ist der Weg von den Fairtrade-Umweltkriterien zu biologischem Anbau nicht so weit.
So können immer mehr Fairtrade-Produzenten auch biologisch Anbauen. Inzwischen tragen schon 65% aller Fairtrade-Lebensmittel zusätzlich das Bio-Siegel. Die Umstellung auf Bio nützt auch den Bauern etwas: einerseits ist es gesünder für die Bauern , da weniger Substanzen wie Herbizide oder Pestizide gesprüht werden und andererseits bekommen die Bauern einen zusätzlichen Biozuschlag von Fairtrade.

„Seit der Umstellung auf Bio ernten wir geringere Mengen als beim konventionellen Anbau, doch die verkaufen wir zu höheren Preisen und außerdem brauchen wir keine teuren chemischen Düngemittel mehr zu kaufen.“
- Kaffeebauer Maorino Fernandez Rosales , Huatusco/Mexiko

Damit der Bericht nicht zu lang wird, wird es noch einen zweiten Teil geben. In diesem wird es um FairTrades Einsatz gegen den Klimawandel gehen.

Titelbild:(Max Havelaar) @Tony's Chocolonely . Alle bilder von https://www.flickr.com/ !

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